Donald Trump: Abserviert von seinen Anhängern - diese Behauptung lässt die Trump-Wut wachsen

Widerspruch aus den eigenen Reihen kennt der US-Präsident eigentlich nicht. Auf Truth Social wollte Donald Trump mit einem Post über Spritpreise punkten - und wurde von seinen eigenen Anhängern mit knallharten Zahlen widerlegt.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump erfährt selbst bei von Anhängern jetzt Widerspruch. (Foto) Suche
Donald Trump erfährt selbst bei von Anhängern jetzt Widerspruch. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump bloßgestellt von eigenen Anhängern
  • Donald Trump fliegt Behauptung um die Ohren
  • Donald Trump verursacht Preisexplosion selbst
  • Donald Trumps Versprechen: Es wird alles billiger

Donald Trump wollte auf Truth Social offenbar für gute Stimmung sorgen - und erntete stattdessen eine Welle des Widerspruchs aus den eigenen Reihen. Es ist ein weiterer Rückschlag für den US-Präsidenten, der zuletzt bereits mit dem Widerspruch seiner eigenen Frau Melania für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump bloßgestellt von eigenen Anhängern bei Truth Social

Die Benzinpreise seien unter Biden "viel höher" gewesen als unter ihm, behauptete der US-Präsident kühn. Seine Anhänger sahen das andersund ließen ihre Trump-Wut wachsen.

  • "Nicht in Michigan, Lügner", konterte ein Nutzer. "Das Höchste waren 4,49 Dollar pro Gallone. Jetzt sind es 4,99."
  • Ein weiterer Follower aus dem Bundesstaat schrieb: "Ich habe nie mehr für Sprit bezahlt als heute - und ich bin 61."
  • Auch aus Tennessee kam Gegenwind: "Ich widerspreche. Die Benzinpreise in Tennessee sind die höchsten, die ich je gesehen habe", antwortete ein Nutzer dem Präsidenten direkt.
  • Ein anderer stellte nüchtern fest: "Nein, Benzin- und Lebensmittelpreise sind jetzt höher, und Diesel ist deutlich schlimmer."

Donald Trump fliegt Behauptung um die Ohren

Die Gruppe "Republicans Against Trump" nahm Trumps Behauptung auf der Plattform X auseinander. Ihr Urteil: "Faktencheck: Falsch." Als Biden im Januar 2025 das Weiße Haus verließ, lag der Durchschnittspreis für Normalbenzin bei rund 3,11 Dollar pro Gallone, Diesel kostete etwa 3,72 Dollar. Aktuell stehen laut dem US-Automobilclub AAA 4,48 Dollar für Benzin und 6,50 Dollar für Diesel auf den Anzeigetafeln der Tankstellen.

Verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr haben sich die Spritkosten um mehr als 35 Prozent verteuert, wie eine Auswertung von "Yahoo Finance" zeigt. Zur Erinnerung: Damals versprach Trump im Wahlkampf, die Lebenshaltungskosten für die Amerikaner zu senken. An der Zapfsäule ist davon bislang nichts zu spüren.

Donald Trump verursacht Preisexplosion selbst

Der massive Preisanstieg an den amerikanischen Zapfsäulen ist eine direkte Folge von Donald Trumps militärischem Vorgehen gegen den Iran. Unter Biden erreichten die Spritkosten ihren Höchststand im Juni 2022, als Russlands Einmarsch in die Ukraine eine globale Energiekrise auslöste - damals kletterte der Durchschnittspreis auf 5,01 Dollar pro Gallone.

Was Trump vielleicht mit seiner Behauptung meint: Noch liegt Trumps Gesamtdurchschnitt knapp unter dem seines Vorgängers: 3,35 Dollar pro Gallone in seiner bisherigen zweiten Amtszeit gegenüber 3,46 Dollar über Bidens gesamte Präsidentschaft, wie das Center for Economic and Policy Research (CEPR) errechnet hat. Doch die Tendenz ist eindeutig. Bereits vor einem Monat warnte die Organisation: Sollten die Preise nicht sinken, könne Trump bald damit "prahlen", im Durchschnitt höhere Spritkosten als Biden vorzuweisen.

Donald Trumps Versprechen: Es wird alles billiger

Wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen im November bleibt die Bezahlbarkeit des Alltags das drängendste Thema für die Wählerschaft. Trumps Antwort darauf klingt nach Vertröstung: Die Preise würden schon "purzeln", versicherte er. Die Kosten seien zudem ein "sehr günstiger Preis" dafür, den Iran am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.