Marco Rubio: Plötzlich fehlen ihm die Worte - Trump-Schwiegersohn bringt ihn ins Stottern
Als US-Außenminister Marco Rubio erklären sollte, warum Donald Trumps Schwiegersohn ohne jede Regierungsfunktion bei seinem Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate am Tisch saß, konnte der sonst so eloquente Spitzendiplomat nur noch stammeln.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Marco Rubio irritiert mit besonderem "Gast" bei vertraulichen Gesprächen
- Marco Rubio kalt erwischt - Trump-Minister ringt um Erklärung
- Marco Rubio: Seine Geschichte klingt ganz anders
Außenminister Marco Rubio sieht sich mit unangenehmen Fragen konfrontiert, nachdem bekannt wurde, dass Michael Boulos bei einem wichtigen diplomatischen Treffen im Nahen Osten anwesend war. Der Ehemann von Präsidententochter Tiffany Trump, eine der Frauen im Leben von Donald Trump, saß lächelnd neben Rubio, als dieser sich mit hochrangigen Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate traf, darunter Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan selbst.
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Marco Rubio irritiert mit besonderem "Gast" bei vertraulichen Gesprächen
Boulos Anwesenheit bei dem Gespräch mit den emiratischen Offiziellen wirft Fragen nach der Vermischung von Familieninteressen und Staatsgeschäften auf.
Das Problem: Boulos besitzt, im Gegensatz zu seinem Vater Massad, der von Donald Trump zum hochrangigen Berater ernannt wurde, keinerlei offizielles Amt innerhalb der US-Regierung. Der Geschäftsmann hat keine formelle Funktion, die seine Teilnahme an solchen Arbeitsgesprächen rechtfertigen würde. Die Reporter wollten daher wissen, was er bei dem Treffen während Rubios Auslandsreise zu suchen hatte. Videos beim Social-Media-Dienst X belegen die Szene.
Marco Rubio kalt erwischt - Trump-Minister ringt um Erklärung
Als die Reporter nachfragten, zeigte sich eine ungewöhnliche Seite des Außenministers. Rubio gilt eigentlich als einer der eloquentesten und gelassensten Kabinettsmitglieder der Regierung. Doch bei diesem Thema geriet er sichtlich ins Stocken.
- "Mike war nur, äh, Michael Boulos? Oh, er war dort, um seinen Bruder zu besuchen, der hier lebt. Er war nur da, um mich zu sehen und sich zu unterhalten", stammelte Rubio.
Die Erklärung klang zumindest holprig und wenig durchdacht. Reporter ließen nicht locker und wiesen darauf hin, dass es sich um ein offizielles Arbeitsessen gehandelt habe.
- Rubio versuchte es erneut: "Es gab eins, aber er war nicht - aber die Gespräche um ihn herum hatten zu tun mit - er war nur hier, weil sein Bruder hier lebt, und ich bin ein guter Freund von Michael, also hatten wir die Gelegenheit, uns zu unterhalten."
Danach beendete der Außenminister abrupt die Fragerunde und entfernte sich.
Marco Rubio: Seine Geschichte klingt ganz anders
Die offiziellen Dokumente zum Treffen strafen Rubios Darstellung Lügen. Laut der Verlautbarung des US-Außenministeriums wurden bei dem Gespräch Donald Trumps Vereinbarung mit dem Iran, die Sicherstellung des Transits durch die Straße von Hormus sowie Frieden und Stabilität in der Region thematisiert. Von einem lockeren Plausch unter Freunden keine Spur schreibt "The Daily Beast".
Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.
- Dean Baker, leitender Ökonom am Center for Economic and Policy Research, zog eine vernichtende Bilanz: "Team Trump ist einfach ein bodenloses Fass der Korruption."
- Tommy Vietor, ehemaliger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats unter Obama und Co-Moderator von "Pod Save America", bezeichnete Rubios Rechtfertigung als lächerlich: "Er musste sich WÄHREND eines Treffens mit dem Präsidenten der VAE mit Trumps Schwiegersohn austauschen?"
- Autor und Ex-Journalist Bill Carter ergänzte spitz, falls Boulos nur mitgereist sei, solle er besser seine Reisekosten selbst bezahlen.
Das ist Trump-Schwiegersohn Michael Boulos
Michael Boulos ist ein libanesisch-amerikanischer Geschäftsmann, der 2022 Tiffany Trump heiratete. Die Präsidententochter aus Donald Trumps zweiter Ehe mit Marla Maples hatte im Januar 2021 seinen Heiratsantrag im Rosengarten des Weißen Hauses angenommen. Das Paar hat ein Kind, das im vergangenen Jahr zur Welt kam. Das Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist kein Einzelfall. Boulos und Tiffany Trump bewegen sich laut "New York Times" inzwischen regelmäßig in diplomatischen Kreisen - ein Privileg, das sie in erster Linie ihrer Verwandtschaft mit dem Präsidenten verdanken sollen.
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