Wladimir Putin News: Gabriel: Maßnahmen werden Putin nicht beeindrucken

Sigmar Gabriel hält die deutschen Sanktionen gegen Russland für angemessen, sieht aber kaum Wirkung auf Putin. Warum Einigkeit in der Nato für ihn wichtiger ist.

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Wladimir Putin (l) zusammen mit Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu. (Foto) Suche
Wladimir Putin (l) zusammen mit Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Bild: picture alliance | Alexander Zemlianichenko

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hält die Sanktionen Deutschlands gegen Russland in Reaktion auf den versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen für angemessen. Das sei zumindest eine Antwort, die man geben könne, ohne dass man selber eskaliere, sagte Gabriel in der ARD-Talksendung "Maischberger": "Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen."

Allerdings werde das Russlands Präsidenten Wladimir Putin nicht beeindrucken. "Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten." Die Einigkeit könne die Nato zum Beispiel dadurch zeigen, "dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt", sagte Gabriel.

Zugleich warnte er vor einer weiteren Eskalation im Umgang mit Putin: "Wir haben es halt mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen." Deswegen würden die Amerikaner auch versuchen, "ihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon lässt", sagte der ehemalige Außenminister.

Die Bundesregierung macht Russland für den gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und reagiert mit einem Bündel von Vergeltungsmaßnahmen. Dazu zählen die Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des Generalkonsulats in Bonn, die damit verbundene Ausweisung zahlreicher Diplomaten, verschärfte Einreisekontrollen für Russen sowie ein härteres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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