Donald Trump: Total-Ausfall bei Meeting enthüllt – Beamter musste übernehmen

Neue Einblicke in die wohl chaotischste Phase der Corona-Pandemie sorgen für Wirbel. Tagebuchaufzeichnungen von Anthony Fauci offenbaren verbale Ausfälle von Donald Trump. Einmal sei der damalige US-Präsident sogar so sehr vom Thema abgekommen, dass Fauci übernehmen musste.

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Donald Trump soll während der Corona-Pandemie mit bizarrem Verhalten geglänzt haben. (Foto) Suche
Donald Trump soll während der Corona-Pandemie mit bizarrem Verhalten geglänzt haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Erik S. Lesser
  • Anthony Faucis Tagebücher geben Einblicke in seine Treffen mit Donald Trump während der COVID-Krise
  • Fauci beschreibt laut Aufzeichnungen Situationen, in denen er selbst die Gesprächsführung übernehmen musste
  • Die Einträge schildern einen Wandel vom anfänglichen Respekt bis zu heftigen Konflikten

Es sind Einblicke hinter die Kulissen einer weltweiten Krise: Die persönlichen Tagebuchaufzeichnungen von Anthony Fauci sorgen erneut für politische Diskussionen. Der ehemalige führende COVID-Berater der US-Regierung dokumentierte darin seine Begegnungen mit Donald Trump während der Pandemie.

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Fauci-Tagebücher enthüllen Trumps wirres Verhalten während Corona-Pandemie

Die Notizen wurden am vergangenen Wochenende durch den republikanischen Senator Rand Paul aus Kentucky öffentlich gemacht. Wie die "Washington Post" berichtet, zeichnen die Aufzeichnungen das Bild eines US-Präsidenten, der in wichtigen Besprechungen häufig abgeschweift sein soll und laut Fauci Schwierigkeiten gehabt habe, sich auf die Pandemie zu konzentrieren. Demnach musste Fauci in mehreren Gesprächen selbst versuchen, die Diskussion wieder auf die entscheidenden gesundheitspolitischen Fragen zu lenken. Die Einträge dokumentieren dabei einen Wandel: von einem zunächst respektvollen Kennenlernen bis hin zu zunehmend angespannten Begegnungen.

Der erste Kontakt zwischen Donald Trump und Anthony Fauci am 29. Januar 2020 verlief laut Tagebuch noch überraschend harmonisch. Als der Präsident den Situation Room betrat, soll er sich direkt an den Wissenschaftler gewandt haben. Fauci notierte Trumps Worte: "Anthony, du bist wirklich ein berühmter Mann." Trump blieb demnach rund 20 Minuten bei dem Treffen und richtete viele seiner Fragen direkt an Fauci. Das Verhalten des US-Präsidenten habe die anwesenden Stellvertreter offenbar überrascht. Zu diesem Zeitpunkt schien Trump die Expertise des Immunologen ernst zu nehmen. Doch die Zusammenarbeit sollte sich schon wenige Wochen später deutlich schwieriger gestalten.

Corona-Krise im Weißen Haus: Fauci kritisiert Trumps Abschweifungen

Ende März 2020 spitzte sich die Situation laut Faucis Aufzeichnungen zu. Während die USA mitten in der Pandemie steckten, konzentrierte sich eine Pressekonferenz am 27. März aus Sicht des Wissenschaftlers nicht ausreichend auf die wichtigsten Botschaften. Fauci schrieb: "Sehr mühsame Pressekonferenz, bei der der Präsident vor sich hin schwadronierte. Er vergeudete die Gelegenheit, sich einfach auf das Hilfspaket zu konzentrieren, und verfiel stattdessen in seine Schimpftirade gegen frühere Regierungen." Statt die Öffentlichkeit über das milliardenschwere Rettungspaket zu informieren, habe Trump die Gelegenheit demnach genutzt, um politische Gegner und frühere Regierungen anzugreifen. Doch laut Fauci sollte der nächste Tag noch schwieriger werden.

"TV-Quoten, Hydroxychloroquin und Influenza": Fauci schildert chaotisches Trump-Treffen

Am 28. März 2020 kam es laut den Tagebuchnotizen zu einer besonders ungewöhnlichen Situation. Fauci beschrieb ein Treffen mit Trump als "erstaunliche Interaktion". Der Wissenschaftler notierte: "Ich führte die Diskussionen, da der Präsident ständig auf mich verwies. Es war eine beunruhigend zusammenhanglose Diskussion, weil er immer wieder über TV-Quoten, Hydroxychloroquin und Influenza sprach und über praktisch alles andere, während ich versuchte, ihn auf Kurs zu halten (mit Hilfe des Vizepräsidenten)." Fauci habe demnach darauf gedrängt, dass Trump eine wichtige Botschaft klarstelle: Es handele sich ausdrücklich nicht um eine Quarantäne. Die Umsetzung dieser Aussage habe laut Fauci wegen Trumps "mangelnder Aufmerksamkeitsspanne" erhebliche Überzeugungsarbeit erfordert.

"Er versteht die Pandemie immer noch nicht":Fauci lästert über Trump

 

Auch in den folgenden Monaten wurden die Einträge laut Bericht zunehmend kritischer. Anfang August 2020 schilderte Fauci erneut schwierige Begegnungen mit dem US-Präsidenten. Am 4. August notierte der Wissenschaftler: "Er ist verzweifelt und versteht die Pandemie immer noch nicht. Sehr interessante Begegnung." Nur wenige Tage später beschrieb Fauci eine weitere Situation: "Der Präsident verhält sich noch erratischer. Er besteht weiterhin darauf, dass die gestiegenen Fallzahlen ausschließlich auf vermehrte Tests zurückzuführen sind, und ignoriert dabei den Anstieg der Positivrate, der Krankenhauseinweisungen und der Todesfälle (über 1000 pro Tag)." Die Aufzeichnungen werfen damit erneut ein Schlaglicht auf die politischen Spannungen während der Corona-Pandemie – und auf den schwierigen Umgang zwischen dem Präsidenten und seinem wichtigsten medizinischen Berater.

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