Donald Trump: Hot-Dog-Affäre um Trump - Steuerzahler sollen für seine Würstchen zahlen
Ein Präsident, ein Golfplatz und jede Menge Würstchen: Donald Trump soll seine Secret-Service-Leute bei seinen Golfrunden regelmäßig zum Hot Dog einladen. Klingt zunächst großzügig – wäre da nicht ein pikantes Detail: Nach Recherchen des US-Magazins "Forbes" soll am Ende nicht Trump selbst, sondern der Secret Service die Rechnung bekommen.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Trump soll seinen Secret-Service-Leuten auf dem Golfplatz Hot Dogs spendieren
- Abgerechnet werden die Würstchen laut einem ehemaligen Club-Mitarbeiter beim Secret Service
- Trumps Golfrunden sorgen ohnehin wegen hoher Kosten für die US-Steuerzahler für Kritik
Wer beim Golfen spendabel wirkt, muss es noch lange nicht aus eigener Tasche bezahlen – zumindest wenn man Donald Trump heißt. Wie "Forbes" berichtet, lässt der US-Präsident seinen Secret-Service-Agenten auf dem Trump National Golf Club im virginischen Lowes Island regelmäßig Hot Dogs ausgeben. Die Geste wirkt großzügig – doch die Rechnung geht anschließend nicht etwa an den Milliardär selbst, sondern an den Secret Service.
Trump spendiert seinen Leibwächtern Hot Dogs – und schickt die Rechnung an den Steuerzahler
Die Behörde, deren Kernaufgabe der Schutz des Präsidenten ist, soll also für die Würstchen aufkommen, die Trump seinen eigenen Leibwächtern bestellt. "Trump ist geradezu besessen von den Hotdogs auf einem seiner Golfplätze", schrieb Dan Alexander, leitender Redakteur bei Forbes auf X. "Er ist so besessen davon, dass er für jeden in seiner Umgebung einen bestellt, einschließlich seiner Secret-Service-Leute. Laut einem ehemaligen Mitarbeiter stellt der Club dem Secret Service dann die Hotdogs in Rechnung."
Weder das Weiße Haus noch der Secret Service haben sich bislang zu den Vorwürfen geäußert. Der Vorgang reiht sich in eine wachsende Liste von Fällen ein, in denen Trumps Freizeitvergnügen den amerikanischen Steuerzahler teuer zu stehen kommt.Donald Trump is obsessed with the hot dogs at one of his golf courses. So obsessed that he orders one for everyone around him, including his Secret Service detail.
— Dan Alexander (@DanAlexander21) September 7, 2026
Then, according to a former employee, the club bills the Secret Service for the hot dogs.https://t.co/yYBb05LdwN
Trumps seltsame Hot-Dog-Leidenschaft enthüllt
Direkt neben dem Abschlag am elften Loch befindet sich ein Imbissstand, an dem der 80-jährige Präsident bei jeder Runde Halt macht. Dort inszeniert sich Trump als spendabler Gastgeber – und besteht darauf, dass der Koch persönlich anwesend ist.
"Er hat diesen merkwürdigen, sehr eigenartigen Stolz darauf, wie gut die Hot Dogs sind", schilderte ein ehemaliger Club-Angestellter gegenüber "Forbes". "Der Koch muss draußen stehen. Und er sagt dann: 'Koch, gib jedem einen Hot Dog – all diesen Jungs.'"
Das Magazin ordnete Trumps Begeisterung für die Würstchen mit einer Prise Sarkasmus ein: Auf seiner persönlichen Skala menschlicher Errungenschaften rangierten sie vermutlich irgendwo zwischen der erstmaligen Entdeckung von Gold in einem Flussbett und dem Bau des Trump Tower.
Bericht deckt auf: So viel kosten Trumps Golfrunden den amerikanischen Steuerzahler
Die Hot-Dog-Rechnungen sind dabei nur ein kleiner Posten in einer weitaus größeren Summe. Bereits im November 2025 ermittelte eine Analyse von "HuffPost", dass Trumps Golfrunden in den ersten zehn Monaten seiner zweiten Amtszeit den amerikanischen Steuerzahler rund 71 Millionen Dollar gekostet hatten.
Rechnet man diese Ausgaben auf die gesamte Präsidentschaft hoch, ergäbe sich bis zum Ende seiner Amtszeit eine Summe von über 300 Millionen Dollar. Das wäre nahezu das Doppelte dessen, was seine Sportausflüge während der ersten Amtszeit verschlungen haben.
Sein Labor-Day-Wochenende verbrachte Trump erneut in einem seiner Clubs – diesmal in Bedminster, New Jersey. Golf bleibt ein fester Bestandteil seiner Präsidentschaft.
Nicht nur die Hot-Dog-Affäre fliegt Trump um die Ohren
Die Hot-Dog-Affäre fügt sich in ein bekanntes Schema ein. Schon während seiner ersten Amtszeit stand Trump in der Kritik, weil der Secret Service in seinen Hotels offenbar deutlich überhöhte Preise zahlen musste. Ein Bericht demokratischer Mitglieder des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus stellte im Oktober 2024 fest, dass etwa das damalige Trump International Hotel in Washington Zimmerpreise verlangte, die "300 Prozent oder mehr über dem genehmigten Tagessatz der Regierung" lagen.
Hinzu kommt, dass das Haushaltsbüro des Weißen Hauses im Juni laut "Washington Post" 352 Millionen Dollar aus dem Budget des Secret Service abzweigte – um damit Trumps Ballsaal zu finanzieren. Und der Club in Bedminster, wo der Präsident sein jüngstes Feiertagswochenende verbrachte, fiel im vergangenen Juni mit 18 Verstößen gegen Hygienevorschriften auf.
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sba/ife/news.de/stg
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