Magdeburg: CDU und AfD streiten über Bildung und Frauenbild im Landtag

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) kritisiert die Bildungspolitik der AfD. Der AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider hält dagegen. Das ist passiert.

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Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben CDU und AfD im Parlament um den richtigen Kurs in der Bildungspolitik gerungen. "Unsere Schulen werden kein Testlabor für eine spezielle Ideologie, so wie es die AfD mit unseren Kindern in Sachsen-Anhalt vorhat", sagte Ministerpräsident Sven Schulze (CDU). Damit bezog er sich etwa auf die Pläne der AfD, die Schulpflicht abzuschaffen.

Schulze betonte, er besuche viele Schulen im Land und höre oft, dass Frauen und Mütter Angst vor einer Bildungspolitik der AfD hätten. "Wenn sie mit den Eltern sprechen, dann sagen die immer eins: Wir wollen keinen Bildungsminister, der Tillschneider heißt", sagte Schulze.

Tillschneider spricht von "Frechheit"

Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Hans-Thomas Tillschneider, hielt dagegen. "Das ist schon eine Frechheit, die ihresgleichen sucht", sagte er. Die CDU verantworte die Probleme in der Bildungspolitik, etwa Lehrermangel. "Sie haben dieses Bildungssystem an die Wand gefahren."

Schulze sieht sich hingegen auf dem richtigen Weg und lobte die Einführung des Pflichtfachs Wirtschaft sowie der Praxislerntage. Dabei gehen Schüler regelmäßig in Betriebe. Zudem hält es der Regierungschef für wichtig, dass immer mehr junge Frauen einen Job im Handwerk wählen.

Tillschneider kritisierte diese Äußerung und warf der CDU vor, Genderpolitik zu betreiben. Die Partei sei der "Genderwolf im Schafspelz", sagte der AfD-Politiker.

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