Berlin: Linke pocht auf Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen

Die Berliner Wahlsiegerin Elif Eralp will die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne zum Kern der Koalitionsverhandlungen machen. Das sagt die Linke zur Begründung.

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Die Berliner Skyline an der Spree. Aktuelle News aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Rico Oder

Die Linke-Politikerin Elif Eralp will nach ihrem Wahlsieg in Berlin eine Enteignung von Wohnungskonzernen gegen Entschädigung in den Mittelpunkt möglicher Koalitionsverhandlungen stellen. "Für mich ist ganz klar, dass in einer Regierung auch vergesellschaftet werden muss, weil es ein klares Votum, einen demokratischen Auftrag an alle Parteien dazu gegeben hat", sagte Eralp und verwies auf einen erfolgreichen Volksentscheid 2021.

"Die Berlinerinnen und Berliner haben sich für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne entschieden", fügte sie hinzu. Sie sei angetreten, dies nun auch umzusetzen als ein Instrument gegen die Mietenkrise und gegen Spekulation mit Wohnraum in der Hauptstadt.

Kompromisse möglich?

"Natürlich werden wir auch Kompromisse eingehen müssen, das ist ja klar", sagte Eralp weiter. Aber 2021 sei ein demokratischer Auftrag an alle Parteien gegangen. "Und man muss sagen, dass auch SPD- und Grünen-Parteitage sich für die Vergesellschaftung ausgesprochen haben", fügte Eralp mit Blick auf ihre möglichen Koalitionspartner hinzu. "Deswegen werde ich mit diesem klaren Ziel in die Verhandlungen gehen und dafür sorgen."

Linke stärkste Kraft

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am Sonntag war die Linke laut dem vorläufigen Ergebnis mit 25,7 Prozent klar stärkste Kraft vor der CDU geworden. Eralp will nun eine Koalition mit Grünen und SPD schmieden. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich gegen Enteignungen positioniert.

Nach den Worten Eralps hat der geschäftsführende Landesvorstand der Linken klar empfohlen, Grünen und SPD Sondierungsgespräche anzubieten. Am Abend berate der erweiterte Landesvorstand darüber, an diesem Freitag ein Parteitag. Sie erwarte ein klares Mandat für solche Gespräche, sagte Eralp.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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