Donald Trump: Trump außer Kontrolle? Reagan-Redenschreiberin schlägt Alarm

Donald Trump gerät politisch zunehmend unter Druck – und ausgerechnet eine konservative Stimme schlägt jetzt Alarm. Reagan-Redenschreiberin Peggy Noonan warnt vor einem rastlosen Präsidenten, der ausgerechnet in der Krise nach dem nächsten Drama suchen könnte.

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Donald Trump wird immer rastloser – droht jetzt die nächste Krise? (Foto) Suche
Donald Trump wird immer rastloser – droht jetzt die nächste Krise? Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Reagan-Redenschreiberin Peggy Noonan warnt eindringlich vor Trumps zunehmender Rastlosigkeit
  • Der Präsident wirke unsicher und habe offenbar keinen klaren nächsten Schritt
  • Noonan sieht bei Trump ein Muster aus Drama, Konfrontation und neuen Krisen

Donald Trump wird rastlos – jetzt schlägt Reagans frühere Redenschreiberin Alarm

Die konservative Kolumnistin Peggy Noonan, einst Redenschreiberin unter Präsident Ronald Reagan, schlägt Alarm: Donald Trump werde zunehmend rastlos – und das könnte gefährlich werden. In ihrer am Donnerstag im "Wall Street Journal" veröffentlichten Kolumne zeichnet sie das Bild eines Präsidenten, der angesichts desaströser Umfragewerte und einer sich abzeichnenden Post-Trump-Ära den Drang verspüren könnte, eine neue Krise vom Zaun zu brechen.

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Trump unter Druck: Sinkende Zustimmung sorgt für Nervosität

Trumps Zustimmungswerte liegen laut RealClearPolitics bei gerade einmal 38,9 Prozent, während 59 Prozent der Befragten seine Arbeit ablehnen. Eine Erhebung des "Economist" sieht ihn sogar noch schlechter dastehen. Für Noonan ist Trumps tief verwurzelte Angst vor Langeweile dabei das eigentliche Problem – eine Schwäche mit potenziell weitreichenden Konsequenzen.

Peggy Noonan warnt: Trump weiß nicht, was er tut

 

"Raw Story" zufolge beschreibt Noonan einen Amtsinhaber, der die Kontrolle über das Narrativ verloren hat. "Jetzt wirkt er, als wüsste er nicht, was sein nächster Schritt ist", schreibt sie. "Er ist unsicher. Er wirkt nicht ... kompetent."

Besonders brisant: Diese Einschätzung kommt nicht aus dem progressiven Lager, sondern von einer Stimme des konservativen Establishments. Noonan stützt ihre Analyse auf harte Zahlen – die RealClearPolitics-Daten zeigen eine Kluft von zwanzig Prozentpunkten zwischen Ablehnung und Zustimmung. Dass der "Economist" Trump sogar noch tiefer im Keller sieht, unterstreicht den Abwärtstrend zusätzlich.

Gleichzeitig sei allen Beteiligten klar, dass die Post-Trump-Ära näher rücke – etwa zwei Jahre nach der Novemberwahl, so Noonan. Diese Erkenntnis dürfte die Nervosität im Weißen Haus kaum dämpfen.

Trump und das Drama: Noonan erkennt ein gefährliches Muster

 

Noonan identifiziert bei Trump ein sich ständig wiederholendes Verhaltensmuster. Bereits im Anfang des Jahres erklärte sie in ihrer Kolumne: "Er erzeugt Drama oder eine Krise, ruft eine Gegenkraft hervor, attackiert diesen neuen Feind, erlebt Angst – wird mein Glück halten? – besiegt den neuen Feind, fühlt Erleichterung, entspannt sich", beschreibt sie den Zyklus. "Dann, wieder rastlos und auf der Pirsch, erzeugt er neues Drama."

Untermauert wird diese Analyse durch eine Szene aus dem Buch "Regime Change" von Maggie Haberman und Jonathan Swan über Trumps zweite Amtszeit. Darin habe Tucker Carlson versucht, Trump vom Iran-Krieg abzubringen. Trumps Antwort: "Ich weiß, dass du dir Sorgen machst, aber es wird schon gut gehen." Woher er das wisse? "Weil es das immer ist." Kampf sei schlicht sein "politischer Standardmodus", so Noonan.

Wenn Trump scheitert, scheitert er groß

Noonans Kernbotschaft ist unmissverständlich: Trumps Hang zur permanenten Konfrontation sei eine "echte Schwäche". Was bei einem Geschäftsmann oder Entertainer als exzentrische Eigenart durchgehen mag, gewinnt im Oval Office eine völlig andere Dimension. Die Einsätze seien als Präsident "oft hoch, und wenn man scheitert, ist das ein gewaltiges Scheitern", warnt die Kolumnistin.

Der blinde Glaube, dass sich die Dinge schon irgendwie zu seinen Gunsten fügen werden, könnte Trump in den verbleibenden Amtsjahren zu immer riskanteren Manövern verleiten. Denn je näher das Ende seiner Präsidentschaft rückt, desto stärker dürfte die Rastlosigkeit werden – und mit ihr der Drang, neues Drama zu entfachen. Noonans Warnung richtet sich dabei ausdrücklich an das eigene politische Lager.

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