Pete Hegseth: Bizarre Besessenheit - US-Kriegsminister entsetzt Experten

US-Kriegsminister Pete Hegseth ließ mit seiner "Selfie"-Besessenheit nicht locker. Die hatte schließlich drastische Konsequenzen für einen der fähigsten Generäle der US-Armee. Ein brisanter Bericht rechnet gnadenlos mit Hegseth ab.

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Pete Hegseth sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. (Foto) Suche
Pete Hegseth sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Pete Hegseth verwechselt Bild von General - mit fatalen Folgen
  • Pete Hegseth setzt Top-General vor die Tür
  • Pete Hegseth entlässt massenhaft US-Offiziere

Ein einziges Foto reichte aus, um die Karriere eines der angesehensten Generäle der US-Armee zu beenden. US-Kriegsminister Pete Hegseth drängte den hochdekorierten Vier-Sterne-General Christopher T. Donahue aus dem Dienst - und der Auslöser war offenbar so banal wie absurd: ein Bild vom Afghanistan-Abzug im August 2021, das Hegseth hartnäckig als "Selfie" bezeichnete. Darüber berichtet aktuell die "New York Times". Bereits zuletzt sorgte Hegseth mit den Auftritten seiner Frau im Pentagon für Schlagzeilen.

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Pete Hegseth verwechselt Bild von General - mit fatalen Folgen

Am 30. August 2021 bestieg Donahue als letzter amerikanischer Soldat ein militärisches Transportflugzeug am Kabuler Flughafen Hamid Karzai - exakt eine Minute vor Ablauf der mit den Taliban vereinbarten Abzugsfrist. Ein Armeefotograf hielt den Moment mit einem iPhone und einem Nachtsichtgerät fest, ohne dass der General davon wusste. Das körnige, grün-schwarze Bild verbreitete sich rasend schnell über sämtliche Nachrichtenportale.

Donahue selbst erfuhr erst nach seiner Landung in Katar von der viralen Verbreitung des Fotos - seine Frau informierte ihn darüber. Fallschirmjäger, die das Gespräch mitbekamen, erinnerten sich an seine Reaktion: "Das ist nicht gut." Fünf Jahre später sollte er recht behalten. Pete Hegseth verband das Bild zudem fälschlicherweise mit dem ISIS-Selbstmordanschlag vier Tage zuvor, bei dem 13 US-Soldaten starben - die allerdings gar nicht unter Donahues Kommando standen.

Pete Hegseth setzt Top-General vor die Tür

Innerhalb des Pentagons galt Donahue als außergewöhnliche Begabung, von Vorgesetzten und Gleichrangigen gleichermaßen als "Generationstalent" geschätzt. Hochrangige Militärs und republikanische Abgeordnete stellten sich hinter ihn und betonten seine Bedeutung als Stratege für künftige Konflikte. Doch je mehr Rückhalt Donahue erhielt, desto entschlossener wurde Hegseth, ihn loszuwerden - der Verteidigungsminister betrachtete die wachsende Unterstützung offenbar als Beweis dafür, dass der General zu einflussreich geworden war.

Stabschef Joe Kasper überreichte Hegseth eine Karte mit Argumenten für Donahues Verbleib. Ganz oben stand die Klarstellung, dass das berühmte Foto kein Selfie war und Donahue von dessen Verbreitung nichts gewusst hatte. Hegseths Antwort fiel laut "New York Times" knapp aus: "Ist mir egal." Der ehemalige Fox-News-Moderator, der es in seiner eigenen Militärkarriere nie über den Rang eines Majors hinaus schaffte, ließ sich durch nichts umstimmen.

Pete Hegseth entlässt massenhaft US-Offiziere

Der republikanische Senator Tim Sheehy, selbst ehemaliger Navy SEAL, setzte sich persönlich für Donahue ein. Doch General Dan Caine teilte ihm dem Bericht zufolge mit, dass sein Engagement die Lage nur verschlimmere. Denn jede weitere Fürsprache bestärkte Hegseth in seiner Überzeugung, dass Donahue zu mächtig geworden sei.

Auch Armeesekretär Dan Driscoll, ein enger Vertrauter von Vizepräsident JD Vance aus gemeinsamen Studientagen an der Yale Law School, unternahm vor seinem eigenen Abgang einen letzten Versuch. Er organisierte ein direktes Treffen zwischen Vance und dem bedrängten General - in der Hoffnung, dass der Vizepräsident intervenieren würde. Als Hegseth jedoch von dem geplanten Gespräch erfuhr, stoppte er es umgehend. Sämtliche Wege, Donahues Karriere zu retten, waren damit verbaut. Der Verteidigungsminister hatte jeden Vorstoß systematisch abgeblockt.

Donahues Absetzung ist dabei kein Einzelfall. Hegseth hat mittlerweile rund 80 der ranghöchsten Offiziere des Landes entlassen oder deren Beförderung verhindert - das entspricht etwa zehn Prozent der gesamten militärischen Führungsspitze der Vereinigten Staaten.

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