Ricarda Lang: Verbal-Schlag gegen Friedrich Merz - Ex-Grünen-Chefin teilt aus
Ein Kanzler, der auf sein Volk herabblickt, der Familien zur Kasse bittet, aber nicht an eine Erbschaftssteuer denkt - Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang teilt im Bundestag gegen Friedrich Merz aus - und erhält dafür mächtig Zuspruch.
Von news.de-Redakteurin Ines Fedder - Uhr
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- Ricarda Lang teilt in Bundestagsrede gegen Friedrich Merz aus
- Ein Kanzler, der auf sein Volk herabblickt?
- Grünen-Chefin kritisiert soziale Ungerechtigkeit und spricht von einer anderen Lebensrealität
- Netz feiert Ricarda Lang für Merz-Schelte im Bundestag
Bundeskanzler Friedrich Merz steht wegen des neuen Reformpakets stark unter Druck. Die Zustimmungswerte seiner Partei befinden sich auf einem historischen Tief.Und auch im Netz gibt es heftige Reaktionen auf die Politik der Union. In die lange Liste der Kritiker:innen reiht sich auch Grünen-Abgeordnete Ricarda Lang. Die ehemalige Parteichefin der Grünen hielt eine Rede im Bundestag - und schoss dabei rigoros gegen Kanzler Friedrich Merz.
Ricarda Lang teilt gegen Friedrich Merz aus - ein Kanzler, der auf sein Volk herabblickt
Und der Wortlaut der Bundestagsrede hat es in sich: "Der Vater zu faul, die Mutter zu oft krank, der Sohn ein kleiner Pascha, die Tochter nur dann zu gebrauchen, wenn man sie instrumentalisieren kann und der Hausarzt hat von seinem Job auch keine Ahnung", beginnt Ricada Lang ihre Ausführung, die genau die Punkte aufgreift, die zuletzt am Kanzler am häufigsten kritisiert wurden.
Der Bundeskanzler stünde ratlos vor den sinkenden Beliebtheitswerten und wisse einfach nicht, was los ist. Die Grünen-Abgeordneten hilft ihm kurzerhand auf die Sprünge: "Vielleicht mögen die Deutschen es gar nicht, von jemandem regiert zu werden, der auf sie herabblickt und der ihnen an jeder Stelle zeigt, dass er ihnen misstraut", stellt sie die "steile" These auf, nur um schließlich noch einmal zu verdeutlichen, was die Menschen in Deutschland wirklich bewegt - die Erhöhung der Staffelmiete zum Beispiel.
Und was ist mit der Erbschaftssteuer?
Lang, die bereits in der Vergangenheit bei der Merz-Regierung von einer reinen "Symbolpolitik" sprach, kritisiert die Streichung des Kindersofortzuschlags, während die Erbschaftssteuer unangetastet bleibt.
Mit Merz treffen laut Ricarda Lang zwei Lebensrealitäten aufeinander
Es seien unterschiedliche Lebensrealitäten, die hier aufeinandertreffen. Friedrich Merz interessiere sich nicht für die der Menschen im Land, wirft die Grünen-Abgeordnete dem Bundeskanzler des Weiteren vor und erhält dafür viel Zuspruch im Netz.
"Ich liebe die Reden dieser Frau!"
Bei Instagram teilt die Abgeordnete, die immerhin 320.000 Instagram-Follower:innen vorzuweisen hat, Auszüge ihrer Rede im Netz. Und die Reaktionen sprechen Bände:
- "Ich liebe die Reden dieser Frau!"
- "Wann endlich die Vertrauensfrage oder Misstrauensvotum?"
- "Er liebt die Menschen nicht, das ist der Kern. Er verachtet sie."
- "Merz liebt ja die Menschen, für die er Politik macht... das sind jene 3%, die 90% des gesamten deutschen Vermögens besitzen."
- "Klasse Rede! Balsam auf die Seele der stabilen Demokraten. Davon brauchen wir zukünftig viel mehr. Als Ausgleich für die abgeschaffte Psychotherapie."
- "Ricarda for Bundeskanzlerin!"
- "DANKE!!!! Ich kann gar nicht sagen, wie unerträglich ich es finde, dass Merz der Kanzler dieses Landes ist. Wie kann jemand Kanzler sein, der die Bevölkerung geradezu verachtet? Wir hätten einen so viel besseren verdient."
- "Einer meiner aktuellen grössten Wünsche ist, der Rücktritt dieses Kanzlers!!!! Es gibt Hoffnung, das es sie gibt."
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