Ricarda Lang: "Ich bin bereit" - Grünen-Politikerin will sich mit Trump und Tech-Oligarchen anlegen
In einem neuen Instagram-Video regt sich Ricarda Lang über die aktuellen Entwicklungen in sozialen Medien auf. Dabei nimmt sie neben Tech-Giganten wie X-Chef Elon Musk auch US-Präsident Donald Trump ins Visier. Die Forderungen der Grünen-Politikerin gefallen nicht jedem.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Ricarda Lang teilt in neuem Instagram-Video gegen Tech-Oligarchen und Donald Trump aus
- Grünen-Politikerin fordert bessere Kontrolle und mehr Jugendschutz in den sozialen Medien
- Viele Follower signalisieren Zustimmung, doch es gibt auch Kritik
Ricarda Lang teilte auf Instagram zwar selbst schon häufiger gegen politische Gegner wie CDU-Kanzler Friedrich Merz aus, oft wurde sie in der Vergangenheit aber auch selbst zur Zielscheibe von üblen Beschimpfungen in den sozialen Medien. Generell sieht sie die aktuellen Entwicklungen in der Netzwelt kritisch, da große Technologiekonzerne darüber hinaus kaum gegen Falschinformationen vorgehen und hauptsächlich profitorientiert agieren. In einem neuen Video kündigte sie an, sich deshalb sogar mit US-Präsident Donald Trump anlegen zu wollen.
Ricarda Lang fordert besseren Schutz für Kinder in den sozialen Medien
"Ihr habt Bock, hier mal so richtig über mich abzukotzen? Macht halt." Mit dieser deutlichen Ansage beginnt Ricarda Langs Instagram-Clip. Anschließend fährt sie fort: "Aber auf ein paar Sachen können wir uns doch eigentlich alle einigen, oder? Dass wir nicht wollen, dass Typen wie Elon Musk unsere Kommunikation kontrollieren. Dass wir eine Öffentlichkeit wollen, in der wir uns auf Augenhöhe begegnen. Dass wir ein Netz wollen, in dem Kinder geschützt werden und nicht der Lüge zum Fraß vorgeworfen. Doch wenn wir das wollen, dann müssen wir auch etwas dafür tun." Die Grünen-Politikerin verweist auf einen Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", in dem sie gemeinsam mit dem Hamburger Kultursenator Carsten Brosda, dem Webvideoproduzenten Levi Penell und Ex-"Zeit"-Herausgeber Rainer Esser Punkte zur "Rückeroberung des digitalen Raums" anführt.
Grünen-Politikerin schießt gegen Tech-Oligarchen wie Elon Musk und US-Präsident Donald Trump
Ein paar Forderungen spricht Ricarda Lang auch in ihrem neuen Instagram-Video an. Dazu gehören "eine Digitalsteuer für globale Tech-Konzerne, die konsequente Durchsetzung von europäischen Regeln, mehr Transparenz, die Einschränkung von Algorithmen, die Sucht zum Geschäftsmodell machen, einen digitalen Medienstaatsvertrag, wirksamen Jugendschutz und die demokratische Kontrolle bei künstlicher Intelligenz". Man sei den Tech-Oligarchen "nicht schutzlos ausgeliefert".
Laut der 32-Jährigen war die digitale Revolution einst mit Versprechen wie "mehr Mitsprache, mehr Austausch" und der "Demokratisierung des öffentlichen Raums" verbunden. "Doch wir haben zugelassen, dass soziale Medien von Machtkonzentration und Profitlogik geprägt werden", so Lang weiter. "Doch das muss nicht so bleiben. Wir können uns den digitalen Raum zurückerobern. Wenn wir bereit sind, uns mit Trump und seinen Tech-Oligarchen anzulegen." Am Ende des Clips fragt sie: "Ich bin bereit. Du auch?"
Lob und Kritik für neues Instagram-Video von Ricarda Lang
Während viele Follower großes Lob für Ricarda Langs Beitrag übrig haben, und einer sogar "100 % Zustimmung" signalisiert, sehen andere die Forderungen der Ex-Grünen-Chefin kritischer. Weitere Kommentare dazu lauten:
- "Linke können nur zensieren, verbieten, sich an den ökonomischen Errungenschaften von produktiven Menschen laben, Neid schüren, Feindbilder schüren und pflegen. Es ist eine Spezies, die, wenn es sie nicht gäbe, auch niemand vermissen würde."
- "Ich bin lieber auf Plattformen wie X, wo man sich frei bewegen kann, als auf Plattformen, unterstützt von der EU, wo man sich nur mit Ausweiskontrolle anmelden darf. Aber Musk ist laut Ihnen die kontrollierende Instanz ... Ja, ne, ist klar. Hinzu kommt, die "europäischen Regeln" sind im Allgemeinen kontrollierender als die amerikanischen. Also eigentlich wird hier für mehr Überwachung plädiert, verpackt in 'mehr Demokratie'. The irony..."
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gom/bua/news.de
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