Donald Trump: "The Don" außer Rand und Band – Moderator zieht Trump den Stecker

Donald Trump holt im Interview mit Glenn Beck zu einer heftigen Kanada-Tirade aus und springt von Thema zu Thema. Doch als der US-Präsident kein Ende findet, muss der Moderator schließlich eingreifen.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump rastet im Beck-Interview aus – dann reicht es dem Moderator! (Foto) Suche
Donald Trump rastet im Beck-Interview aus – dann reicht es dem Moderator! Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump redet sich bei Interview mit Podcaster Glenn Beck in Rage
  • Trump sorgt mit wilder Kanada-Tirade für Kopfschütteln
  • Moderator platzt der Kragen - Beck zieht Trump schließlich den Stecker

Ein Exklusivinterview zwischen Podcaster Glenn Beck und US-Präsident Donald Trump lief am Mittwoch gehörig aus dem Ruder. Was als strukturiertes Gespräch geplant war, entwickelte sich zu einer kaum zu bremsenden Redeflut des Präsidenten, der von einem Thema zum nächsten sprang – ohne seinem Gegenüber nennenswerte Gelegenheit zum Eingreifen zu geben.

Podcaster platzt während Trump-Interview der Kragen

Rund 15 Minuten nach Beginn des Interviews war die Situation bereits eskaliert: Beck zappelte sichtlich nervös auf seinem Stuhl und verzog das Gesicht, während Trump in ausufernden Monologen seine Sicht der Dinge darlegte. Am Ende platzte dem Moderator der Kragen – ausgerechnet wegen einer Werbeunterbrechung, wie "Raw Story" berichtete.

Von Dolly Parton bis zum Iran – Trump auf thematischer Achterbahnfahrt

Der Präsident nutzte das Gespräch mit Beck als Bühne für einen wahren Rundumschlag. Thematisch schlug Trump dabei weite Bögen: Vom Ableben der Country-Legende Dolly Parton schwenkte er zum bewaffneten Konflikt im Iran, um schließlich beim schwelenden Handelskrieg mit Kanada zu landen.

Für den Gastgeber blieb dabei kaum Raum, eigene Fragen zu platzieren oder das Gespräch in geordnete Bahnen zu lenken. Stattdessen musste Beck zusehen, wie Trump ungebremst von einem Themenkomplex zum nächsten wechselte – ein Monolog, der den erfahrenen Moderator zunehmend sichtbar an seine Grenzen brachte.

60 Milliarden Dollar Verlust – Trumps Abrechnung mit Kanada sorgt für Zündstoff

Besonders beim Thema Kanada kam Trump in Fahrt. Er pochte darauf, einen "ziemlich guten Deal" gehabt zu haben, und betonte, dass die Kanadier aus Angst vor seinen Maßnahmen ohnehin keine Geschäfte mehr machten. "Die haben nichts, was wir unbedingt brauchen", stellte der Präsident klar. Zwar räumte er ein, dass es "ein paar Dinge gibt, die es unbequem machen", diese seien jedoch anderweitig zu beschaffen.

Dann holte Trump zum eigentlichen Schlag aus: "Es ist an der Zeit, Kanada eine Lektion zu erteilen", erklärte er und verwies auf ein Handelsdefizit von 60 Milliarden Dollar. Beck versuchte währenddessen vergeblich, sich einzuschalten, und rutschte unruhig auf seinem Platz hin und her.

Glenn Beck unterbricht Trump live im Interview: "Ich kann nicht glauben, dass ich Ihnen das sagen muss!"

Schließlich riss Beck der Geduldsfaden. Mitten in Trumps Kanada-Tirade unterbrach der Podcaster den Präsidenten mit den Worten: "Herr Präsident, ich kann nicht glauben, dass ich Ihnen das sagen muss: Ich habe eine Werbepause!"

Trotz seiner offensichtlichen Frustration blieb Beck diplomatisch. Er bot Trump an, in der Leitung zu bleiben, fügte aber hinzu: "Ich weiß, dass Sie beschäftigt sind." Abschließend bedankte sich der Moderator artig für die Zeit des Staatsoberhaupts: "Ich weiß Ihre Zeit sehr zu schätzen, Sir." Ein Satz, der angesichts der vorangegangenen 15 Minuten fast schon nach Galgenhumor klang.

Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.