Donald Trump: Von Reue keine Spur - US-Präsident gesteht, Kanada-Gespräche torpediert zu haben

Donald Trump hat in einem Telefoninterview mit CNN-Journalist Jim Sciutto ein unerwartetes Geständnis abgelegt. Der US-Präsident sprach offen darüber, im Handelsstreit mit Kanada einen Fehler gemacht und die Gespräche torpediert zu haben.

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Donald Trump gab offen zu, die Handelsgespräche mit Kanada torpediert zu haben. (Foto) Suche
Donald Trump gab offen zu, die Handelsgespräche mit Kanada torpediert zu haben. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon
  • Donald Trump legt in Interview unerwartetes Geständnis ab
  • US-Präsident gesteht Fehler im Handelsstreit mit Kanada
  • Kanada kündigt Vergeltungszölle auf US-Waren an

Das Donald Trump einen Fehler eingesteht, ist eher die Ausnahme, als die Regel. Doch in einem Telefonat mit CNN-Reporter Jim Sciutto hat der US-Präsident offen eingeräumt, die Handelsgespräche mit Kanada torpediert zu haben.

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Donald Trump legt in Interview unerwartetes Geständnis ab

Als Jim Sciutto Donald Trump mit dem Vorwurf kanadischer Regierungsvertreter konfrontierte, wonach die Vereinigten Staaten in letzter Minute neue Bedingungen in die Gespräche eingeschoben hätten, antwortete der US-Präsident ganz lapidar: "Das klingt nach mir." Auf die Nachfrage, ob er dies also nicht bestreite, legte Trump nach: "Nein, nein, ich leugne nichts." Eine bemerkenswert unverblümte Aussage – selbst für Trump'sche Verhältnisse. Der CNN-Journalist teilte den Gesprächsausschnitt anschließend auf der Plattform X.

US-Präsident gesteht Fehler im Handelsstreit mit Kanada

Das Telefonat zwischen dem US-Präsidenten und dem CNN-Reporter kam zustande, nachdem Kanada kurz zuvor Vergeltungszölle auf eine breite Palette amerikanischer Produkte verkündet hatte. Der Handelskonflikt zwischen den beiden Nachbarländern hatte sich damit weiter zugespitzt. Kanadische Regierungsvertreter hatten öffentlich den Vorwurf erhoben, die US-Seite habe in einer späten Phase der Verhandlungen plötzlich zusätzliche Bedingungen auf den Tisch gelegt – ein Manöver, das die bis dahin laufenden Gespräche faktisch zum Scheitern verurteilte.

Trump gibt offen zu, Handelsgespräche torpediert zu haben

Donald Trumps freimütiges Eingeständnis gegenüber CNN bestätigte diese Darstellung nun im Grunde vollständig und liefert Kanada unfreiwillig die Bestätigung für die eigene Version der Ereignisse. Seine Verhandlungstaktik verteidigte der 80-Jährige gegenüber Sciutto mit entwaffnender Direktheit. Kanada müsse "einen fairen Betrag zahlen", erklärte er gegenüber dem CNN-Reporter. Sollte Ottawa dazu nicht bereit sein, werde es eben keine Einigung geben. "Das ist in Ordnung", so der Präsident wörtlich.

Donald Trump völlig unbekümmert nach torpedierten Handelsgesprächen mit Kanada

Von Reue oder dem Eingeständnis eines strategischen Fehlers war in Trumps Worten keine Spur zu finden. Im Gegenteil: Der US-Präsident stellte seine Last-Minute-Forderungen als völlig legitimes Druckmittel dar. Dass er damit funktionierende Verhandlungen sabotiert und einen eskalierenden Handelskrieg mit dem engsten Nachbarland der USA ausgelöst hatte, schien ihn wenig zu bekümmern.

Zwischen Spott und Alarmstimmung - Trump-Beichte sorgt für kontroverse Reaktionen

Die Reaktionen auf Donald Trumps ungewöhnlich offenherziges Geständnis fielen erwartungsgemäß gespalten aus. Der kanadische Comedian Dean Blundell kommentierte auf X mit beißendem Humor: "Immerhin hat er es zugegeben. LOL. Eine Clown-Veranstaltung." Deutlich besorgter äußerte sich Grant Stern, Chefredakteur von Occupy Democrats, der warnte, Trump treibe die amerikanische Fertigungswirtschaft an den Rand des Abgrunds.

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