Donald Trump im Stein verewigt?: Mount Rushmore plötzlich mit goldenem Trump-Gesicht

Donald Trump setzt kurz vor dem Nationalfeiertag ein neues Zeichen der Selbstinszenierung. In einem Video auf Truth Social erweitert er Mount Rushmore um sein eigenes Gesicht – und spricht dabei von einer "Vision".

Von news.de-Redakteurin - Uhr

US-Präsident Donald Trump hält am Mount Rushmore National Memorial eine Rede. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump hält am Mount Rushmore National Memorial eine Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump veröffentlicht ein Video mit einer goldenen Mount-Rushmore-Version inklusive seines eigenen Gesicht
  • Auch an Bord der Air Force One taucht das Motiv in Form von Keksen auf
  • Die Idee eines "fünften Präsidenten" kursiert seit Jahren und findet politische Unterstützung

Kurz vor der historischen 250-Jahr-Feier der amerikanischen Unabhängigkeit sorgt Donald Trump mit einem aufsehenerregenden Video für Diskussionen. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht der US-Präsident einen Clip, der eine goldene Version des Mount Rushmore zeigt – erweitert um sein eigenes Konterfei.

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Goldener Mount Rushmore mit Donald Trump als "fünften Präsidenten"

Das Video trägt den Titel "Art of the Vision" und beginnt mit einer amerikanischen Flagge im Hintergrund. Anschließend wird eine vergoldete Version des berühmten Nationalmonuments gezeigt. Neben den vier historischen US-Präsidenten erscheint auch Donald Trump. Im Voiceover sagt er: "Ich werde der größte Präsident für viele, viele Jahre sein." Während die Kamera über das Monument schwenkt, fügt er hinzu: "Und wir werden heute Abend viel Spaß haben."

Trump spricht direkt vor echtem Mount Rushmore

Parallel zum Video trat Trump auch tatsächlich vor dem realen Mount Rushmore in South Dakota auf. Dort sind die Präsidentenköpfe von George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Granit des Berges gemeißelt.

Auch auf dem Flug nach South Dakota setzte das Weiße Haus die Inszenierung fort. An Bord der Air Force One wurden Kekse verteilt, die Mount Rushmore mit fünf Präsidentengesichtern zeigten – inklusive Donald Trump. Auf dem Zuckerguss stand: "Mount Rushmore National Memorial. Black Hills, South Dakota. Five Presidents." Ein Foto der Backwaren wurde von Bettina Trump auf Instagram geteilt. CNN-Korrespondentin Betsy Klein kommentierte, die Kekse für Presse und First Family seien "anders" gewesen. Das Weiße Haus selbst bekräftigte die Symbolik deutlich: "Es gäbe keine bessere Ergänzung für das ikonische Mount Rushmore als den 45. und 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump", sagte Sprecher Taylor Rogers gegenüber der "Washington Post".

Trump-Konterfei schon bald am Mount Rushmore?

Die Idee, sein Gesicht am Mount Rushmore zu verewigen, begleitet Trump seit Jahren. Bereits 2018 soll er bei einem Treffen mit der damaligen Gouverneurin Kristi Noem über diesen Wunsch gesprochen haben. 2019 wich er einer Journalistenfrage aus und sagte: "Wenn ich diese Frage mit 'Ja' beantworte, werde ich so schlechte Publicity bekommen." Später bezeichnete er die Idee zwar nicht offiziell als Plan, ließ jedoch durchblicken, dass sie ihm "gut" gefalle.

Auch in der republikanischen Partei findet die Idee Unterstützer. Die Abgeordnete Anna Paulina Luna brachte 2025 einen Gesetzentwurf ein, der Trumps Gesicht in das Monument integrieren sollte. Ihr Parteikollege Andy Ogles forderte ebenfalls eine ernsthafte Prüfung des Vorschlags. Damit ist die Idee längst aus der reinen Symbolik in politische Debatten übergegangen.

Doch unabhängig von politischen Vorstellungen gibt es ein klares Hindernis: die Geologie des Mount Rushmore. Bereits der Bildhauer Gutzon Borglum hatte erklärt, dass ein fünftes Gesicht aus technischen Gründen kaum möglich sei. Die Steinstruktur lasse keine Erweiterung zu.

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