Berlin News: Linken-Chef pocht auf Enteignung großer Wohnungskonzerne

SPD und Linke in Berlin streiten um das Thema Enteignung. Linken-Chef Pantisano macht klar: Er lässt sich nicht unter Druck setzen.

Erstellt von - Uhr

Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. (Foto) Suche
Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Peter Jesche

Linken-Chef Luigi Pantisano pocht im Berliner Wahlkampf auf die Enteignung großer Wohnungskonzerne. Die Berliner Bürger hätten entschieden, dass sie das wollten, "und diesen Auftrag nehmen wir mit", betonte Pantisano im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Großen Konzernen wie Vonovia und Deutsche Wohnen gehe es nicht darum, bezahlbaren Wohnraum für Menschen zur Verfügung zu stellen, sondern Rendite zu erwirtschaften. "Wir wollen, dass die Mieten, wo die Menschen heute leben, wieder sinken", betonte Pantisano. "Ich finde, das muss ein Ende haben, dass die Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen, die Hälfte des Monats für die Aktionäre von Vonovia arbeiten gehen."

Die Co-Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hatte eine Enteignung von Wohnungskonzernen im "Stern" zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin gemacht. Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach erklärte daraufhin, dann müsse die Linke alleine in Berlin regieren.

Pantisano nimmt das gelassen: Koalitionsverhandlungen gebe es erst nach der Wahl, betonte er. "Unser entscheidender Koalitionspartner sind die Berlinerinnen und Berliner, die in einem Volksentscheid gemeinsam mit einer großen Mehrheit entschieden haben, dass sie die Enteignung von großen Wohnungskonzernen wollen."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.