Donald Trump: Trump-Absturz nimmt dramatische Ausmaße an
Zwei Monate vor den entscheidenden Midterms steckt Donald Trump tief im Umfrage-Sumpf. Iran-Krieg, steigende Preise und schwindender Rückhalt setzen den US-Präsidenten massiv unter Druck – und könnten jetzt sogar seine Republikaner die Macht kosten.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Trump kommt nur noch auf 32 bis 33 Prozent Zustimmung
- Iran-Krieg und hohe Preise drücken seine Beliebtheit massiv
- Die Republikaner fürchten, dass Trump zur Hypothek bei den Midterms wird
Donald Trump steht politisch mit dem Rücken zur Wand. Nur zwei Monate vor den US-Kongresswahlen am 3. November rutscht die Zustimmung zum Präsidenten auf historische Tiefstände. Wie "The Daily Beast" berichtet, zeichnen gleich mehrere aktuelle Umfragen ein düsteres Bild für Trump – und zunehmend auch für seine Republikanische Partei.
Donald Trump geht mit Horror-Werten in die Midterms
Eine von SSRS durchgeführte CNN-Umfrage vom Juli sieht seine Zustimmung bei mageren 34 Prozent, eine Reuters/Ipsos-Befragung Ende August ermittelte 33 Prozent, und eine Erhebung der University of Massachusetts Amherst kommt sogar nur auf 32 Prozent.
Damit liegt Trump auf dem Niveau seiner schlechtesten Werte überhaupt – vergleichbar mit dem Tiefpunkt nach dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021. Besonders alarmierend: Die Hälfte der Amerikaner lehnt seine Amtsführung mittlerweile entschieden ab – ein Negativrekord über beide Amtszeiten hinweg. Lediglich 15 Prozent stehen ausdrücklich hinter ihm. Kein Wunder, dass Politik-Experte James Carville Trump zuletzt ein vorzeitiges Amtsende prophezeite.
Iran-Krieg wird zum politischen Bumerang
Ein wesentlicher Grund für Trumps Absturz ist der Militärkonflikt mit dem Iran, der inzwischen in seinen siebten Monat geht. Trump hatte ursprünglich prognostiziert, die Auseinandersetzung werde etwa einen Monat dauern. Die Realität sieht anders aus – und die Bevölkerung quittiert das mit vernichtenden Bewertungen.
Laut der UMass-Amherst-Erhebung vom 21. bis 26. August sind 68 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Präsident den Iran-Konflikt schlecht handhabt. Nur ein Viertel attestiert ihm eine einigermaßen oder sehr gute Krisenbewältigung. Die Umfrage unter 1.000 Teilnehmern weist eine Fehlertoleranz von 3,5 Prozentpunkten auf.
Der Krieg hat sich damit zum schwersten Ballast für Trumps ohnehin angeschlagene Popularität entwickelt.
Hohe Preise verschärfen Trumps Absturz
Neben dem Iran-Debakel drückt auch die Teuerung massiv auf Trumps Beliebtheit. Die jährliche Inflationsrate lag im Juli bei 3,7 Prozent – gemessen am PCE-Preisindex, dem bevorzugten Inflationsmaß der US-Notenbank. Das entspricht einem Anstieg um 1,2 Prozentpunkte seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025, als er versprach, die Kosten für Grundbedürfnisse zu senken.
Mehr als die Hälfte der Befragten in der UMass-Erhebung bewertet seinen Umgang mit der Inflation als völlig unzureichend. Nur 22 Prozent sehen seine Leistung in diesem Bereich positiv. Bezeichnend: Bei einem Oval-Office-Termin zum Thema Gesundheitsversorgung fiel laut CNN-Korrespondentin Maggie Haberman wiederholt das Wort "Bezahlbarkeit" – obwohl Trump das Thema zuvor als "Schwindel" abgetan hatte.
Trump macht sich selbst zum Wahlkampfthema – nicht jeder findet das klug
Inmitten dieser Krise verfolgt der Präsident eine ungewöhnliche Strategie: Ein republikanischer Sonderparteitag vor den Midterms soll die Kongresswahlen ganz auf seine Person zuschneiden. Zusätzlich fließen Mittel seines MAGA-Inc.-Super-PACs laut "The Atlantic" in TV-Werbespots, die seine eigene Bilanz in den Vordergrund rücken.
Innerhalb der Partei stößt das auf Widerstand. CNN-Moderatorin Kaitlan Collins berichtete, dass "einige Republikaner das nicht mittragen, weil es sie vom eigentlichen Wahlkampf abzieht". Die "New York Times"-Journalistin Maggie Haberman ergänzte, die Strategie liefere den Demokraten nicht nur frisches Angriffsmaterial, sondern zwinge republikanische Kandidaten in umkämpften Bezirken, sich zu Trumps toxischen Umfragewerten zu bekennen.
Trumps Unbeliebtheit wird zur Gefahr für die Republikaner
Für die Republikanische Partei wird Trumps Unpopularität zunehmend zur existenziellen Bedrohung. Laut der CNN/SSRS-Umfrage vom Juli betrachten nur noch 31 Prozent der Befragten die GOP unter seiner Führung positiv. Eine Reuters/Ipsos-Erhebung unter 924 registrierten Wählern vom 28. bis 31. August zeigt zudem, dass die Demokraten deutlich energiegeladener in die Midterms gehen.
Trumps politische Marke entwickle sich immer stärker zur Hypothek für seine Partei, berichtete Reuters. Angesichts der hauchdünnen republikanischen Mehrheiten in beiden Kongresskammern könnte das am 3. November empfindliche Folgen haben. Haberman brachte die Lage auf den Punkt: "Es gibt keine Umfrage, in der dieser Präsident populär ist. So einfach ist das."
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sba/gom/news.de/stg
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