Donald Trump: Peinliche Affäre fällt Trump auf die Füße - doch er weist jede Schuld von sich

Nun ist die Blamage vollständig. Donald Trump wusste wohl schon Anfang Juni, dass seine beauftragte Renovierung den Reflecting Pool zerstört hat. Trotzdem wurde Anklage gegen einen Ex-Olympioniken erhoben, dem bis zu zehn Jahre Haft drohten.

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Donald Trump hat einen neuen Schuldigen für sein Pool-Desaster gefunden. (Foto) Suche
Donald Trump hat einen neuen Schuldigen für sein Pool-Desaster gefunden. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump schiebt Schuld bei Pool-Affäre weit von sich
  • Donald Trump spricht von "Zerstörung"
  • Donald Trump tobt gegen eigene Staatsanwältin
  • Donald Trumps Pool-Desaster nimmt kein Ende

Donald Trumps Pool-Affäre nimmt kein Ende. Neue Schilder an den Absperrzäunen rund um den Reflecting Pool in Washington sollen Besuchern erklären, warum das Gewässer vor dem Lincoln Memorial derzeit trockengelegt ist. Spoiler: Donald Trump, der zuletzt mit einer mysteriösen Auswölbung unter seiner Hose für Schlagzeilen sorgte, ist natürlich nicht dafür verantwortlich.

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Donald Trump schiebt Schuld beim Pool-Desaster weit von sich

Die Schuld liegt, neben Bereichen, die "von Vandalen beschädigt" worden seien, laut der Trump-Regierung bei früheren Administrationen. Seit 1922 hätten Vorgängerregierungen das Wahrzeichen vernachlässigt, heißt es auf den Hinweistafeln. Verstopfte Rohre und verschmutzte Gehwege werden als Beweis angeführt.

Das Problem an dieser Erzählung: Gerichtsdokumente, die eingereicht wurden, zeichnen ein völlig anderes Bild. Demnach hatten Ingenieure die Regierung bereits Anfang Juni davor gewarnt, dass sich die Bodenbeschichtung des Pools ablöst - und zwar als direkte Folge des Renovierungsprozesses und der dabei eingesetzten Materialien. Donald Trumps eigene "Maga-Staatsanwältin" Jeanine Pirro hatte zuvor bereits eingeräumt, dass die Schäden am Becken durch Trumps eigenen Auftragnehmer verursacht wurden - und nicht durch "böswillige" Vandalen, wie der US-Präsident zuvor behauptet hatte.

  • Die Geschichte des Reflecting-Pool-Debakels beginnt mit einer bemerkenswerten Personalentscheidung: Den Auftrag, das Becken in ein "American Flag Blue" zu verwandeln, erhielt ein Unternehmer, der zuvor einen Pool auf Trumps Golfanlage in Virginia instand gesetzt hatte.
  • Was als patriotisches Prestigeprojekt gedacht war, entwickelte sich zu einer Kette aus gescheiterter Renovierung, haltlosen Vandalismus-Vorwürfen und juristischen Fehlschlägen.

Donald Trump spricht von "Zerstörung" durch mehrere Personen

Die veröffentlichte Gerichtsakte liefert brisante Details zur Chronologie des Debakels. Der stellvertretende US-Staatsanwalt Michael Spence, der unter Pirro arbeitet, legte dar, dass Ingenieure die Regierung bereits am 11. Juni über massive Probleme mit der Poolbeschichtung informiert hatten. Die Auskleidung löste sich demnach als direkte Konsequenz der Renovierungsarbeiten und der verwendeten Materialien ab.

Die Warnung vom 11. Juni habe "erhebliche Zweifel" daran aufkommen lassen, dass der Angeklagte die Schäden an der Beschichtung verursacht habe, so Spence in der Akte laut "The Daily Beast". Das abgelöste Stück sei lediglich "Übersprühung von geringem oder keinem Wert" gewesen. Dennoch beschuldigte Donald Trump nach der Wiedereröffnung des Pools mehrere Personen öffentlich, das Wahrzeichen "zerstört" zu haben.

Donald Trump tobt gegen eigene Staatsanwältin

Trotz der internen Warnungen nahm Trump nach der Wiedereröffnung des Pools besonders den ehemaligen Olympia-Athleten Dave Hearn ins Visier. Gegen den Sportler wurde Anklage erhoben - ihm drohten bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Hearn plädierte auf nicht schuldig.

Dann kam die Kehrtwende: Pirro ließ die Anklage Ende vergangenen Monats fallen - eine Entscheidung, die sie beinahe ihren Posten gekostet hätte. Laut Spence hätten die nachträglich bekannt gewordenen Ingenieurswarnungen "die Fähigkeit der Regierung sabotiert, ihre Beweislast zu erfüllen". Die entscheidenden Informationen seien den Staatsanwälten erst Wochen nach der Anklageerhebung durch die Grand Jury übermittelt worden. Trumps Reaktion fiel entsprechend harsch aus: "Ich war enttäuscht von Jeanine Pirro", erklärte er Reportern im Oval Office. "Wirklich enttäuscht. Sie ist eingeknickt wie ein Regenschirm."

Donald Trumps Pool-Desaster nimmt kein Ende

Während die politische Schuldfrage weiter kreist, sind die physischen Spuren des Desasters am Reflecting Pool kaum zu übersehen. Seit dieser Woche läuft laut "The Daily Beast" eine weitere Reparaturrunde: Arbeiter reinigen das trockengelegte Becken mit Hochdruckwäschern, dichten die Dehnungsfugen am Rand mit Dichtmasse ab und reißen großflächig zerstörte Auskleidungsbahnen heraus. Kleinere Fragmente des gescheiterten Materials werden zusammengekehrt und weggeblasen.

Ursprünglich sollte das Wahrzeichen rechtzeitig zu den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten am 4. Juli in neuem Glanz erstrahlen. Dieses Ziel wurde deutlich verfehlt. Wann Touristen den ikonischen Ort vor dem Lincoln Memorial wieder besuchen können, bleibt völlig offen.

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