Donald Trump: Diese Entscheidung lässt die Trump-Wut kochen

Diese Aktion lässt die Trump-Wut kochen. Ein Kran, ein abgesperrtes Gelände und eine blaue Skulptur, die nach vielen Jahren ihren Platz vor dem Kennedy Center räumen muss - auf direkten Befehl der Trump-Regierung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Mit einer kontroversen Entscheidung macht sich Donald Trump keine Freunde. (Foto) Suche
Mit einer kontroversen Entscheidung macht sich Donald Trump keine Freunde. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump schürt Wut mit Umbau- oder Abrissplänen
  • US-Präsident sägte Josef Palermo kurzerhand ab
  • Donald Trump als "weinerlicher Quälgeist" verspottet
  • Trump-Regierung erwägt Totalzerstörung

Donald Trump hat wieder zugeschlagen. Per Kran und auf Geheiß der Trump-Regierung wurde die beliebte Skulptur "Blue" des Künstlers Joel Shapiro vom Gelände des Kennedy Centers in Washington entfernt. Der National Park Service hatte dafür eigens einen Bereich rund um das Kulturzentrum abgesperrt, um das Kunstwerk von seinem angestammten Platz zu heben. Es ist nicht die einzige Aktion, die die Trump-Wut wachsen lässt - selbst die Mitarbeiter des US-Präsidenten sollen zuletzt arge Bedenken geäußert haben.

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Donald Trump schürt Wut mit Umbau- oder Abrissplänen

Die Aktion reiht sich ein in den zunehmend aggressiven Umbau des renommierten Performing-Arts-Zentrums, den Donald Trump seit seiner Rückkehr ins Amt vorantreibt. Was als Namensstreit um die Fassade begann, hat sich längst zu einem umfassenden Kulturkampf ausgeweitet. Aktivisten laufen Sturm gegen die Maßnahmen - die Trump-Wut wächst bei ihnen, doch die Regierung zeigt keinerlei Anzeichen, von ihrem Kurs abzuweichen. Die Skulptur war erst der Anfang, warnen Kritiker.

Trump hatte nach seinem Amtsantritt die Kontrolle über das Kulturzentrum übernommen, die bisherige Führung ausgetauscht und einen neuen Vorstand eingesetzt, der ihn selbst zum Vorsitzenden ernannte. Der zuvor amtierende Vorstandschef David Rubenstein wurde dabei verdrängt.

Donald Trump sägte Josef Palermo kurzerhand ab

Die zeitgenössische Skulptur hatte ihren Platz seit 2019 vor der Erweiterung des Kennedy Centers, einem 250 Millionen Dollar teuren Anbau - dem einzigen seit der Eröffnung des Kulturzentrums im Jahr 1971. Über den künftigen Verbleib von "Blue" entscheidet nun der Trust, dem das Werk gehört.

Besonders die fehlende öffentliche Kommunikation sorgt für Unmut. Josef Palermo, der bis zu seiner Entlassung im März als Kurator für bildende Kunst am Kennedy Center tätig war, äußerte sich besorgt über das Vorgehen.

  • "Das Kennedy Center verwahrt diese Werke im Grunde treuhänderisch für das amerikanische Volk, und es sollte deutlich mehr Transparenz geben", sagte er laut "The Daily Beast".

Palermo selbst gehört zu den Opfern von Trumps personellem Kahlschlag: Er verlor seinen Posten, als der Präsident die Führungsebene des Zentrums mit eigenen Gefolgsleuten besetzte.

Donald Trump als "weinerlicher Quälgeist" verspottet

Das Künstlerkollektiv "Hands Off The Arts", das sich dem Schutz von durch Donald Trumps Kulturpolitik bedrohter Kunst verschrieben hat, reagierte mit scharfer Kritik.

  • "Zuerst kamen sie für die Fassade, jetzt kommen sie für das Gelände", hieß es in einem Instagram-Statement der Gruppe.

Der 2. September 2026 werde als der Tag in die Geschichte eingehen, "an dem die US-Regierung auf Geheiß eines weinerlichen Quälgeists ein öffentliches Kunstwerk niedergerissen hat. Aber es wird nicht das letzte Mal sein."

In den sozialen Medien wurde derweil gespottet:

  • Wäre die Skulptur rot oder golden statt blau, hätte Trump sie wohl stehen lassen - angesichts seiner mutmaßlichen Abneigung gegen alles, was an demokratische "Blue States" erinnert.

Trump-Regierung erwägt Totalzerstörung

Die Entfernung der Skulptur ist dabei nur ein Mosaikstein in Trumps umfassendem Zugriff auf das Kennedy Center. In Gerichtsunterlagen brachten Regierungsanwälte zuletzt eine noch radikalere Option ins Spiel: den kompletten Abriss des Gebäudes und seinen Ersatz durch ein Amphitheater unter freiem Himmel. Alternativ müsse das Zentrum für zwei Jahre geschlossen werden, um die vom US-Präsidenten für nötig erachteten Renovierungen durchzuführen. Zur Begründung erklärten die Juristen, das Bauwerk sei "strukturell unsicher, grundlegend gefährlich und eine Peinlichkeit für die Hauptstadt der Nation".

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