Donald Trump: "Kein Zurück mehr!" Ex-Republikaner mit vernichtender Trump-Prognose
Donald Trump hat die Republikanische Partei nach Ansicht eines langjährigen GOP-Strategen zerstört. Mike Madrid warnt: Die einstige konservative Bewegung stehe vor einem historischen Zusammenbruch und die alte Partei sei nicht mehr zurückzuholen.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Der republikanische Stratege Mike Madrid sieht seine Partei vor einer existenziellen Krise
- Er sagt: "Die alte GOP ist tot" und macht Donald Trump für den Wandel mitverantwortlich
- Madrid warnt vor einem historischen Umbruch im amerikanischen Konservatismus
Düstere Prognose für die Republikaner: Der langjährige republikanische Stratege Mike Madrid erklärte in einem Beitrag auf seiner Substack-Publikation "The Great Transformation", dass die Republikanische Partei vor einer existenziellen Krise stehe. "Die alte GOP ist tot, genauso wie die Whigs einst von der Bildfläche verschwanden", schrieb Madrid. "Es gibt kein Zurück mehr."
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"Die alte GOP ist tot": Republikanischer Stratege rechnet mit eigener Partei ab
Der Politikberater sieht einen vollständigen Zusammenbruch innerhalb der Partei, die sich mit "populistischem Nationalismus und einer größeren, stärkeren Regierung" gefüllt habe. Diese Entwicklung stehe im direkten Widerspruch zu allem, wofür die Republikaner seit dem Ende des Bürgerkriegs gestanden hätten. Madrid warnte vor schwerwiegenden Folgen für die amerikanische Gesellschaft. Die konservativen Kräfte innerhalb der Partei hätten den extremistischen Anhängern von US-Präsident Donald Trump Platz gemacht.
Demokraten als wahre Konservative?
In seiner Analyse stellt Madrid die politische Landschaft der USA auf den Kopf. Die Demokratische Partei sei heute die eigentlich konservative Kraft im Land – zumindest im Sinne des britischen Philosophen Edmund Burke. "Die Demokraten sind heute die konservative Partei – zumindest im Burke'schen Sinne – als Hüter der Institutionen gegen populistische Zerstörung und den gegenkulturellen institutionellen Angriff, der sich in der heutigen GOP manifestiert", argumentierte der Stratege. Wer glaube, Ronald Reagan sei ein Vorläufer von Trump gewesen, habe ein "sehr elementares Verständnis" davon, was mit der amerikanischen Gesellschaft und dem politischen System geschehe. Madrid zog einen drastischen Vergleich: Trump sei genauso wenig der Erbe Reagans wie Barack Obama der demokratische Erbe des Segregationisten Bull Connor sei.
Big Tech überholt Big Government als größte Sorge
Madrid stützt seine Argumentation auf eine bemerkenswerte Verschiebung in der öffentlichen Meinung. Eine aktuelle Fox-News-Umfrage fragte Wähler, was die größere Bedrohung für die Zukunft des Landes darstelle: große Regierung oder große Technologiekonzerne. Das Ergebnis markiert einen dramatischen Wandel. Noch 2019 lag die Sorge vor staatlicher Macht mit 23 Punkten vorne. Inzwischen hat sich das Verhältnis komplett umgekehrt – ein Umschwung von 28 Punkten innerhalb von sieben Jahren. Madrid bezeichnet dies als "eine der schnellsten Umkehrungen einer politischen Grundannahme", die er in seinem Berufsleben beobachtet habe. Für jeden, der sich mit konservativem Denken beschäftigt habe, sei diese Zahl bedeutsamer als fast jede andere in der amerikanischen Politik. "Es ist kein vereinzelter Datenpunkt", schrieb der Stratege. "Es ist eine Abrissbirne, die auf die tragende Wand der gesamten Bewegung zielt."
Warum der klassische Konservatismus keine Antworten mehr hat
Madrid erklärt den Kern des Problems: Die gesamte konservative Philosophie von Burke über Goldwater bis Reagan basierte auf einer einzigen Grundannahme. Die größte Gefahr für individuelle Freiheit gehe von konzentrierter staatlicher Macht aus. Diese Theorie habe zweihundert Jahre lang funktioniert, weil sie zutraf. Der Staat war tatsächlich die Institution, die Menschen überwachen, besteuern und einsperren konnte. Dann geschah etwas, das weder Burke noch Madison noch Hayek vorhersehen konnten. "Eine Handvoll privater Unternehmen hat die Fähigkeit entwickelt, mehr über das Innenleben eines Menschen zu wissen, als jede Regierung in der Geschichte je zu wissen träumte", schrieb Madrid. Google und Meta könnten drei Tage im Voraus vorhersagen, dass jemand seine Ehe beenden oder sich politisch radikalisieren werde. Eine Bewegung, deren gesamtes Vokabular darauf ausgerichtet war, staatliche Bedrohungen zu benennen, habe schlicht nichts zu dieser neuen Gefahr zu sagen.
Forderung nach digitalem Bill of Rights
Als Lösung fordert Madrid ein digitales Äquivalent zur amerikanischen Bill of Rights. Der Schutz des Einzelnen vor Technologiekonzernen müsse genauso fest verankert werden, wie einst der Schutz vor staatlicher Willkür. "Wir versuchen, die Probleme dieses Jahrhunderts mit den Ideen des letzten Jahrhunderts zu lösen", kritisierte der Stratege. Die Demokraten müssten sich auf diese neue Bedrohung konzentrieren – keine anderen politischen Maßnahmen seien wichtiger, bis dieser Schutz im System verankert sei. Für die Republikaner sieht Madrid keine Hoffnung mehr. "Sie haben im November 2016 aufgegeben, als sie alles aufgaben, woran sie glaubten, in der falschen Hoffnung, gerettet zu werden, indem sie einfach nicht die Macht verlieren." Sein Fazit fällt vernichtend aus: "Zuerst verloren sie ihre Seele. Dann ihre Partei. Jetzt sind wir gefährlich nahe daran, das Land zu verlieren."
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