Donald Trump: Knallharte Abrechnung mit "The Don" - Experte spricht von "Wahnsinn"
Dan Rather hat viele US-Präsidenten kommen und gehen sehen - doch was die Trump-Regierung gerade mit der amerikanischen Presse anstellt, macht ihn fassungslos. Er spricht mit Blick auf Donald Trump von "Wahnsinn".
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump verschweigt Informationen im Iran-Krieg laut Analyst
- US-Präsident betreibt "Regime der Fehlinformation"
- Donald Trump nimmt Moderatorin ins Visier
- "The Don" ignoriert Normen, Regeln und Gerichtsbeschlüsse
Der renommierte US-Journalist Dan Rather rechnet mit der Informationspolitik der Regierung von Donald Trump ab - und seine Bilanz fällt vernichtend aus. In einem Substack-Essay beschreibt der 93-jährige Medienveteran, wie das Weiße Haus systematisch die Öffentlichkeit über das tatsächliche Geschehen im Dunkeln hält. Es ist nicht die einzige Abrechnung mit Donald Trump, die in diesen Tagen für Schlagzeilen sorgt.
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Donald Trump verschweigt Informationen im Iran-Krieg laut Analyst
Sechs Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran wisse die amerikanische Bevölkerung kaum etwas darüber, was wirklich vor sich gehe. Informationen über Tausende im Einsatzgebiet stationierte US-Soldaten würden gezielt zurückgehalten. Stattdessen erfahre man nur aus zweiter Hand - etwa von Eltern stationierter Marinesoldaten - von mangelnder Versorgung auf einem Flugzeugträger. Berichte über die Zerstörung amerikanischer Stützpunkte im Nahen Osten sickerten erst Monate später und nur bruchstückhaft durch.
- "Ihr Wahnsinn ist erfolgreich", schreibt Rather mit Blick auf Donald Trump und seine Minister.
Donald Trump betreibt "Regime der Fehlinformation"
In seinem Essay legt Rather offen, nach welchem Muster die Regierung gegen kritische Berichterstattung vorgeht. Es handele sich um ein dreistufiges Vorgehen, das in der vergangenen Woche in vollem Umfang sichtbar geworden sei.
- "Das Handbuch gegen Reporter hat drei Hauptoptionen", so Rather: "Herabsetzen und diskreditieren; drohen und klagen; und, vielleicht am beunruhigendsten, den Zugang blockieren."
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, über dessen Rauswurf zuletzt spekuliert wurde, und der US-Präsident Donald Trump seien dabei ein eingespieltes Team. Rather bezeichnet die beiden als "dynamisches Duo der Desinformation", das darauf ausgerichtet sei, zu lügen und zu verzerren. Ihr "Regime der Fehlinformation" schließe ausdrücklich die Bestrafung jener ein, die versuchten, Nachrichten zu recherchieren und zu veröffentlichen.
Donald Trump nimmt Moderatorin ins Visier
Die drei Stufen des Trump-Handbuchs ließen sich laut Rather zuletzt anhand konkreter Vorfälle nachvollziehen. Der Verteidigungsminister entzog gleich mehreren Journalisten die Akkreditierung für das Pentagon - offenbar als Reaktion auf deren Berichterstattung. Damit wurde die drastischste der drei Methoden angewandt: die schlichte Blockade des Zugangs zu Informationen.
Parallel dazu forderte Trump die Bundesmedienaufsicht FCC auf, Ermittlungen gegen die NBC-Journalistin Kristen Welker einzuleiten. Zahlreiche Beobachter werteten diesen Schritt als gezielten Einschüchterungsversuch gegenüber der gesamten Presse.
Donald Trump ignoriert Normen, Regeln und Gerichtsbeschlüsse
Rather mahnt eindringlich, dass die fortwährenden Attacken auf die Medien düstere Konsequenzen für die amerikanische Demokratie haben werden. Die Presse sei als vierte Gewalt unverzichtbar, um die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen - "besonders während Trumps Herrschaft", so der Journalist.
Der US-Präsident habe bereits die meisten internen Kontrollmechanismen ausgehebelt oder geschwächt. Generalinspekteure und Ethikbüros seien abgeschafft oder entmachtet worden, Normen, Regeln und sogar Gerichtsbeschlüsse würden ignoriert.
- "Denjenigen, die meinen, die Presse sei zu mächtig in unserer Demokratie, muss gesagt werden: Was wir gerade durchmachen, ist der Preis, den wir zahlen, wenn die Presse unter anhaltendem Beschuss eines Präsidenten und seiner Partei steht", warnt Rather.
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rut/news.de
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