Wladimir Putin: Sturz, Tod oder Rücktritt - so könnte seine politische Karriere enden
Auch Wladimir Putin kann nicht auf ewig russischer Präsident bleiben. Wird der Kremlchef gewaltsam aus dem Amt gedrängt, tritt er irgendwann selbst zurück oder stirbt er zuvor? Und wie könnte der Machtwechsel in Moskau ablaufen? Das sind die Szenarien für das Ende seiner politischen Karriere.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Drei Szenarien für das Ende von Wladimir Putins politischer Karriere
- Russischer Präsident könnte durch Tod, Sturz oder Rücktritt aus seinem Amt scheiden
- Experte warnt vor chaotischem Machtwechsel und möglichem Bürgerkrieg
Obwohl die Kritik an Wladimir Putin im Laufe des Ukraine-Kriegs immer lauter wurde, sitzt er als russischer Präsident nach wie vor fest im Sattel. Dennoch gibt es bereits Spekulationen darüber, wie das Ende seiner politischen Karriere aussehen könnte. Ein plötzlicher Tod oder eine schwere Erkrankung des Kremlchefs, ein weiterer Putschversuch oder sogar ein überraschender Rücktritt sind die diskutierten Szenarien.
Das Ende von Wladimir Putin: Experte hält "überstürzten Machtwechsel" in Russland für möglich
Der Russlandforscher Julian G. Waller schrieb im August 2026 in einer Analyse für das außenpolitische Magazin "Foreign Affairs": "Putin wird irgendwann aus dem Amt scheiden, sei es durch Tod, Krankheit oder – entgegen aller Anzeichen – durch freiwilligen Rücktritt. Was dann geschieht, ist ungewiss." Waller hält einen "überstürzten Machtwechsel" für möglich: "Ein chaotischer Machtkampf zwischen Eliten, denen die höchsten politischen Ämter lange verwehrt blieben, oder ein fortgesetzter Verfall unter der Gerontokratie, die das Land derzeit an der Seite des russischen Diktators regiert."
Pleased to share my latest in Foreign Affairs on succession in Russia. A tale of the eventual end to Putin's long tenure, but also the passing of a graying elite cadre clinging to power and the impact of stubborn gerontocracy on rising generations below.https://t.co/BEcNVjMbX4
— Julian Waller ???? (@JulianWaller) August 7, 2026
Wird der Kremlchef durch Tod, Sturz oder Rücktritt aus seinem Amt scheiden?
Szenario 1 – Tod des Kremlchefs: Mit über 70 Jahren ist Wladimir Putin nicht mehr der jüngste Staatschef. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurden Gerüchte laut, der Kremlchef sei schwer erkrankt. Leiden wie Krebs oder Parkinson wurden ihm zugeschrieben. Ende 2023 wurde auf Telegram sogar die Nachricht verbreitet, Putin sei bereits tot und durch einen Doppelgänger ersetzt worden. Moskau dementierte. Doch selbst die ukrainische Regierung warf dem russischen Präsidenten danach immer wieder vor, sich bei öffentlichen Auftritten durch Doubles vertreten zu lassen.
Szenario 2 – Putin wird gestürzt: Im Juni 2023 geriet Putin erstmals massiv unter Druck, als die Söldnergruppe Wagner, die zuvor noch für ihn im Ukraine-Krieg kämpfte, einen Putschversuch gegen den Kremlchef startete. Der Vormarsch auf Moskau unter Jewgeni Prigoschin wurde jedoch gestoppt. Der Wagner-Boss kam nur zwei Monate später bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben. Nachdem die Ukraine 2026 ihre Drohnenattacken auf russische Energieanlagen massiv verstärkt hatte, wurde die Unzufriedenheit der Russen immer größer. Regierungskritiker wie der Blogger Ilja Remeslo prophezeiten öffentlich den bevorstehenden Sturz Putins. Doch der Kreml ging hart gegen seinen früheren Unterstützer vor und ließ ihn wegen der "Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee" festnehmen.Ohne Widerstand aus dem Amt drängen lassen will sich Putin offenbar nicht.
Szenario 3 – Wladimir Putin tritt als russischer Präsident zurück: Deshalb ist es aktuell wohl das unwahrscheinlichste Szenario, dass Putin selbst abdankt. Schließlich hat er laut Julian Waller anders als frühere postsowjetische Staatschefs noch nicht einmal klare Regelungen für die Machtübergabe festgelegt. Sollte Putin dennoch zurücktreten, würde laut russischer Verfassung zunächst Ministerpräsident Michail Mischustin sein Amt übernehmen, der laut dem Außenpolitik-Experten jedoch kein eigenes Netzwerk loyaler Unterstützer besitzt. FSB-Chef Alexander Bortnikow (74), Nationalgarde-Kommandeur Wiktor Solotow (72), Sicherheitsratssekretär Sergei Schoigu (71) und Generalstabschef Waleri Gerassimow (70) seien hingegen Kandidaten, die die Macht an sich reißen könnten.
Bürgerkriegs-Gefahr in Russland wegen Machtkampf um Putins Nachfolge
Waller erkennt beim Machtwechsel die Gefahr eines umfassenden Bürgerkriegs in Russland: "Lange Zeit unberücksichtigte Mitarbeiter ohne Führungserfahrung werden in diese Positionen gedrängt – oder die plötzliche Vakanz löst ein Gerangel unter unzufriedenen Insidern aus, die sich gegenseitig aus dem Weg räumen wollen. Dies birgt die Gefahr von Chaos und könnte während des sorgfältigen Prozesses der Koordination eines Führungswechsels zu gefährlichen Fehltritten führen." Wie Wladimir Putins politische Karriere tatsächlich enden wird, bleibt jedoch offen.
In folgenden Artikeln finden Sie weitere Informationen zu den Szenarien um das Ende von Putin als russischer Präsident:
- Hetzt hier der echte Putin? Wirbel um Doppelgänger-Auftritt nach irren Todesgerüchten
- Privatjet "abgeschossen und abgestürzt" - Söldnerführer 2 Monate nach Meuterei tot
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gom/bos/news.de
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