Ulm: Wie Stoch noch immer mit der "Entenleberwurst-Affäre" ringt
Beim SPD-Parteitag in Ulm wird das historische Wahldesaster aufgearbeitet. Spitzenkandidat Stoch macht mit. Aber die Sache mit der Entenleberwurst sei ihm auch ein Stück "ans Bein" gebunden worden.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Auch drei Monate nach der historischen Schlappe der SPD bei der Landtagswahl treibt die sogenannte "Entenleberwurst-Affäre" den scheidenden SPD-Landeschef Andreas Stoch um. Auf dem Parteitag der Südwest-SPD in Ulm sprach er von einem Fettnäpfchen, betonte aber auch, dass die Situation im Wahlkampf verzerrt dargestellt worden sei.
"Wenn du versuchst, auch als Mensch integer zu sein, und dir dann im Wahlkampf eine Entenleberwurst-Affäre ans Bein gebunden wird, ich sag' euch, das tut mir weh", betonte Stoch. Diese "Affäre" werde dem, was er in 15 Jahren Politik versucht habe zu leisten, nicht gerecht. "Ich selbst fasse mich da an meine eigene Nase, wie doof ich in dieses Fettnäpfchen getreten bin", erklärte er. "Es wurde natürlich verzerrt dargestellt, aber scheißegal, ich bin schuld daran."
Was war passiert?
Im Wahlkampf war Stoch vom SWR begleitet worden. In dem Fernseh-Porträt ist zu sehen, dass er ausgerechnet nach einem Besuch in einem Laden der Tafel seinem Fahrer offenbar aufträgt, im benachbarten Frankreich Pastete einzukaufen. Auf Nachfrage des SWR sagte Stoch in dem Beitrag, wenn er in Baden unterwegs sei, nutze er dies manchmal, um im benachbarten Frankreich bei einem Metzger einzukaufen. "Eine schöne Entenpastete ist was Herrliches", erklärte er.
Bei der Landtagswahl kam die SPD nur auf 5,5 Prozent der Stimmen - und fuhr damit das schlechteste Wahlergebnis jemals im Südwesten ein. Spitzenkandidat Stoch hatte noch am Wahlabend seinen Rückzug als Partei- und Fraktionschef angekündigt.
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