Katholische Kirche: Kardinäle aus aller Welt für Beratungen mit Papst im Vatikan

Der Pontifex lädt Kardinäle aus aller Welt zu einem seltenen Gipfel in den Vatikan. Hinter verschlossenen Türen geht es um die Weltlage, KI und ein wichtiges Reformprojekt der Kirche.

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Papst Leo XIV. (r), der US-Amerikaner Robert Prevost, auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. (Foto) Suche
Papst Leo XIV. (r), der US-Amerikaner Robert Prevost, auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. Bild: picture alliance/dpa | Oliver Weiken

Kardinäle aus aller Welt sind dem Ruf von Papst Leo XIV. gefolgt und haben sich im Vatikan für ein besonderes Gipfeltreffen versammelt. Am Vormittag begann das außerordentliche Konsistorium mit einer ersten Arbeitssitzung. Die Beratungen sollen auch am Samstag fortgeführt werden. Themen sind nach Angaben des Vatikans die Weltlage, Künstliche Intelligenz (KI) sowie die nächsten Schritte des Reformprojekts Weltsynode.

Eine solche Versammlung kommt äußerst selten vor: Anders als bei ordentlichen Konsistorien, die mehrmals jährlich stattfinden können, werden bei einem außerordentlichen Konsistorium nicht nur die in Rom ansässigen Kardinäle einberufen, sondern alle. Derzeit sind dies gut 240 Kirchenmänner. Das Konsistorium gilt als das wichtigste Beratungsgremium des Papstes.

Neuer Leitungsstil der katholischen Kirche?

Bei seinem ersten außerordentlichen Konsistorium als Papst im Januar entschied Leo, dieses Gesprächsformat auch in Zukunft fortführen und in regelmäßigen Abständen abhalten zu wollen. Diese Entscheidung galt damals als Zeichen dafür, dass der Papst einen neuen Leitungsstil der katholischen Kirche anstrebt und die Kardinäle aus aller Welt stärker einbeziehen will.

Am Morgen zelebrierten der Papst und die Kardinäle eine Messe im Petersdom. Mit Blick auf die erste Arbeitssitzung zur Weltlage sagte Leo dort: "Der Krieg ist niemals der Würde des Menschen angemessen und wird niemals von Gott gesegnet." Der Mensch sei mit Vernunft und freiem Willen ausgestattet worden, um Konflikte als "Menschen und nicht als Bestien zu lösen". Die Einheit der Menschheitsfamilie sei wichtiger als Völker und Staaten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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