Donald Trump blamiert: Verbündeter gesteht Trump-Manipulation vor laufender Kamera
Was wird Donald Trump dazu sagen? Benjamin Netanyahu brüstet sich vor laufender Kamera, US-Politiker über Jahrzehnte hinweg manipuliert und die USA in einen Krieg gegen den Iran gedrängt zu haben.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump manipuliert von Benjamin Netanyahu
- Trump-Verbündeter gibt Manipulation offen zu
- Donald Trump dementierte "Druck externer Verbündeter"
- Netanyahu macht Wahlkampf mit Trump-Manipulation
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat im israelischen Fernsehen offen damit geprahlt, die Vereinigten Staaten über Jahrzehnte hinweg gezielt beeinflusst und Donald Trump schließlich in den weithin unpopulären Krieg gegen den Iran gedrängt zu haben. Der Auftritt auf dem populären Sender Channel 14 war als Wahlkampfbotschaft an israelische Wähler gedacht. Für Donald Trump war es nicht die einzige Schlagzeile, die jüngst für hohe Wellen sorgte - zuletzt befahl der US-Präsident zudem neue Iran-Angriffe.
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Donald Trump manipuliert von Benjamin Netanyahu
Die Enthüllungen bereitete der Journalist Prem Thakker vom Nachrichtenportal "Zeteo" auf. Bei seinem Auftritt auf Channel 14 legte Netanyahu detailliert dar, wie er über Jahrzehnte systematisch auf die amerikanische Politik eingewirkt habe - so auch auf Donald Trump.
- "Ich bin seit fast 40 Jahren gegen den Iran, es hat lange gedauert, die Vereinigten Staaten zur Vernunft zu bringen", erklärte er dem Bericht zufolge auf Hebräisch.
Der israelische Premier bezifferte seine Medienpräsenz in den USA auf annähernd 1.000 Stunden Sendezeit. Diese habe ihm die Möglichkeit gegeben, die Vereinigten Staaten zu beeinflussen. Dazu komme seine "intime Kenntnis aller ihrer Führer, sowohl derjenigen, die uns unterstützen, als auch derjenigen, die uns nicht unterstützen". Er beschrieb seine Fähigkeit, sich durch dieses komplexe Feld zu navigieren, als entscheidenden strategischen Vorteil.
Trump-Verbündeter gibt Manipulation offen zu
Thakker legte den frappierenden Widerspruch in Netanyahus Kommunikationsstrategie offen.
- "Diese Dreistigkeit. Auf Englisch überschüttet Netanyahu US-Politiker mit Lob. Auf Hebräisch brüstet er sich damit, wie er sie manipuliert hat", schrieb Thakker in seiner veröffentlichten Analyse.
Thakker arbeitete dabei einen besonders heiklen Punkt heraus: Netanyahu habe ausdrücklich beschrieben, wie ihm die amerikanischen Medien als willfähriges Sprungbrett dienten - als Werkzeug seiner Einflussoperation, wenn nicht auf die breite Bevölkerung, so doch zumindest auf Berater und Kongressabgeordnete, die sich stärker mit Kabelnachrichten beschäftigten als mit ihren eigentlichen Wählern. Die sprachliche Doppelstrategie des israelischen Premiers offenbart ein kalkuliertes Vorgehen: Das internationale Publikum erhält Schmeicheleien, die heimischen Wähler bekommen Machtdemonstration.
Donald Trump dementierte "Druck externer Verbündeter"
Die Behauptungen des israelischen Premiers sind keineswegs neu, finden nun aber eine erstaunlich offene Bestätigung durch den Protagonisten selbst. Bereits im März hatte ein Insider des Weißen Hauses gegenüber "Bloomberg" erklärt, Donald Trumps Entscheidung zum Krieg gegen den Iran sei "teilweise durch Druck externer Verbündeter motiviert" gewesen - wobei Netanyahu als wichtigster Akteur genannt wurde.
Die Spekulationen über Israels Einfluss auf den Kriegsentschluss wurden derart laut, dass sich Trump Ende April persönlich genötigt sah, ihnen zu widersprechen. "Israel hat mich nie in den Krieg mit dem Iran hineingeredet", schrieb er in einem Social-Media-Beitrag. Netanyahus jüngste Prahlerei dürfte diese Verteidigungslinie erheblich untergraben.
Entsetzt zeigten sich Beobachter beider politischer Lager. Der prominente rechte Influencer und ehemalige Trump-Unterstützer Breck Worsham reagierte ebenso fassungslos wie der Journalist Max Blumenthal, der trocken feststellte: "Netanyahu wirbt bei israelischen Wählern damit, dass er Trump manipuliert hat."
Netanyahu macht Wahlkampf mit Manipulation
Netanyahus Offensive gegen den Iran ist kein plötzlicher Sinneswandel. Seit den 1990er Jahren drängt der israelische Premier die Vereinigten Staaten zu einem militärischen Vorgehen gegen Teheran. Dass er diese jahrzehntelange Kampagne jetzt als persönliche Errungenschaft vor laufenden Kameras verkauft, hat einen innenpolitischen Grund.
In den Umfragen vor den israelischen Oktoberwahlen steht Netanyahu mit dem Rücken zur Wand. Sein Auftritt auf Channel 14 war ein gezielter Appell an die eigene Wählerschaft: Seht her, ich bin der Mann, der die mächtigste Nation der Welt lenken kann.
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rut/news.de/stg
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