Pete Hegseth: US-Kriegsminister setzt Generäle vor die Tür - Republikaner laufen Sturm

US-Kriegsminister Pete Hegseth feuert hochdekorierte Generäle mutmaßlich aus persönlichem Groll gegen die Armee - so lautet der schwere Vorwurf eines US-Senators. Die jüngste Entlassung stößt sogar bei Republikanern auf scharfe Kritik.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Pete Hegseth hat nach einem Rauswurf neuen Ärger am Hals. (Foto) Suche
Pete Hegseth hat nach einem Rauswurf neuen Ärger am Hals. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jeremias Gonzalez
  • Pete Hegseth unter Verdacht: Geht der US-Kriegsminister gezielt gegen die Armee vor?
  • US-General zieht sich nach angeblichen Konflikten mit Hegseth zurück
  • Pete Hegseth feuerte über ein Dutzend hochrangiger Offiziere

Der demokratische Senator Tim Kaine aus dem US-Bundesstaat Virginia erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. In der CBS-Sendung "Face the Nation" kritisierte der 68-Jährige die überraschende Absetzung des hochdekorierten Generals Christopher Donahue. Kaine vermutet, dass persönliche Animositäten hinter der Personalentscheidung stehen. Hegseth, im Trump-Jargon auch als US-Kriegsminister bezeichnet, sorgte bereits zuletzt mit einem aufgehobenen Befehl für Schlagzeilen.

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Pete Hegseth unter Verdacht: Geht der US-Kriegsminister gezielt gegen die Armee vor?

Der Senator sieht ein Muster in Hegseths Vorgehen gegen Armeeangehörige. "Er diente in der Armee; er hatte das Gefühl, von der Armee nicht gut behandelt worden zu sein; das ist ein Groll, den er trägt und den er öffentlich beschrieben hat", erklärte Kaine. Die zentrale Frage sei, ob sich der Minister nur mit "Ja-Sagern" umgebe.

Besonders problematisch findet Kaine, dass Hegseth offenbar gezielt gegen die Armee vorgeht. Der Senator stellte die grundsätzliche Frage in den Raum: Handelt es sich um eine persönliche Angelegenheit oder geht es wirklich um das Wohl der Nation?

US-General zieht sich nach angeblichen Konflikten mit Hegseth zurück

Der 56-jährige Christopher Donahue gilt als einer der erfahrensten Militärführer der USA. Seine Karriere umfasst eine Zeit als Kommandeur bei den Delta Forces, der Eliteeinheit der amerikanischen Streitkräfte. Besondere historische Bedeutung erlangte er als letzter US-Soldat, der im August 2021 afghanischen Boden verließ.

Erst seit anderthalb Jahren leitete Donahue die US-Streitkräfte in Europa und Afrika, bevor er seine Pensionierungsunterlagen einreichte. Berichten von CBS News zufolge kam es vor seinem Rückzug zu Konflikten mit Verteidigungsminister Hegseth. Die Armee würdigte seine Verdienste in einer offiziellen Stellungnahme.

Am 2. Juli wird Donahue das Kommando übergeben. Sein Stellvertreter, Generalmajor Christopher Norrie, übernimmt die Führung der US-Truppen in Europa und Afrika. Zusätzlich gibt Donahue die kommissarische Leitung des Alliierten Landkommandos der Nato an den britischen Generalleutnant Jez Bennett ab.

Pete Hegseth feuerte über ein Dutzend hochrangiger Offiziere

Seit seinem Amtsantritt hat Pete Hegseth tiefgreifende Veränderungen in der Führungsebene des US-Militärs vorgenommen. Der frühere Moderator der Fox-News-Sendung "Fox & Friends Weekend" entließ mehr als ein Dutzend hochrangiger Militärangehöriger. Die Maßnahmen werden von zahlreichen Beobachtern als politisch motiviert eingestuft.

Zur Liste der abgesetzten Spitzenoffiziere gehören bedeutende Namen wie Marine-Staatssekretär John Phelan, General Randy George, General David Hodne sowie Generalleutnant Jeffrey Kruse. Auch Generalmajor William Green Jr. und Admiralin Lisa Franchetti mussten ihre Posten räumen.

Pete Hegseth schürt Unmut bei Republikanern

Die Absetzung Donahues stößt nicht nur bei Demokraten auf Widerstand. Auch der republikanische Senator Thom Tillis aus North Carolina übte scharfe Kritik an seinem Parteikollegen Hegseth. Der 65-Jährige bezeichnete die Personalentscheidung in einem Beitrag auf der Plattform X als vermeidbaren Fehler.

  • "Das belebt nicht das Krieger-Ethos. Das ist kein Anführer, der Verdienst priorisiert. Es ist unreif. Es ist unseriös. Und es fügt unserem Verteidigungsministerium großen Schaden zu", schrieb der Senator.
  • Die Wortwahl lässt keinen Zweifel an der Schärfe seiner Ablehnung.

In seiner Stellungnahme forderte Tillis professionellere Führung ein.

  • "Unser Militär verdient beständige, seriöse zivile Führung. Im Moment bekommt es das Gegenteil", fügte er hinzu.

Die parteiübergreifende Kritik zeigt das Ausmaß der Kontroverse um Hegseths Personalentscheidungen.

Pentagon beruft sich auf Präsidentenrecht

Das Verteidigungsministerium weist die Kritik zurück und verweist auf etablierte Strukturen. Sprecher Sean Parnell erklärte gegenüber "The Daily Beast", dass Generäle nach dem Ermessen des Präsidenten und des Kriegsministers dienten. "Sie haben es immer getan und werden es immer tun", betonte Parnell in seiner Stellungnahme.

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