Donald Trump: "Schlachtung vor aller Augen" - neuer Skandal bringt Trump in Erklärungsnot

Neuer Ärger für Donald Trump: Tausende Wildpferde werden unter seiner Regierung für Spottpreise verkauft. Tierschützer erheben schwere Vorwürfe – und sprechen von Schlachtung durch die Hintertür.

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Ein Wildpferde-Skandal bringt Donald Trumps Regierung in Erklärungsnot. (Foto) Suche
Ein Wildpferde-Skandal bringt Donald Trumps Regierung in Erklärungsnot. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump in der Kritik: Tausende Wildpferde werden unter seiner Regierung verkauft
  • Brisante Verkäufe: Mustangs wechseln für teils nur 25 Dollar den Besitzer
  • Schlachtung durch die Hintertür: Tierschützer erheben schwere Vorwürfe gegen Trumps Behörde

Tausende Wildpferde werden in den USA unter der Trump-Regierung offenbar systematisch in den Tod geschickt. Wie die "New York Times" am Donnerstag auf Grundlage von Regierungsdokumenten berichtete, hat das Bureau of Land Management – die für öffentliches Land zuständige Bundesbehörde – seine Pferdeverkäufe an Dritte seit Trumps Amtsantritt mehr als verdoppelt. Über 3.700 Mustangs wechselten demnach den Besitzer.

Donald Trump schickt heimlich Tausende von Pferden in den Tod

Die Tiere werden mit Hubschraubern zusammengetrieben, in Metalltransporter verladen und über Hunderte Kilometer verfrachtet – nur um am Ende billig abgestoßen und zur Schlachtung ins Ausland gebracht zu werden. Offiziell ist das Schlachten von Wildpferden in den USA verboten. Doch die Behörde nutzt ein rechtliches Schlupfloch, um genau das über Umwege zu ermöglichen.

Wildpferde für 25 Dollar: So funktioniert das umstrittene System

Der Mechanismus dahinter ist so simpel wie zynisch: Das gesetzliche Verbot untersagt der Behörde zwar, Wildpferde selbst zu schlachten. Niemand hindert sie jedoch daran, die Tiere zu Spottpreisen an Zwischenhändler abzugeben. Laut der Analyse der "New York Times" wechseln manche Mustangs für gerade einmal 25 Dollar den Besitzer – obwohl allein das Einfangen eines einzelnen Tieres die Steuerzahler rund 3.000 Dollar kostet.

Für die Aufkäufer ist das Geschäft dagegen äußerst lukrativ: In ausländischen Schlachtbetrieben lassen sich pro Pferd bis zu 750 Dollar erlösen. Die Behörde verkauft also mit massivem Verlust, während Dritte aus dem Weiterverkauf der Tiere zur Schlachtung erhebliche Gewinne ziehen. Ein Verlustgeschäft auf Kosten der Steuerzahler – und der Pferde.

58.000 Wildpferde und Esel in staatlicher Obhut

Hinter dem massenhaften Verkauf steckt ein gewaltiges Kapazitätsproblem. Auf geschütztem öffentlichem Land in den USA streifen derzeit rund 73.000 Wildpferde umher. Um die Bestände zu regulieren, fängt die Behörde jährlich etwa 9.500 Tiere ein. Rund die Hälfte davon wird zur Adoption freigegeben, der Rest landet in einem staatlichen Auffangsystem.

Dieses System beherbergt mittlerweile 58.000 Pferde – und verschlingt jährlich 100 Millionen Dollar an Steuergeldern. Der Kostendruck ist also enorm. Laut "New York Times" schlug das Bureau of Land Management sogar vor, die Tiere mittels Gaskammern zu töten, um die Ausgaben zu senken. Der Kongress blockierte diesen Vorstoß jedoch – aus Angst vor einem öffentlichen Aufschrei.

"Schlachtung vor aller Augen" - Tierschützer erheben schwere Vorwürfe gegen Trump-Behörde

Tierschützer reagieren mit scharfer Kritik auf die Praxis. Clare Staples, Betreiberin eines Wildpferde-Schutzgebiets, wirft der Behörde bewusstes Wegschauen vor: "Das BLM erklärt der Öffentlichkeit, dass Schlachtung kein Thema sei, aber sie betreiben sie vor aller Augen", sagte sie der "New York Times". "Sie drücken beide Augen zu. Und die Einzigen, die für das bestraft werden, was hier passiert, sind die Pferde."

Trumps Drängen auf eine Tötung der Tiere hat dabei Vorgeschichte: Bereits im Project 2025, dem politischen Grundsatzpapier der Heritage Foundation, wurde der Kongress zum Handeln in dieser Frage aufgefordert. Die Behörde selbst beteuert hingegen, sich weiterhin dafür einzusetzen, die Tiere "in gute Hände zu vermitteln" und ihr Wohlergehen zu schützen.

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