Donald Trump: "Alle wissen es" - Trump-Biograf nennt US-Präsident "verrückt"
Jeder im Weißen Haus wisse es, doch niemand spreche es aus: Donald Trump ist "verrückt", behauptet sein langjähriger Biograf. Die US-Republikaner würden den 80-Jährigen "wie einen verrückten Onkel" behandeln, den man besänftigen müsse.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump verhält sich "verrückt" laut Biograf
- Donald Trump beschimpft Senator als "Verrückten"
- Wie Republikaner mit Donald Trump umgehen
- Donald Trump: Biograf spricht von "Manie"
Donald Trumps langjähriger Biograf Michael Wolff erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten und sein Umfeld. In der neuesten Ausgabe seines Podcasts "Inside Trump's Head" behauptet Wolff, dass sogar die treuesten Gefolgsleute des 80-jährigen Staatschefs dessen mentalen Zustand für bedenklich halten. Sie würden es nur nicht öffentlich aussprechen.
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Donald Trump verhält sich "verrückt" laut Biograf
Die Vertrauten des US-Präsidenten, der jüngst mit einem skurrilen Auftritt im Oval Office für Schlagzeilen sorgte, seien sich des bizarren Verhaltens ihres Chefs durchaus bewusst, würden aber bewusst wegschauen, um in dessen Gunst zu bleiben, so Wolff.
- "Jeder weiß es", betont der Autor und fügt hinzu: "Und hier ist die Kernaussage: Jeder weiß, dass er verrückt ist."
Die Reaktion des Weißen Hauses ließ nicht lange auf sich warten. Kommunikationsdirektor Steven Cheung bezeichnete Wolff gegenüber "The Daily Beast" als Lügner und Betrüger, der unter einem schweren Fall von "Trump Derangement Syndrome" leide.
Donald Trump beschimpft Senator als "Verrückten"
Als konkretes Beispiel für Trumps Verhalten nennt Wolff die jüngste Konfrontation mit dem republikanischen Senator Bill Cassidy. Bei einem Mittagessen eskalierte die Situation, nachdem Cassidy für eine Resolution gestimmt hatte, die US-Militäraktionen gegen den Iran blockieren sollte. Der 68-jährige Senator aus Louisiana berichtete Reportern anschließend von der feindseligen Begegnung.
Trump habe ihn als "Verrückten" bezeichnet und eine Sprache verwendet, "die man auf einem Schulhof hören würde". Cassidy konfrontierte den Präsidenten direkt: "Sie haben dem amerikanischen Volk nicht gesagt, was vor sich geht. Es sollte vier Wochen dauern, es dauert jetzt vier Monate. Unsere ursprünglichen Ziele wurden nicht erreicht, und ich will wissen, was vor sich geht."
- Doch nur wenige Stunden später vollzog Cassidy eine Kehrtwende. Nach einem ausführlichen Briefing im Situation Room mit dem Trump-Sondergesandten Steve Witkoff und Vizepräsident J.D. Vance änderte der Senator seinen Ton.
"Verrückter Onkel": Wie Republikaner mit Donald Trump umgehen
Wolff analysiert im Podcast das Verhalten der Republikaner gegenüber dem US-Präsidenten mit scharfen Worten. Seine These:
- "Ich denke, was in ihrer Gedankenblase vorgeht, ist: Ja, dieser Typ ist - das ist ein verrückter Typ. Und wie geht man mit einem Verrückten um? Man versucht, ihm zu schmeicheln. Man versucht, direkte Konfrontationen mit ihm zu vermeiden."
Wolf beschreibt Trump als den "verrückten Onkel", den alle in der Familie kennen und um den man herumlaviert. Die republikanische Partei versuche, Konflikte zu vermeiden und den Präsidenten zu besänftigen, um seine Gunst nicht zu verlieren.
Co-Moderatorin Joanna Coles hakt kritisch nach: Wenn alle wüssten, dass er verrückt sei, warum halte man ihn nicht von seinen verrückten Handlungen ab?
- Wolff erklärt, die Republikaner steckten in einem Dilemma. Sie müssten mit einer "sehr spezifischen Trump-Ökologie" umgehen und wüssten schlicht nicht, wie sie damit fertig werden sollen. Viele bräuchten Trump noch - besonders mit Hinblick auf die Vorwahlen im Herbst.
Donald Trump: Biograf spricht von "Manie"
Wolff wagt sich sogar an eine psychologische Einschätzung, obwohl er einräumt, kein Arzt zu sein und Trump nicht untersucht zu haben. Dennoch spricht er von einer "interessanten manisch-depressiven Darstellung", die sich derzeit angeblich beobachten lasse. Das erste Jahr der zweiten Amtszeit beschreibt der Biograf als reine Manie. Trump habe sich schnell bewegt, alles Mögliche unternommen und noch mehr getan - was alle verblüfft habe. Niemand habe gewusst, wie er reagieren solle auf diesen Aktivitätsrausch.
Doch mittlerweile hole ihn all das ein, behauptet Wolff. Trump stürze nun in die depressive Phase: Nichts funktioniere mehr, überall stoße er auf Widerstand, er könne nichts erreichen. Die Behandlung als "verrückter Onkel" durch sein Umfeld mache ihn nur noch aufgebrachter. Seine Unzufriedenheit und Depression wüchsen, weil aus seiner Sicht überhaupt nichts mehr für ihn laufe. Diese Einschätzungen sind Teil von Wolffs wiederkehrender Kritik an der internen Dynamik im Umfeld des US-Präsidenten.
Donald Trump: Mediziner schlägt Alarm
Wolff steht mit seiner Einschätzung nicht allein da. Ein Experten warnt immer wieder vor Anzeichen von Demenz und malignem Narzissmus beim US-Präsidenten während seiner zweiten Amtszeit. Der Psychologe Dr. John Gartner erklärt gegenüber "The Daily Beast", dass "abschweifende Sprache eines der diagnostischen Kriterien für Demenz ist".
Die häufigen ausschweifenden Tiraden und selbstverherrlichenden Projekte des Präsidenten sieht der Fachmann als deutliches Symptom. "Womit er besessen ist, ist eine Funktion des malignen Narzissmus", so Gartner. "Er ist besessen von Dingen, die ihm Ruhm einbringen."
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rut/news.de/stg
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