Getötetes Staatsoberhaupt: Millionen Menschen bei Trauerzug für Chamenei in Teheran

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. In der Hauptstadt Teheran folgen Menschenmassen einem Trauerzug.

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Im Iran sind nach staatlichen Angaben mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefolgt. Die Staatsagentur Irna sprach am Montag von Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl.

In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt, begleitet von Menschenmassen. Viele Teilnehmer der Prozession skandierten "Rache, Rache" sowie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". Einige Anhänger hielten Plakate hoch, auf denen US-Präsident Donald Trump als Zielscheibe dargestellt war.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten.

Trauerfeier auch im Nachbarland Irak geplant

An der Prozession nahmen auch zahlreiche Chamenei-Anhänger aus der Region teil, etwa Afghanistan, Syrien, dem Libanon oder Irak. Im irakischen Kerbela und Nadschaf sind am Mittwoch ebenfalls Trauerfeierlichkeiten geplant, ehe der frühere Religionsführer am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll.

Chamenei regierte den Iran mit harter Hand. Öffentliche Kritik an seiner Person wurde nicht geduldet. Bei den jüngsten Protesten skandierten Demonstranten "Tod dem Diktator". Ein großer Teil der rund 86 Millionen Einwohner des Iran dürfte der Staatstrauer gleichgültig oder ablehnend gegenüberstehen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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