Donald Trump: Hunderte Bankkonten futsch - "The Don" wegen Geldwäsche-Enthüllung am Pranger
Dass sich Donald Trump auch als amtierender US-Präsident schamlos bereichert, ist sattsam bekannt - vor seiner Wiederwahl bekam "The Don" jedoch die Konsequenzen zu spüren, als eine Großbank seine Konten wegen Geldwäsche-Verdachts sperrte.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump ohne Zugriff auf Konten bei Capital-One-Bank
- US-Präsident und Familie unter Geldwäsche-Verdacht
- Donald Trump verklagt US-Bank nach Sperrung von knapp 400 Konten
Donald Trump mag zu den reichsten Menschen dieses Planeten gehören und sein Vermögen seit Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident fleißig vermehrt haben - doch ohne Bankkonten sitzt selbst ein Milliardär wie Donald Trump auf dem Trockenen. Umso härter dürfte es "The Don" vor einigen Jahren getroffen haben, dass die US-amerikanische Großbank "Capital One" ihm und seinen Familienmitgliedern fast 400 Konten sperrte.
Donald Trump unter Geldwäsche-Verdacht - Großbank sperrt fast 400 Konten
Inzwischen ist der Grund bekannt, weshalb Donald Trump der Geldhahn zugedreht wurde: Die US-Großbank Capital One hat im Juli 2026 in einem Gerichtsantrag offengelegt, warum sie Mitte 2021 rund 385 Bankkonten der Trump Organization, von Eric Trump und verbundenen Unternehmen dichtmachte. Nicht Politik, sondern Geldwäsche-Verdacht war demnach der Auslöser.
"Die Schließungen waren das Ergebnis monatelanger Analysen und einer sorgfältigen Prüfung durch das AML-Team von Capital One im Einklang mit Bankrichtlinien und regulatorischen Vorgaben", heißt es in dem Anfang August eingereichten Schriftsatz. AML steht für Anti-Money Laundering, also Geldwäschebekämpfung.
Ermittlungen gegen Trump-Clan wegen Geldwäsche-Verdachts
Die Konten umfassten eine Vielzahl von Trump-Geschäften – von Golfplätzen bis hin zu einem Weingut. Über ein Jahrzehnt lang hatte die Trump Organization bei Capital One ihre Bankgeschäfte abgewickelt. Nun fordert das Finanzinstitut ein Bundesgericht auf, die gegen die Bank gerichtete Klage vollständig abzuweisen.
Donald Trump inszeniert sich als Opfer politischer Verfolgung nach Konto-Sperre
Hinter dem Rechtsstreit steht eine Klage, die die Trump Organization gemeinsam mit Präsidentensohn Eric Trump im März 2025 einreichte – kurz nachdem Donald Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus eingezogen war. Der Vorwurf: Capital One habe die Konten rechtswidrig aus politischen Motiven gekündigt, als Reaktion auf den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021.
Monatelang passierte in dem Verfahren zunächst wenig. Erst im Juli 2026 legten Trumps Anwälte eine erweiterte Klageschrift vor, in der sie ihre Vorwürfe des politisch motivierten Debankings mit neuen Argumenten untermauerten. Die Bank habe die Geschäftsbeziehung wegen des 6. Januar beendet und die Geldwäsche-Begründung erst nachträglich als Deckmantel konstruiert, so die Behauptung der Kläger. Die US-Großbank hält die nachgeschobenen Anschuldigungen für haltlos.
US-Großbank wehrt sich gegen Trump-Klage und enthüllt kriminelle Machenschaften
In ihrer Erwiderung gehen die Anwälte der Bank die Argumentation der Trump-Seite Punkt für Punkt an. Die in der erweiterten Klageschrift vorgebrachten Theorien stützten sich auf "selektiv herausgepickte Zitate, die ohne den vollständigen Kontext nicht belegt sind", so Capital One in dem Schriftsatz. Die Behauptungen der Kläger könnten deren These in keiner Weise stützen.
Dass die Bank 2021 keine Begründung für die Kontokündigungen lieferte, erklärt Capital One mit gesetzlichen Geheimhaltungspflichten im Bereich der Geldwäschebekämpfung. Zudem betont das Finanzinstitut, grundsätzlich das Recht zu haben, Konten "jederzeit, aus jedem oder ohne Grund und ohne Vorankündigung" zu schließen. Die Abwicklung sei diskret und kundenfreundlich verlaufen: Capital One habe die Entscheidung nie öffentlich gemacht und der Trump Organization mehrere Monate sowie zusätzliche Fristverlängerungen eingeräumt, um neue Bankverbindungen zu finden – was auch gelang.
390 Millionen Dollar Strafe – von Trumps eigenem Finanzministerium
Ein pikantes Detail verleiht der Angelegenheit eine besondere Würze: Nur rund zwei Monate bevor Capital One die Konten der Trump Organization schloss, musste die Bank eine saftige Geldstrafe von 390 Millionen Dollar zahlen – und zwar verhängt durch das US-Finanzministerium unter der damaligen Trump-Regierung. Der Grund: mangelhafte Umsetzung von Geldwäsche-Kontrollmaßnahmen, wie "New York Magazine" berichtete.
Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig überraschend, dass Capital One bei der Überprüfung seiner Kundenkonten besonders gründlich vorging. Eine Bank, die gerade wegen laxer Anti-Geldwäsche-Praktiken zur Kasse gebeten wurde, hatte allen Grund, verdächtige Kontobewegungen künftig genauer unter die Lupe zu nehmen – unabhängig davon, wem die betreffenden Konten gehörten.
Donald Trump liefert sich Schlammschlacht mit mehreren Großbanken
Capital One ist nicht das einzige Finanzinstitut im Visier des Präsidenten. Gegen JPMorgan Chase läuft eine separate Klage über fünf Milliarden Dollar Schadenersatz – ebenfalls wegen angeblich politisch motivierter Kontenschließungen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt 2021. Auch JPMorgan bestreitet jegliches politisches Motiv. Im August 2025 unterzeichnete Trump eine Exekutivanordnung mit dem Titel "Guaranteeing Fair Banking for All Americans", die Bankenaufsichtsbehörden anweist, Prüfungen einzustellen, bei denen es darum geht, mit wem Banken Geschäfte machen. Zudem hat seine Regierung Unterlagen der größten Banken im Rahmen einer Untersuchung zu mutmaßlichem Debanking angefordert.
Trumps Anwaltsteam wies Capital Ones Darstellung zurück: "Capital One hat Präsident Trump, seine Familie und seine Unternehmen aus offenkundig politischen Gründen de-bankt." Auf die internen Geldwäsche-Befunde der Bank ging das Team allerdings nicht ein.
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