Donald Trump: US-Präsident verspottet Anhänger für sein Aussehen

Donald Trump wollte Ken Paxton als Senatskandidaten für Texas empfehlen - und demütigte ihn stattdessen vor laufenden Kameras wegen seines Aussehens und seiner Kleidung. Beobachter sind fassungslos.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump (Foto) hat Senatskandidat Ken Paxton böse verspottet. (Foto) Suche
Donald Trump (Foto) hat Senatskandidat Ken Paxton böse verspottet. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump beleidigt Generalstaatsanwalt wegen seines Aussehens
  • Donald Trump verspottet nach "irrem Lob" für Texas-Anhänger
  • Donald Trump schadet mehr als er den Republikanern nützt

Bei einer Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses setzte US-Präsident Donald Trump zu einer Lobrede auf den texanischen Senatskandidaten und Generalstaatsanwalt Ken Paxton an - nur um sie mit beißendem Spott zu würzen. Nicht der einzige Trump-Fauxpas des Abends. Während seiner Rede wollte Trump auch ein Perücken-Gerücht um seine Haarpracht entkräften - mit mäßigem Erfolg.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump beleidigt Generalstaatsanwalt wegen seines Aussehens

Was Donald Trump da von sich gab, ist wirklich kaum zu glauben. Es sollte wohl ein Lob des US-Präsidenten werden. Vor versammeltem Publikum räumte Trump freimütig ein, dass Paxtons Kleidungsstil und Aussehen nicht gerade begeistern würden - er wisse, wie beleidigend das klinge, wolle es aber trotzdem aussprechen.

Auch Paxtons Fernsehauftritte seien nicht unbedingt mitreißend. Doch als Generalstaatsanwalt habe er Herausragendes geleistet und das zähle mehr als sein wenig schmeichelhafter Anzug. Ein Kompliment verpackt in eine öffentliche Demontage - selbst für Trumps Verhältnisse ein bemerkenswerter Auftritt. Videos beim Netzwerk X dokumentieren die Trump-Äußerungen.

Donald Trump verspottet nach "irrem Lob" für Texas-Anhänger

Die Szene verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien. Der offizielle X-Account des liberalen Netzwerks Meidas Touch kommentierte Trumps Auftritt mit einem knappen "Oof". Chefredakteur Ron Filipkowski wurde deutlich sarkastischer: Paxton möge zwar ein "korrupter, nutzloser Typ" sein, aber er habe immerhin versucht, Trump bei der Wahl 2020 zu helfen - das reiche wohl als Wahlempfehlung.

Der regierungskritische Account Patriot Takes mutmaßte spöttisch, Paxton habe wohl Trumps eigene Schuhkollektion abgelehnt. Der politische Kommentator Vince Wilson brachte es auf eine einfache Formel: Trump liefere den texanischen Demokraten ihre Chance quasi im Alleingang.

Donald Trump schadet mehr als er den Republikanern nützt

Für die Republikaner in Texas kommt Trumps verbale Entgleisung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Statt seinen Kandidaten im Senatsrennen zu stärken, lieferte der US-Präsident dessen politischen Gegnern reichlich Munition. Wilsons Einschätzung, Trump übergebe den Bundesstaat quasi eigenhändig an die Demokraten, spiegelt eine wachsende Sorge wider: Dass der Präsident mit solchen Auftritten mehr schadet als nützt.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.