Annalena Baerbock: "Es geht um Leben und Tod" – Baerbock-Appell sorgt für kontroverse Reaktionen
Annalena Baerbock schlägt zum Welttag der humanitären Hilfe eindringlich Alarm. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung warnt davor, dass weltweite Kürzungen bei Hilfsgeldern für Millionen Menschen lebensbedrohliche Folgen haben könnten.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Annalena Baerbock kritisiert drastische Kürzungen bei internationalen Hilfsgeldern
- Wichtige medizinische und humanitäre Angebote fehlen in einigen Staaten
- Kritik und Zuspruch nach Baerbock-Video
Annalena Baerbock richtet zum Welttag der humanitären Hilfe einen eindringlichen Appell an die Weltgemeinschaft. In einem Instagram-Video warnt die Präsidentin der UN-Generalversammlung vor dramatischen Folgen gekürzter Hilfsgelder. Besonders in Krisengebieten wie Sudan, Somalia und Syrien geht es dabei um mehr als abstrakte Milliardenbeträge – für Millionen Menschen steht laut Baerbock das nackte Überleben auf dem Spiel.
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Annalena Baerbock warnt vor Folgen der Hilfsgeld-Kürzungen
Annalena Baerbock prangert in ihrem Video die drastischen Einschnitte bei internationalen Hilfsgeldern an und ruft Geberländer zum Handeln auf. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe seien für manche regelrecht "zur Mode geworden", kritisiert die Präsidentin der UN-Generalversammlung. Doch hinter den Zahlen stünden Menschenleben: "Wir sprechen über Mittel, die für Millionen von Menschen den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen können." Die ehemalige Bundesaußenministerin fordert Staaten und große Geldgeber deshalb auf, "einen Schritt nach vorne zu machen, nicht zurück".
Die 45-Jährige untermauert ihren Appell mit konkreten Beispielen aus drei Krisenregionen. Im Sudan stehen Unicef weniger Mittel zur Verfügung, um Kinder medizinisch zu versorgen. Mehr als 825.000 Minderjährige schweben dort wegen schwerer Mangelernährung in akuter Lebensgefahr. Auch in Somalia sind die Folgen der Kürzungen spürbar. Gesundheitspartner mussten mobile Kliniken und grundlegende medizinische Angebote zurückfahren. Dadurch sei die Bevölkerung Krankheitsausbrüchen wie Cholera stärker ausgesetzt.
Besonders dramatisch ist die Situation laut Baerbock in Syrien. Dort musste das Welternährungsprogramm sein Brotsubventionsprogramm aussetzen, von dem bis zu vier Millionen Menschen abhängig waren – ausgerechnet in einer Phase, in der die syrische Bevölkerung erstmals auf Stabilität und Wiederaufbau hoffe.
23 Milliarden Dollar für 87 Millionen Menschen
Angesichts der massiven Mittelkürzungen war das UN-Nothilfebüro OCHA gezwungen, die globale Hilfe drastisch einzuschränken. Die Organisation konzentriert sich nun auf die 87 Millionen Menschen, deren Leben am unmittelbarsten bedroht ist. Doch selbst dieser auf das Nötigste zusammengestrichene Plan ist nicht ausreichend finanziert. Der Hilfsappell umfasst ein Volumen von 23 Milliarden Dollar. Baerbock bezeichnet diese Summe als den Preis dafür, "Lebensadern für Menschen offen zu halten, die ohne sie möglicherweise nicht überleben". Damit richtet sie ihren Appell an Mitgliedstaaten und große Geber. Sie müssten helfen, die Versorgung der 87 Millionen Menschen sicherzustellen, deren Leben nach Einschätzung der Vereinten Nationen besonders akut bedroht ist.
Baerbock auf Instagram zwischen Kritik und Zuspruch
Auf Instagram fällt die Reaktion auf Baerbocks Video unterschiedlich aus. Während ein Nutzer den Auftritt als "voll peinlich und zum Fremdschämen" bezeichnet, äußern sich andere wohlwollend. "Gut, dass du so stabil bleiben kannst", kommentiert ein Unterstützer. Ein weiterer Kommentar lautet: "Niemand außer dir hat jemals über meine Menschlichkeit gesprochen." Die geteilten Meinungen spiegeln die kontroverse Debatte wider, die Baerbocks öffentliche Auftritte in sozialen Medien regelmäßig auslösen.
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bua/gom/news.de
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