Donald Trump: US-Präsident wollte Mullah-Regime kaufen - jetzt sitzt er in der Iran-Falle 

Donald Trump hatte Teheran ein Angebot unterbreitet, das kaum großzügiger hätte ausfallen können. Für einen Atomverzicht und die Öffnung der Straße von Hormus wollte der US-Präsident Milliarden zahlen. Doch die Mullahs lehnten ab, weshalb Trump nun in der Iran-Falle sitzt.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump sitzt in der Iran-Falle. (Foto) Suche
Donald Trump sitzt in der Iran-Falle. Bild: picture alliance:dpa:AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump fehlt klare Strategie im Iran-Krieg
  • US-Präsident wollte Mullah-Regime kaufen
  • Trump mit Mega-Angebot an Teheran gescheitert
  • Trump in der Iran-Falle: US-Präsident hat begrenzte Handlungsoptionen

Der Iran-Krieg hat sich für Donald Trump, der unlängst in Umfragen einen verheerenden Absturz erlitten hat, zu einem absoluten Desaster entwickelt, aus dem es mittlerweile augenscheinlich kein Entkommen mehr gibt. Wie "The Economist" berichtet, soll sich der US-Präsident seiner misslichen Lage bewusst sein und sogar versucht haben, sich durch einen Milliarden-Deal aus der Situation zu befreien.

Weitere Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.

Donald Trump wollte Iran kaufen

Der US-Präsident hatte Teheran ein Angebot unterbreitet, das kaum großzügiger hätte ausfallen können. Für den Verzicht auf Atomwaffen und die Öffnung der Straße von Hormus stellte Washington Investitionen und Einnahmen in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar in Aussicht. Zusätzlich sollten die lähmenden Sanktionen aufgehoben werden – ein potenzieller Rettungsanker für die schwer angeschlagene iranische Wirtschaft.

Trump mit Mega-Angebot an Teheran gescheitert - Mullahs lehnten ab

Doch das weitreichende Entgegenkommen blieb ohne Erfolg. In Teheran behielten die Hardliner die Oberhand. Denn laut "The Economist" streben nach weitergehenden Zielen: Vergeltung, regionale Vorherrschaft und den Ausbau des Atomprogramms. Dabei hatten selbst gemäßigtere Kräfte im Iran die Vorteile des Angebots erkannt. Doch am Ende konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen.

Trumps absurder Iran-Plan - Streit um die Meerenge eskaliert zur Halbzeit

Vor einem Monat unterzeichneten beide Seiten ein Memorandum of Understanding mit einer 60-Tage-Frist für eine friedliche Lösung. Nun ist die Hälfte der Zeit verstrichen und eine friedliche Lösung weiterhin nicht in Sicht. Vielmehr agiert der US-Präsident derzeit ohne erkennbare Linie. In dieser Woche schlug Donald Trump vor, die Vereinigten Staaten könnten selbst Durchfahrtsgebühren für die Straße von Hormus verlangen. Erst nachdem Berater ihn auf die Absurdität dieses Vorhabens hinwiesen, nahm er den Vorschlag zurück. Ebenso brachte Trump eine militärische Besetzung der Insel Kharg ins Gespräch. Über das dortige Terminal wird nahezu das gesamte iranische Öl exportiert. Ein solcher Einsatz würde amerikanische Soldaten jedoch zu leichten Zielen für iranische Raketen und Drohnen machen.

Trump in der Iran-Falle - US-Präsident hat begrenzte Handlungsoptionen

Nüchtern betrachtet, sind die Optionen für Donald Trump begrenzt und wenig verlockend. Im Kern bleibt nur ein Weg: Den Hardlinern in Teheran klarmachen, dass die USA zu anhaltendem Druck auf die iranischen Ölexporte bereit sind. Dies gilt selbst dann, wenn dadurch die Benzinpreise vor den Kongresswahlen im November steigen sollten. Mit der erneuten Verhängung des Embargos gegen Iran hat die US-Regierung bereits einen ersten Schritt unternommen. Zudem sollte Washington weiterhin auf iranische Angriffe reagieren, um Entschlossenheit zu signalisieren.

Fakt ist: Donald Trump hat mit dem Beginn dieses Konflikts einen schwerwiegenden Fehler begangen. So sehr er nun nach Auswegen sucht – sein Handlungsspielraum ist äußerst eng geworden. Den Forderungen der iranischen Hardliner nachzugeben, würde einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen.

Auch diese Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik sind einen Blick wert:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.