Wjatscheslaw Wolodin: Wirbel um Kreml-Vorstoß - Duma-Chef will Putin-Politiker zum Militärdrill schicken
Schluss mit Strandurlaub für Putins Politiker? Wenn es nach Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin geht, lautet die klare Antwort "Ja". Der Kreml-Vertraute fordert, dass die Abgeordneten ihre Sommerpause künftig auf dem Truppenübungsplatz verbringen. Besonders brisant: Wolodin selbst hat keinen Militärdienst geleistet.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Wjatscheslaw Wolodin sorgt mit Vorschlag für Wirbel
- Duma-Chef fordert: Putin-Politiker sollen Sommer-Pause auf Truppenübungsplatz verbringen
- Besonders brisant: Wolodin selbst hat keinen Militärdienst geleistet
Wjatscheslaw Wolodin sorgt mit einem gewagten Vorstoß für Schlagzeilen: Russlands Duma-Chef will seine Abgeordneten in der Sommerpause zum Militärdrill auf den Truppenübungsplatz schicken. Besonders brisant: Ausgerechnet er selbst hat nie in seinem Leben Militärdienst geleistet.
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Wjatscheslaw Wolodin sorgt mit gewagtem Vorstoß für Wirbel
Seinen Vorstoß richtete der Putin-Vertraute bei einer Plenarsitzung des Parlaments direkt an den anwesenden stellvertretenden Verteidigungsminister Wiktor Goremykin. "Arbeiten Sie die Frage der militärischen Übungen aus. Wir bereiten die Listen vor", erklärte der Duma-Vorsitzende laut "Bild". Dann soll er unmissverständlich nachgeschoben haben: "Statt Urlaub."
Duma-Chef will, dass die Putin-Politiker den Streitkräften näherkommen
Wjatscheslaw Wolodin lieferte auch gleich die Begründung für seinen Vorstoß: Die Volksvertreter müssten ein tieferes Verständnis für die Streitkräfte und deren Aufbau entwickeln. Wer Gesetze im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger verabschiede, der müsse "umfassend vorbereitet" sein, so der Parlamentspräsident. Schließlich hätten längst nicht alle Mitglieder der Duma eine militärische Laufbahn hinter sich oder brächten eine entsprechende Ausbildung mit. Die Sommerpause auf dem Übungsgelände solle diese Lücke offenbar schließen und die Abgeordneten näher an die Realität der russischen Armee heranführen.
Der blanke Hohn: Wolodin selbst hat keinen Militärdienst geleistet
Pikant an der ganzen Sache: Ausgerechnet der Duma-Chef selbst kann keinerlei Militärdienst vorweisen. Der Mann, der den fehlenden Bezug seiner Kollegen zur Armee beklagt, hat nie eine Kaserne von innen gesehen – zumindest nicht als Soldat. Dass der Putin-Vertraute explizit darauf hinwies, nicht alle Abgeordneten hätten "im Militär gedient oder verfügen über eine militärische Ausbildung", dürfte damit auch als unfreiwillige Selbstbeschreibung durchgehen. Ob sich der 62-Jährige selbst auf die von ihm geforderten Teilnehmerlisten setzen lässt, ist unklar.
Idee von Putin-Kumpel Wolodin ist nicht neu
Wolodins Idee ist allerdings keineswegs neu. Schon 2017 organisierte die Staatsduma ein vergleichbares Programm: Damals rückten mehr als 500 Parlamentarier und Mitarbeiter des Hauses für drei Tage auf einen Truppenübungsplatz nahe Moskau ein. Auf dem Stundenplan standen körperliche Belastungstests, Lehrveranstaltungen zu moderner Kriegsführung und nationaler Sicherheit sowie praktische Übungen an der Waffe und am Steuer von Militärfahrzeugen.
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fka/gom/news.de/stg
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