Donald Trump: Verängstigte Mitarbeiter fliehen in Scharen - US-Präsident sitzengelassen
Massenflucht im US-Finanzministerium. Rund 44 Prozent der vom Senat bestätigten Beamten haben unter Donald Trump ihre Posten verlassen - weit mehr als unter allen Ex-Präsidenten. Damit hat Trump einen neuen historischen Rekord aufgestellt.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Verängstigte Mitarbeiter fliehen in Scharen
- Massenflucht stellt neuen historischen Rekord dar
Das US-Finanzministerium erlebt unter Donald Trump eine Massenflucht, wie es sie in diesem Jahrhundert noch nicht gegeben hat. Sieben von 16 durch den Senat bestätigten Beamten haben seit Trumps Amtsantritt entweder gekündigt oder wurden aus ihren Positionen gedrängt – das entspricht rund 44 Prozent, wie die überparteiliche Organisation Partnership for Public Service ermittelt hat.
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Donald Trump sitzengelassen – Massenflucht im US-Finanzministerium
Mindestens vier der sieben ranghöchsten sogenannten Treasury-Vertreter haben laut "NOTUS" die Flucht ergriffen, nachdem es zu Auseinandersetzungen mit der Trump-Regierung über "Forderungen, das Steuerrecht zu dehnen, wenn nicht zu brechen" gekommen war.
Zoff im Finanzministerium aufgrund von Trumps umstrittenem 1,8-Milliarden-Dollar-Deal
Im Zentrum der internen Konflikte steht ein brisanter Vorschlag der Trump-Administration: Ein 1,8 Milliarden Dollar schwerer Fonds sollte eingerichtet werden, um Verbündete des Präsidenten zu entschädigen – als Teil einer Vereinbarung mit der Steuerbehörde IRS, sämtliche vergangenen und künftigen Steuerprüfungen gegen Trump und seine Familie einzustellen. Der Deal scheiterte letztlich am Widerstand republikanischer Senatoren.
Trump-Mitarbeiter fliehen in Scharen, weil Grenzen überschritten wurden
Doch das soll nicht der einzige Streitpunkt innerhalb des Ministeriums gewesen sein. Trumps Regierung drängte außerdem darauf, vertrauliche Steuerdaten von Bürgern für Abschiebungsmaßnahmen zu nutzen. Auch dagegen regte sich erheblicher Widerstand in den Reihen der Treasury-Beamten. Beide Vorstöße verdeutlichen, warum so viele hochrangige Mitarbeiter das Ministerium verlassen haben – die Grenzen des rechtlich Vertretbaren wurden aus ihrer Sicht überschritten. Die Konsequenz sei vielen Beamten schmerzlich bewusst: Wer fragwürdige Anweisungen umsetzt, riskiert nicht nur seinen Ruf, sondern möglicherweise seine gesamte berufliche Zukunft.
Massenflucht stellt neuen historischen Rekord dar
Ein Vergleich mit Donald Trumps Vorgängern macht das Ausmaß der Krise erst deutlich. Zum selben Zeitpunkt ihrer jeweiligen Amtszeiten hatten die Regierungen unter Barack Obama und Joe Biden keinen einzigen senatsbestätigten Beamten im Finanzministerium verloren. Unter George W. Bush und während Trumps erster Amtszeit waren es jeweils gerade einmal zwei Beamte, die das Ministerium verließen, wie die Partnership for Public Service dokumentiert hat. Sieben Abgänge in derselben Zeitspanne sind damit nicht nur ein neuer historischer Rekord, sondern eine völlig andere Größenordnung.
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fka/bua/news.de/stg
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