Wladimir Putin: Putins Palast im Visier – Ukraine zerlegt russische Luftabwehr

Putins Luxus-Refugium am Schwarzen Meer galt als besonders geschützter Ort. Doch jetzt gerät der Palast unter Druck: Binnen weniger Tage traf die Ukraine gleich zwei wichtige Elemente der russischen Abwehr in unmittelbarer Nähe.

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Berichten zufolge hat die Ukraine jüngst Wladimir Putins Luxus-Refugium am Schwarzen Meer ins Visier genommen. (Foto) Suche
Berichten zufolge hat die Ukraine jüngst Wladimir Putins Luxus-Refugium am Schwarzen Meer ins Visier genommen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev
  • Putins Luxus-Refugium am Schwarzen Meer gerät ins Visier der Ukraine
  • Ukraine schaltet angeblich Luftabwehr von Putins Luxus-Residenz aus
  • Schutzschild für Putins Luxus-Refugium offenbar geschwächt

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Woche die russische Luftverteidigung in der Nähe von Wladimir Putins berüchtigtem Schwarzmeer-Palast bei Gelendschik Stück für Stück demontiert. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden sowohl ein elektronisches Kampfführungssystem als auch ein S-400-Flugabwehrraketenkomplex vernichtet – die beiden zentralen Schutzschilde des Areals.

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Ukraine schaltet russische Luftabwehr nahe Putins Palast aus

Wie die "Moscow Times" berichtet, gehen die ukrainischen Streitkräfte dabei systematisch vor. Das Ergebnis: Der pompöse Palastkomplex, über dem eigentlich eine Flugverbotszone gilt, steht nach Einschätzung von Militäranalysten nun ohne funktionierende Luftverteidigung da. Eine bemerkenswerte Entwicklung – denn kaum ein Ort in Russland dürfte symbolisch aufgeladener sein als Putins persönliches Prestigeprojekt an der Schwarzmeerküste.

Schutzschild für Putins Luxus-Refugium offenbar geschwächt laut Ukraine-Angaben

Den Anfang machte am 7. August ein Angriff auf das elektronische Kampfführungssystem "Wolna Kupol Garant", das auf dem Gelände der Militäreinheit Nr. 2156 stationiert war. Satellitenaufnahmen bestätigten die Zerstörung der Anlage, die zur Unterdrückung von Starlink-Satellitenkommunikation eingesetzt wird und ein Gebiet von 20 Quadratkilometern abschirmen kann.

Nur zwei Tage später, in der Nacht zum 9. August, folgte der nächste Schlag: Ein S-400-Flugabwehrraketensystem, das lediglich 500 Meter von der bereits zerstörten EloKa-Anlage entfernt positioniert war, wurde ebenfalls getroffen. Der daraus resultierende Brand wütete rund drei Stunden. Satellitenbilder zeigen die Vernichtung von mindestens einer Abschussrampe des Komplexes.

Ukraine-Kommandeur behauptet: Putin-Palast steht "ohne Schutz da"

Der Militäranalyst Jan Matwejew ordnet die Angriffe als taktisch durchdacht ein. Das "Wolna Kupol Garant"-System sei zwar wirkungsvoll gegen Drohnen, habe aber einen entscheidenden Nachteil: Es sei "so groß wie eine kleine Militärbasis und aus der Luft leicht zu identifizieren". Mit dessen Ausschaltung war der Weg für ukrainische Drohnen zum nahegelegenen S-400 frei.

Robert Browdi, Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte und unter seinem Rufnamen "Madjar" bekannt, schilderte den nächtlichen Angriff vom 9. August. Demnach habe das Flugabwehrsystem noch sechs Raketen gleichzeitig abgefeuert, bevor es getroffen wurde. "Das Satellitenbild zeigt die Zerstörung mindestens einer Abschussrampe ... Jetzt steht Putins 'Palast' ohne Schutz da", resümiert Matwejew.

Anmerkung der Redaktion – warum derartige Aussagen stets hinterfragt werden sollten:Dass Putins Palast tatsächlich gänzlich ohne Schutz dasteht, lässt sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Sowohl Russland als auch die Ukraine arbeiten im Krieg mit Propagandamitteln, um die Moral der Truppen hochzuhalten.Auch bedeutet die Zerstörung einzelner Systeme nicht automatisch, dass die gesamte Luftverteidigung des Areals ausgeschaltet wurde.

Putin bangt um seinen Palastkomplex

Putins Palastkomplex liegt rund 20 Kilometer von Gelendschik entfernt an der Schwarzmeerküste und erstreckt sich über eine Fläche von 17.700 Quadratmetern. Internationale Bekanntheit erlangte das Anwesen durch die Recherchen des verstorbenen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny und seiner Antikorruptionsstiftung FBK.

Die Ausstattung liest sich wie der Wunschzettel eines Bond-Bösewichts: Neben einer Eishockeyfläche, einem Kino und einer Aquadiskothek verfügt der Komplex unter anderem über eine Karaoke-Shisha-Bar, eigene Produktionsstätten für Fleisch, Fisch und Desserts sowie ein Lager für Heilschlamm. Die Baukosten bezifferte FBK einst auf mindestens 100 Milliarden Rubel.

Das umliegende Gelände von 7.000 Hektar gehört laut Nawalnys Recherchen dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB.

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