Jared Kushner: US-Präsident bislang gescheitert - Trump-Schwiegersohn zieht bittere Bilanz
Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner muss eingestehen, dass nach 60 Tagen Waffenstillstand mit dem Iran immer noch keine Einigung in Reichweite ist. Es kommt einem Scheitern des US-Präsidenten gleich.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Jared Kushner warnt: Donald Trump braucht Geduld
- US-Präsident scheitert im Iran-Krieg bislang
- Donald Trump droht Oman mit Bombardierung
- Nach Trump-Angriffen: Straße von Hormus seit Februar blockiert
Der 60-tägige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist ausgelaufen - ohne dass eine Einigung in Sicht wäre. Jared Kushner, Schwiegersohn und politischer Berater von US-Präsident Donald Trump, räumte in einem Interview mit "Fox News" offen ein, dass die Verhandlungen noch weit von einem Abschluss entfernt seien. Ein weiterer Rückschlag für Trump, der auf offener Bühne zuletzt ein Haar-Geheimnis lüftete.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Jared Kushner warnt: Donald Trump braucht Geduld
Kushner machte deutlich, dass die jahrzehntelange Funkstille zwischen Washington und Teheran eine schwere Hypothek für die Gespräche darstelle.
- "Es gibt wirklich nicht viel Vertrauen zwischen Amerika und dem Iran nach all den Jahren ohne Beziehungen und Dialog", erklärte er gegenüber "Fox News".
Dennoch bewertete der Trump-Berater die laufenden Gespräche als so intensiv wie nie zuvor. Der Austausch sei "wahrscheinlich umfangreicher als jemals zuvor". Ohne gegenseitiges Verständnis könne man keine Vereinbarungen treffen, betonte Kushner. Trump werde sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, versicherte sein Schwiegersohn.
- "Präsident Trump wird sehr geduldig sein. Er will keinen Deal überstürzen. Er wird die richtige Vereinbarung treffen, wenn die richtige Vereinbarung bereit ist", so Kushner. Die Gespräche seien jedoch aktiv und konstruktiv.
US-Präsident scheitert im Iran-Krieg bislang
Die Bedingungen der US-Regierung für eine Einigung formulierte Kushner unmissverständlich. "Sie müssen ein richtiges Land sein wollen - das bedeutet keine Atomwaffen und keine Terrorfinanzierung in der Region", sagte er. Trump strebe einen fairen Deal an, der für beide Seiten vorteilhaft sein könne. Allerdings signalisiere Teheran bislang keinerlei Bereitschaft, auf diese Grundforderungen einzugehen.
- Iran zeige "kein Interesse daran, etwas zu tun, das für uns Sinn ergibt", räumte Kushner das bisherige Scheitern der Trump-Maßnahmen ein.
Als aktuelles Druckmittel setzt die US-Regierung laut dem Trump-Berater vor allem auf wirtschaftlichen Druck. Die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten liege derzeit darauf, ökonomischen Druck auf die Region auszuüben - ein Signal, dass Washington die Sanktionsschraube weiter anziehen könnte.
Donald Trump droht Oman mit Bombardierung
Für besonderes Aufsehen sorgte jüngst Trumps aggressive Warnung an den Golfstaat Oman - eigentlich ein wichtiger Verteidigungspartner der USA im Nahen Osten. Hintergrund sind Omans Verhandlungen mit dem Iran über einen Plan, die Straße von Hormus unter gemeinsame Kontrolle zu stellen.
Trump hatte bereits zuvor klargestellt, dass der Iran die strategische Wasserstraße nicht kontrollieren dürfe, indem er von US-unterstützten Öltankern Abgaben oder Steuern verlange. Zuletzt verschärfte er den Ton drastisch.
- "Wenn Oman sich in den Weg stellt, werden wir sie in Grund und Boden bomben", sagte der Präsident in einem Interview mit "Fox News".
- Oman fungiert traditionell als diplomatischer Vermittler zwischen dem Weißen Haus und dem iranischen Regime.
Nach Trump-Angriffen: Straße von Hormus seit Februar blockiert
Die strategisch bedeutsame Meerenge ist seit Ende Februar (von wenigen Pausen abgesehen) gesperrt, als der Iran sie nach US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen schloss. Durch die enge Wasserstraße wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert - ihre Blockade hat weitreichende Folgen für die internationalen Energiemärkte.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Trump-Biograf sicher - Melania hat "die Rolle der Ehefrau aufgegeben"
- US-Präsident steuert auf fatalen Fehler zu - Experte sagt Trump-Ende voraus
- Von Melania fehlte jede Spur - doch Natalie weicht "The Don" nicht von der Seite
- Republikaner geht im TV auf Trump los
- First Lady hat "eindeutig Informationen" - Melania soll sich unter Eid erklären
rut/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.