Friedrich Merz: Kanzler am Ende? Mehrheit rechnet mit Ablösung vor 2029

Diese Umfrageergebnisse sind ein Armutszeugnis für Friedrich Merz. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage glaubt eine Mehrheit der Deutschen, dass der Kanzler noch vor 2029 abgelöst wird. 18 Prozent rechnen sogar mit einem vorzeitigen Merz-Aus noch in diesem Jahr.

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Droht dem Kanzler ein vorzeitiges Aus? Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
  • Verheerender Umfrage-Hammer für Friedrich Merz
  • Mehrheit der Deutschen rechnet mit Ablösung vor 2029
  • 18 Prozent rechnen mit Merz-Aus noch 2026
  • Hendrik Wüst sticht Friedrich Merz bei der Kanzlerfrage aus

Die Luft wird dünner für Friedrich Merz. Nach seiner dreiwöchigen Sommerpause erlebte der Kanzler jüngst einen denkbar unangenehmen Wiedereinstieg in den politischen Alltag. Bei seinem Besuch im Waldbrand-Krisengebiet in der Eifel wurde der CDU-Chef von den Anwesenden mit Pfiffen und Buhrufen empfangen.

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Verheerender Umfrage-Hammer für Friedrich Merz

Auch im politischen Berlin hagelt es Kritik: die Auszeit sei zu lang gewesen, die Krisenkommunikation mangelhaft und die Durchsetzungsfähigkeit unzureichend. Wie ernst die Lage für Friedrich Merz tatsächlich ist, verdeutlicht auch eine aktuelle YouGov-Umfrage. Wie die "Bild" berichtet, hält es eine Mehrheit der Deutschen für unwahrscheinlich, dass Friedrich Merz seine Kanzlerschaft bis zur regulären Bundestagswahl 2029 durchsteht.

Mehrheit rechnet mit Merz-Ablösung vor 2029

Gut ein Drittel der Befragten (36 Prozent) geht davon aus, dass Friedrich Merz zwar das laufende Jahr noch im Amt übersteht, jedoch vor der nächsten regulären Bundestagswahl abgelöst wird. Noch pessimistischer blicken 18 Prozent auf Merz' Zukunft. Sie erwarten ein vorzeitiges Ende seiner Kanzlerschaft noch in diesem Jahr. Heißt: Insgesamt rechnet eine Mehrheit von 54 Prozent damit, dass der Bundeskanzler nicht bis 2029 durchhält und seinen Posten räumen muss. Dem gegenüber stehen 29 Prozent der Wahlberechtigten, die darauf vertrauen, dass Merz die komplette Legislaturperiode als Regierungschef absolviert. Die restlichen 17 Prozent legten sich in dieser Frage nicht fest.

Friedrich Merz erleidet Autoritätsverlust durch Personalumbau

Besonders der Kabinettsumbau kurz vor der Sommerpause hat dem Kanzler laut YouGov-Umfrage in der öffentlichen Wahrnehmung geschadet. Satte 67 Prozent der Befragten sehen darin keinen Beleg für Führungsstärke, sondern einen spürbaren Autoritätsverlust. Im Zentrum der Kritik steht dabei die als unwürdig empfundene Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder sowie die anschließend missglückte Neubesetzung des Postens mit Fritz Güntzler.

Im Detail bewerten 36 Prozent den Machtverlust als gravierend, weitere 31 Prozent stufen ihn als zumindest deutlich wahrnehmbar ein. Gerade einmal ein Prozent attestiert Friedrich Merz einen deutlichen Autoritätsgewinn, fünf Prozent sehen immerhin einen kleinen. Für 19 Prozent hat sich an seiner Stellung nichts verändert.

Hendrik Wüst sticht Friedrich Merz bei der Kanzlerfrage aus

Besonders brisant für Friedrich Merz: In der Frage, wer den Kanzlerposten besser ausfüllen könnte, schneidet ein Parteifreund deutlich besser ab. Nur magere neun Prozent der Befragten halten Merz persönlich für die geeignetere Besetzung. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst kommt hingegen auf 25 Prozent – fast dreimal so viel Zuspruch wie der amtierende Regierungschef.

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