Donald Trump: Trump stinkt's gewaltig - jetzt droht "The Don" Kanada mit Vergeltung

Der Streit zwischen den USA und Kanada nimmt eine neue brisante Wendung: Donald Trump kündigt wegen der Waldbrand-Rauchbelastung einen Vergeltungsplan gegen den Nachbarn an. Der US-Präsident macht Ottawa schwere Vorwürfe – und droht mit weiteren wirtschaftlichen Konsequenzen.

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Rauch-Krise eskaliert: Trump kündigt Plan gegen Kanada an. (Foto) Suche
Rauch-Krise eskaliert: Trump kündigt Plan gegen Kanada an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Trump bestätigt Pläne für Strafmaßnahmen gegen Kanada wegen Waldbrandrauch
  • US-Präsident wirft Ottawa "vorsätzliche Fahrlässigkeit" bei der Brandbekämpfung vor
  • Handelskonflikt verschärft sich: Bereits jetzt gelten hohe Zölle auf kanadische Waren

Donald Trump hat am Sonntagabend bestätigt, dass ein Vergeltungsplan gegen Kanada wegen der anhaltenden Waldbrandrauch-Belastung in Vorbereitung ist. Konkrete Details wollte der 80-jährige US-Präsident allerdings nicht preisgeben, wie "The Daily Beast" berichtet.

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Donald Trump droht Kanada mit Vergeltungsmaßnahmen wegen Waldbrandrauch

Gegenüber Reportern bekräftigte Trump lediglich seine früheren Drohungen, als er gefragt wurde, ob er sich bereits für eine "Bestrafung" Kanadas entschieden habe. Die Antwort blieb vage – doch die Richtung ist unmissverständlich.

Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Ottawa

Der US-Präsident hatte seine Anschuldigungen bereits im vergangenen Monat in einem Beitrag auf Truth Social unmissverständlich formuliert. Darin warf er Kanada vor, seine Wälder nicht ordnungsgemäß zu pflegen und Unterholz nicht zu beseitigen – obwohl die Folgen absehbar seien. "Das ist vorsätzliche Fahrlässigkeit und wird zu einem jährlichen Ereignis, das die Vereinigten Staaten Milliarden von Dollar kostet", schrieb Trump.

Die USA würden von "schmutziger, verschmutzter und ungesunder Luft" regelrecht "überfallen", deren Qualität "gefährlich und völlig inakzeptabel" sei. Die daraus entstehenden Kosten bezeichnete er als "unkalkulierbar" und forderte, diese müssten zwangsläufig auf die bestehenden Zölle aufgeschlagen werden. Zudem kündigte er an, den kanadischen Premierminister anzurufen, um eine Lösung einzufordern.

50 Prozent Zoll als wirtschaftliche Keule

Seinen Worten ließ Trump bereits Taten folgen: Auf eine Reihe kanadischer Importgüter schlug er einen Zoll von 50 Prozent auf. Als offizielle Begründung diente ihm dabei die angeblich "diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte" durch Kanada – nicht etwa der Waldbrandrauch selbst.

Damit verknüpfte der Präsident zwei eigentlich getrennte Konfliktfelder miteinander: die Handelspolitik und den Streit um die grenzüberschreitende Luftverschmutzung. In seinem Truth-Social-Beitrag stellte Trump den Zusammenhang dann auch explizit her, als er forderte, die Kosten der Rauchbelastung müssten "notwendigerweise zu den Zöllen hinzugerechnet werden, die Kanada derzeit zahlt". Die Zollpolitik wird so zum Mehrzweck-Druckmittel gegenüber dem nördlichen Nachbarn.

Kanada wehrt sich gegen Trumps Vorwürfe

Kanada reagierte auf die Eskalation mit eigenen diplomatischen Nadelstichen. So wurde US-Vertretern die Einladung zur feierlichen Eröffnung der Gordie-Howe-Brücke zwischen Detroit und dem kanadischen Windsor entzogen – ein symbolisch aufgeladener Affront.

Ontarios Premierminister Doug Ford kritisierte Trumps Vorgehen gegenüber "CBS News" deutlich: "Es ist bedauerlich, dass er diesen Weg gegenüber seinem engsten Freund und Verbündeten eingeschlagen hat." Trumps Maßnahmen schadeten beiden Nationen gleichermaßen, so Ford.

Premierminister Mark Carney wiederum setzte auf Sachlichkeit und legte Kanadas Brandbekämpfungsstrategie auf der Plattform X dar. Demnach waren über 5.300 Einsatzkräfte im Kampf gegen die Flammen mobilisiert worden. Zudem setze das Land auf Datenanalyse und moderne Wärmebildtechnik zur Echtzeit-Erkennung und Eindämmung der Brände.

Rauch-Diplomatie beim WM-Finale

Am Rande des FIFA-WM-Endspiels in New Jersey sprach Trump nach eigenen Angaben auch mit Premierminister Carney über die Rauchproblematik. "Ich habe ihm gesagt, dass er diese Brände stoppen muss, die rüberkommen und unsere Luft vergiften", erklärte der Präsident gegenüber Reportern. Er betonte zwar, ein gutes Verhältnis zu Carney zu pflegen, stellte aber zugleich Forderungen in den Raum: "Vielleicht sollten sie uns Schadenersatz zahlen oder wir sollten weitere Zölle erheben."

Waldbrand zerstört Millionen Hektar in Kanada – Eskalation bleibt möglich

Das Ausmaß der diesjährigen Brandsaison in Kanada ist enorm: Laut kanadischen Regierungsdaten sind bereits rund 5,9 Millionen Acres Fläche den Flammen zum Opfer gefallen. Wie Trumps angekündigter Vergeltungsplan konkret aussehen wird, bleibt vorerst offen.

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