Wladimir Putin: Kremlchef schon wieder blamiert - Drohnen-Angriffe stoppen Militärfestival
Erst der Siegestag, dann das Russland-Tag-Konzert, dann die Marine-Parade - und jetzt auch noch das prestigeträchtige Militärmusikfestival: Ukrainische Drohnen bescheren Wladimir Putin eine beispiellose Serie demütigender Absagen.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin blamiert: Festival in Moskau abgesagt
- Ukraine-Drohnen führen wohl zu Absage von Putin-Festival
- Wladimir Putin: Eine Blamage jagt die nächste
Keine guten Nachrichten für Wladimir Putin. Neben neuen Rückschlägen in der Ukraine fällt jetzt auch noch Russlands internationales Militärmusikfestival am Spasskaja-Turm aus - zum zweiten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2007. Darüber berichtet aktuell "The Daily Beast". Die Veranstaltung, bei der Militärkapellen aus aller Welt auf dem Roten Platz auftreten, hätte am 21. August beginnen und neun Tage dauern sollen.
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Wladimir Putin blamiert: Festival in Moskau abgesagt
Putin-Kritiker sprechen von einer Blamage für den Kremlchef. Die Organisatoren veröffentlichten eine knappe Erklärung, in der sie das Festival auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Begründung nannten sie lediglich "Gründe, die außerhalb der Kontrolle der Veranstalter liegen". Das Festival genießt offiziell die Rückendeckung der russischen Regierung. Die einzige bisherige Absage erfolgte während der Corona-Pandemie. Diesmal dürfte der Grund weniger mikroskopisch klein sein - und eher am Himmel über Moskau zu finden.
Ukraine-Drohnen führen wohl zu Absage von Putin-Festival
Den wahren Grund für die Absage müssen Moskaus Bewohner nur erahnen - ein Blick nach oben genügt. Zuletzt feuerte die Ukraine eine massive Drohnenwelle auf die russische Hauptstadt ab. Laut russischen Angaben wurden über 800 unbemannte Flugkörper eingesetzt, davon mehr als 600 allein in Richtung Moskau. Unabhängig bestätigen lassen sich die Zahlen nicht.
Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, bezeichnete den Angriff als "eine der massivsten Drohnenattacken der jüngeren Vergangenheit". Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben: fünf in der südwestrussischen Region Rostow, einer in Belgorod an der ukrainischen Grenze und ein älterer Mann in Moskau selbst.
Die Intensität der ukrainischen Angriffe hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Dass unter diesen Umständen ein neuntägiges Freiluftfestival mit internationalem Publikum auf dem Roten Platz stattfinden könnte, erscheint zunehmend unrealistisch.
Wladimir Putin: Eine Blamage jagt die nächste
Das Musikfestival reiht sich in eine beispiellose Serie gestrichener Großereignisse ein, die Wladimir Putins Fassade der Stärke zunehmend untergräbt.
- Bereits im Mai wurden die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges deutlich verkleinert und ohne Militärtechnik abgehalten - offiziell wegen einer "terroristischen Bedrohung".
- Im Juni traf es dann erstmals seit 2003 das traditionelle Konzert zum Russland-Tag auf dem Roten Platz. Die Veranstaltung mit dem Titel "Die Stärke Russlands liegt in der Einheit seines Volkes" wurde ohne jede Erklärung massiv zusammengestrichen.
- Im Juli folgte die nächste Demütigung: Die pompöse Marine-Parade zum Tag der Flotte, bei der rund 200 Kriegsschiffe auf der Newa in St. Petersburg hätten auffahren sollen, wurde gestrichen. Putin wich stattdessen auf eine Videokonferenz mit Marinepersonal aus.
- Und selbst Russlands Vorzeige-Kampfdrohnenmesse Dronnitsa, geplant für Ende August in Weliki Nowgorod, wurde ebenfalls zusammengestrichen.
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rut/news.de
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