J.D. Vance: Trump-Vize entsetzt mit Rede über Rücktritt von US-Präsident

US-Vizepräsident J.D. Vance empört bei einem Auftritt mit einer Aussage über den Rücktritt des früheren US-Präsidenten Richard Nixon. Der Watergate-Skandal würde heute nur zwölf Stunden lang Schlagzeilen machen, behauptete der Trump-Vize.

Von news.de-Redakteur - Uhr

JD Vance hat mit einem eigenwilligen Trump-Vergleich irritiert. (Foto) Suche
JD Vance hat mit einem eigenwilligen Trump-Vergleich irritiert. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Nathan Howard
  • J.D. Vance nennt Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon "absurd"
  • J.D. Vance macht fassungslos mit Aussage über Watergate-Skandal
  • J.D. Vance irritiert bei Auftritt - und belastet Donald Trump

Vizepräsident J.D. Vance, der bei den Iran-Verhandlungen zuletzt eine Demütigung hinnehmen musste, löste mit seiner Rede im Nixon Library in Yorba Linda, Kalifornien, heftige Reaktionen aus. Der Vizepräsident bezeichnete sich selbst als fasziniert von Richard Nixon und behauptete, dessen historisches Erbe erlebe derzeit eine "kleine Renaissance".

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J.D. Vance nennt Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon "absurd"

Seine umstrittensten Worte bezogen sich direkt auf den Watergate-Skandal. Vance erklärte, wenn das gleiche Ereignis in der heutigen Zeit geschehen würde, wäre die mediale Aufmerksamkeit auf etwa zwölf Stunden begrenzt. Er bezeichnete es als absurd, dass der Skandal damals zum Rücktritt des 37. Präsidenten führte.

Zur Erklärung: Der Watergate-Skandal begann 1972 mit einem Einbruch in die Parteizentrale der Demokraten im Watergate-Gebäudekomplex, der mit dem Wahlkampf von US-Präsident Richard Nixon in Verbindung gebracht wurde. Entscheidend war jedoch nicht der Einbruch selbst, sondern der Versuch der Regierung, ihre Beteiligung zu vertuschen und die Ermittlungen zu behindern. Nach der Veröffentlichung belastender Tonbandaufnahmen trat Nixon 1974 als erster US-Präsident der Geschichte zurück.

J.D. Vance macht fassungslos mit Aussage über Watergate-Skandal

Die Äußerungen des Vizepräsidenten über den historischen Skandal, der die amerikanische Politik nachhaltig prägte, sorgten unmittelbar für Aufsehen in sozialen Medien und unter politischen Beobachtern. Die Aussagen des Vizepräsidenten stießen unmittelbar auf massive Ablehnung in sozialen Netzwerken.

  • Mikey Smith, politischer Redakteur der Zeitung "The Mirror" für die USA, kommentierte auf X, dass solche Dinge nicht öffentlich mit einem Mikrofon in der Hand geäußert werden sollten.
  • Der Autor Nick Pettigrew spottete auf Bluesky über die Bemerkungen mit den Worten: "Hey, erinnert ihr euch, als Handlungen noch Konsequenzen hatten? Verrückte Zeiten."
  • Kai Ryssdal, Moderator und leitender Redakteur von "Marketplace", interpretierte die Äußerungen als versehentliches Eingeständnis und schrieb, Vance habe den stillen Teil laut ausgesprochen.
  • Der Historiker und Autor Kevin M. Kruse bemerkte auf Bluesky ironisch, Vance sei dem Verständnis des Problems sehr nahe.
  • Der New Yorker Rechtsanwalt Ray Beckerman ergänzte, dass Nixons Korruption im Vergleich zu jener Trumps verschwindend gering gewesen sei.

J.D. Vance irritiert bei Auftritt - und belastet Donald Trump

Auf der Plattform X machten zahlreiche Nutzer ihrem Unmut über die Äußerungen Luft.

  • Ein Kommentator interpretierte Vances Worte als eindeutige Botschaft: Unter der Führung von Donald Trump gelte Korruption als normal - "The Don" wäre ein vergleichbarer Skandal nicht zum Verhängnis geworden.
  • Ein weiterer Nutzer kritisierte scharf, dass Gesetzesverstöße und korruptes Verhalten nun offenbar auf einen zwölfstündigen Nachrichtenzyklus reduziert würden.
  • Mehrere Kommentatoren wiesen darauf hin, dass Vance mehr als ein Jahrzehnt nach Nixons Rücktritt geboren wurde. Sie betonten, dass praktisch alle Zeitzeugen des Watergate-Skandals von 1974 mit seiner Einschätzung nicht übereinstimmen würden, darunter auch überzeugte Republikaner wie Barry Goldwater.
  • Besonders scharf fiel die Kritik aus, Vance rechtfertige Nixons damalige Gesetzesverstöße, um heutige Korruptionsvorwürfe zu entschuldigen.
  • Ein Nutzer merkte an, dass Vances Argumentation Trump ungewollt belaste, da sie impliziere, dass aktuelle Vergehen schwerwiegender als Nixons Verbrechen seien.

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