Donald Trump: Trump-Wut wächst - jetzt gehen sogar seine eigenen Leute auf ihn los

In der Partei des US-Präsidenten bröckelt die Fassade der heilen Welt. Stattdessen wachsen Wut und Frustration der eigenen Anhänger. Nur einer will das nicht sehen oder zumindest öffentlich eingestehen: Donald Trump.

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Donald Trump sieht sich mit zunehmender Unzufriedenheit im eigenen Lager konfrontiert. (Foto) Suche
Donald Trump sieht sich mit zunehmender Unzufriedenheit im eigenen Lager konfrontiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump will Kritik nicht wahrhaben
  • US-Präsident bekommt Widerspruch
  • Selbst Trumps treueste Verbündete werden nervös

Während Millionen Amerikaner unter steigenden Preisen ächzen, hat Donald Trump die Sorgen über die Lebenshaltungskosten zuletzt schlicht als Falschmeldung erklärt. Bereits vor Monaten verkündete der US-Präsident, das Problem sei gelöst - und man arbeite daran, die Kosten noch weiter zu senken. Doch ein halbes Jahr später formiert sich ausgerechnet in den eigenen Reihen massiver Widerstand gegen diese Realitätsverweigerung. Es ist nicht der einzige Rückschlag, mit dem Donald Trump aktuell für Schlagzeilen sorgt.

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Donald Trump will Kritik nicht wahrhaben

Gleich mehrere republikanische Abgeordnete gehen nach Gesprächen mit Wählern in ihren Heimatbezirken auf Distanz zur Darstellung des Weißen Hauses, wie "Raw Story" berichtet. Die Botschaft der Basis ist unmissverständlich: Die Preiskrise ist real, sie ist spürbar - und sie ist alles andere als gelöst. Für Donald Trump entwickelt sich die wachsende Kritik zu einem ernsthaften Problem, auch wenn er es nicht wahrhaben will.

Besonders deutliche Worte findet Ralph Norman, stellvertretender Vorsitzender des einflussreichen Freedom Caucus, einer Gruppe erzkonservativer Hardliner im US-Repräsentantenhaus. Der Abgeordnete aus South Carolina verbrachte Wochen damit, mit Bürgern in seinem Wahlkreis zu sprechen - und das Feedback war eindeutig.

  • Auf die Frage, ob Trump tatsächlich glaube, es gebe kein Problem mit den Lebenshaltungskosten, antwortete Norman knapp: "Ich denke, er weiß es besser."
  • Neben den explodierenden Kosten trieb die Bürger in South Carolina noch ein weiteres Thema um: der Bau gewaltiger Rechenzentren für künstliche Intelligenz - ein Anliegen, das Trump ebenfalls öffentlich abgetan hatte.

Donald Trump bekommt Widerspruch von Arkansas-Abgeordnetem

Ähnliche Töne schlägt Bruce Westerman aus Arkansas an. Die Lebenshaltungskosten seien bei Bürgergesprächen ein Dauerthema, erklärte der republikanische Abgeordnete.

  • "Die Leute fahren jeden Tag an Tankstellen vorbei und sehen den Spritpreis, und sie spüren es im Supermarkt und bei allem, was sie kaufen", so Westerman. "Sie suchen nach Entlastung."

Dass die Preiskrise bereits überwunden sei, wie Trump behauptet, sieht Westerman anders.

  • "Ich glaube nicht, dass das Problem der Bezahlbarkeit schon vollständig gelöst ist", sagte er.
  • Zwar hätten viele der beschlossenen Maßnahmen zunächst in die richtige Richtung gewirkt - "bis wir den Krieg im Iran erlebten, der sich auf das Öl auswirkte, was sich auf alles auswirkt."

Selbst Trumps treueste Verbündete werden nervös

Wenn sogar Lauren Boebert, eine der loyalsten Unterstützerinnen des US-Präsidenten, öffentlich Unbehagen äußert, ist das ein Alarmsignal. Die Abgeordnete aus Colorado berichtete von aufgebrachten Viehzüchtern in ihrem Wahlkreis.

  • "Meine Rancher sind richtig sauer wegen dieser Rindfleisch-Sache", sagte Boebert laut "Raw Story". Sie wolle ein Agrargesetz durchbringen und konkrete Gesetzgebungsarbeit leisten – "das ist das Zeug, worüber ich mir Sorgen mache."

Gleichzeitig zeigte sich Boebert sichtlich bemüht, die Schuld nicht allein bei Trump abzuladen.

  • Die Demokraten hätten unter Biden die Preise in die Höhe getrieben und nichts dagegen unternommen, argumentierte sie. "Und jetzt wollen sie plötzlich so tun, als hätten sie die Antworten."
  • Einige Maßnahmen der aktuellen Regierung lobte sie dennoch ausdrücklich - etwa den Venezuela-Öl-Deal.
  • Bei anderen Themen räumte sie ein: "Da können wir sicher noch besser werden."

Donald Trump: Die Zahlen sprechen gegen ihn

Die innerparteiliche Rebellion kommt nicht von ungefähr - die wirtschaftlichen Kennzahlen untermauern die Sorgen der Abgeordneten eindrücklich. Die langfristigen Zinssätze haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das zuletzt unter Präsident George W. Bush zu beobachten war. Trumps Zustimmungswerte in der Wirtschaftspolitik bewegen sich seit mehreren Wochen auf historischen Tiefständen. Nur einsehen will er das (noch) nicht.

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