Ivanka Trump: Diese Skandale verfolgen die Trump-Tochter bis heute
Sie ist die Tochter des Präsidenten, Unternehmerin und ehemalige Regierungsberaterin – und immer wieder mittendrin im Ärger. Von privaten E-Mails bis zum umstrittenen Luxusprojekt in Albanien: Ivanka Trump sorgt seit Jahren für Schlagzeilen.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Ivanka Trump: Diese Aufreger sorgen bis heute für Wirbel
- China-Trademarks sorgen für Ethik-Fragen
- Private E-Mails bringen Ivanka in Erklärungsnot
- Bohnen-Werbung und Mode-Zoff bringen Ivanka in Bedrängnis
- 2026 sorgt ein Luxusresort in Albanien für Negativschlagzeilen
Ivanka Trump, die jüngst mit ihren Bauchmuskeln für Furore sorgte, gilt als das elegante Gesicht der Trump-Familie. Doch hinter der glamourösen Fassade sorgte die Präsidententochter immer wieder für Kontroversen. Von privaten E-Mails über umstrittene Markenrechten in China bis hin zu Goya-Bohnen und einem Luxusresort in Albanien – Ivanka Trump stand immer wieder im Mittelpunkt heftiger Kritik.
Weitere Nachrichten rund um den Trump-Clan finden Sie am Ende des Artikels.
Ivankas China-Trademarks sorgen für Wirbel
Ivanka Trumps Unternehmen erhielt während ihrer Zeit als Beraterin ihres Vaters mehrere Markenrechte in China. Laut "Forbes" besonders brisant: 2017 wurden neue Markenrechte am selben Tag genehmigt, an dem Ivanka mit Chinas Staatschef Xi Jinping zu Abend aß. 2018 folgten weitere Genehmigungen – während Donald Trump gleichzeitig einen Handelskonflikt mit China austrug. Einen Beleg für einen politischen Deal gab es nicht. Der Vorgang löste jedoch Fragen nach möglichen Interessenkonflikten aus.
Private E-Mails bringen Ivanka in Erklärungsnot
Ivanka nutzte während ihrer Arbeit im Weißen Haus ein privates E-Mail-Konto. Laut "Washington Post" verschickte sie darüber Hunderte Nachrichten an Mitarbeiter und Regierungsvertreter; in weniger als 100 Fällen ging es direkt um Regierungsgeschäfte. Besonders pikant: Ihr Vater hatte Hillary Clinton wegen der Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos im Wahlkampf scharf angegriffen. Ivanka wies einen direkten Vergleich zurück.
Nordstrom-Streit: Ivankas Mode wird zum Politikum
2017 nahm Nordstrom Ivankas Modelabel aus dem Sortiment und verwies auf schwache Verkaufszahlen. Dem "Spiegel" zufolge attackierte Donald Trump das Kaufhaus daraufhin öffentlich. Der Streit wurde zum Politikum, weil gleichzeitig eine Boykottbewegung gegen Produkte der Trump-Familie lief.
Besonders heikel wurde der Fall durch Trumps damalige Beraterin Kellyanne Conway. Sie warb im Fernsehen für Ivankas Produkte und erhielt dafür später eine Ethik-Rüge.
Ivankas Goya-Bohnen-Werbung sorgt für Aufregung
2020 veröffentlichte Ivanka ein Foto mit einer Dose Goya-Bohnen und schrieb dazu den Werbeslogan des Unternehmens: "Wenn es von Goya ist, muss es gut sein." Weil sie zu diesem Zeitpunkt Präsidentenberaterin war, wurde ihr vorgeworfen, ihre Regierungsposition für Produktwerbung zu nutzen. Die Ethik-Organisation CREW reichte daraufhin Beschwerde beim Office of Government Ethics ein.
Ivankas G20-Auftritt sorgt für Spott
Beim G20-Gipfel 2019 in Osaka zeigte ein Video Ivanka im Gespräch mit Emmanuel Macron, Theresa May, Justin Trudeau und Christine Lagarde. Der nur wenige Sekunden lange Ausschnitt verbreitete sich weltweit und löste laut "The Guardian" Kritik an ihrer Rolle bei internationalen Gesprächen aus. Alexandria Ocasio-Cortez griff den Auftritt ebenfalls öffentlich auf.
Die Szene wurde zum Symbol für die Frage, warum eine nicht gewählte Präsidententochter eine so prominente Rolle im Umfeld internationaler Spitzenpolitiker einnahm. Im Netz entstanden unter dem Hashtag #unwantedivanka zahlreiche Parodien.
Ivanka neben Merkel beim W20-Gipfel ausgebuht
Beim W20-Gipfel in Berlin 2017 trat Ivanka Trump gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, IWF-Chefin Christine Lagarde und weiteren hochrangigen Teilnehmerinnen auf. Merkel hatte Ivanka zu der Konferenz über die wirtschaftliche Stärkung von Frauen eingeladen.
Für Aufsehen sorgte laut "voanews.com"jedoch vor allem Ivankas Verteidigung ihres Vaters. Als sie Donald Trump als Unterstützer von Frauen und Familien darstellte, reagierte ein Teil des Publikums mit Buhrufen und Gelächter. Ivanka erklärte daraufhin, sie sei die Kritik an ihrem Vater gewohnt.
Ivankas Frauen-Fonds wirft Fragen auf
Ivanka unterstützte 2017 einen internationalen Fonds zur Förderung weiblicher Unternehmerinnen. Das Projekt sollte Frauen in Entwicklungsländern Zugang zu Kapital ermöglichen, wie unter anderem das Portal "worldbank.org" berichtete.
Kritiker sahen jedoch eine ungewöhnliche Vermischung von Politik und persönlichem Einfluss: Ivanka war gleichzeitig Präsidententochter und Beraterin im Weißen Haus. Deshalb stellte sich die Frage, ob ausländische Regierungen oder Unternehmen ihre Nähe zur Trump-Familie nutzen könnten, um politischen Zugang zu erhalten.
Buch-Aufreger um Ivanka
Auch Ivankas Buch "Women Who Work" wurde 2017 zum Politikum. Kurz vor der Veröffentlichung stellte sich die Frage, wie sie ihr Werk bewerben konnte, ohne ihre neue Position im Weißen Haus für private Geschäfte zu nutzen.
Wie unter anderem die "Vogue" berichtete, verzichtete Ivanka deshalb auf eine klassische Buch-Tour. Der Fall zeigte erneut das Problem ihrer Doppelrolle: Was bei einer Unternehmerin normale Werbung gewesen wäre, konnte bei einer Regierungsberaterin schnell als möglicher Interessenkonflikt wahrgenommen werden.
Zoff umLuxusresort in Albanien: Ivanka sorgt auch 2026 für neuen Ärger
Auch 2026 steht Ivanka Trump wieder in den Schlagzeilen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jared Kushner ist sie mit einem geplanten Luxusresort in Albanien verbunden. Gegen das Projekt an der Küste bei Zvërnec formierte sich die sogenannte "Flamingo-Revolution". Kritiker und Naturschützer warnen vor möglichen Schäden für empfindliche Ökosysteme. Im Juli eskalierten Proteste in Tirana, bei denen die Polizei Wasserwerfer und Tränengas einsetzte. Anfang August sorgten zudem neue Enthüllungen über den umstrittenen Immobilien-Deal in Albanien für Zündstoff.
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