Donald Trump: Experten sind alarmiert - Trump steuert auf Kollaps zu
Droht Donald Trump etwa die Öl-Pleite? In der vergangenen Woche schrumpfte Amerikas Ölreserve auf den niedrigsten Stand seit 1983 - gefährlich nah an der Grenze, ab der Experten um die Versorgungssicherheit fürchten.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump steuert auf brisante Grenze zu - Experten schlagen Alarm
- Donald Trump wetterte gegen Öl-Plan, jetzt nutzt er ihn selbst
- Trump-Deal könnte Öl-Kollaps stoppen
Die schlechten Nachrichten für Donald Trump halten auch nach seinem viel diskutierten Geburtstag an. Die amerikanische strategische Erdölreserve neigt sich dem Ende entgegen und ist auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Laut veröffentlichten Zahlen des Energieministeriums befinden sich nur noch 340,3 Millionen Barrel in der Reserve - der geringste Bestand seit 1983. Ein altes Versprechen hat Trump dabei offenbar über Bord geworfen.
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Donald Trump steuert auf brisante Grenze zu - Experten schlagen Alarm
Innerhalb einer Woche schrumpfte die US-Notfallreserve um 8,9 Millionen Barrel. Dieser Abbau gehört zu den stärksten jemals verzeichneten und ist Teil von Donald Trumps Regierungsstrategie, insgesamt 172 Millionen Barrel freizugeben, um die auf mehrjährige Höchststände gestiegenen Kraftstoffpreise zu dämpfen.
- Washington hat die Freigabe als Tauschgeschäft konstruiert. Unternehmen, die Öl aus der Reserve entnehmen, müssen die Mengen später mit einem Aufschlag zurückliefern. Dieses System soll die Märkte stabilisieren, ohne die Steuerzahler langfristig zu belasten.
- Die Maßnahme ist in eine internationale Aktion eingebettet. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Internationalen Energieagentur (IEA) werden insgesamt 400 Millionen Barrel aus Notfallbeständen mobilisiert.
Die angespannten Vorräte entstehen vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts. Amerikas Rohölbestände sind stark zurückgegangen, da Raffinerien verstärkt nachfragen und mehr Exporte getätigt werden, um Versorgungslücken durch den Krieg auszugleichen. Bei dem wichtigen Lagerstandort Cushing in Oklahoma nähern sich die Füllstände bereits den operativen Mindestmengen, was Bedenken über die Versorgungssicherheit verschärft, schreibt "Raw Story".
Energiefachleute schlagen Alarm wegen der rapide schwindenden Reserven.
- Andy Lipow, Präsident von Lipow Oil Associates, erklärte gegenüber CNBC im vergangenen Monat, die USA seien auf dem besten Weg zum Mindestbetriebsniveau von 240 Millionen Barrel.
- Der aktuelle Bestand liegt noch deutlich darüber, doch die anhaltenden Freigaben lassen diesen kritischen Schwellenwert näher rücken. Es ist eine brisante Grenze für Donald Trump.
Donald Trump wetterte gegen Öl-Plan, jetzt nutzt er ihn selbst
Die Notfallreserve wurde 1975 von US-Präsident Gerald Ford ins Leben gerufen. Auslöser war die Ölkrise von 1973, die Versorgungsengpässe, Preissteigerungen und große Unsicherheit über Amerikas Verwundbarkeit bei globalen Energiekrisen verursacht hatte. In unterirdischen Anlagen entlang der Golfküste von Texas und Louisiana gelagert, dient sie laut Energieministerium als Notfallinstrument.
- Im Laufe der Jahrzehnte kam die Reserve mehrfach zum Einsatz. Freigaben erfolgten 1991 während der Operation Desert Storm, 2005 nach Hurrikan Katrina, im Zuge der libyschen Bürgerkriegsstörungen sowie 2022 zur Bewältigung der durch Russlands Ukraine-Invasion ausgelösten Energiekrise.
Besonders brisant für Trump: Die bis dato letzte Freigabe erfolgte unter Joe Biden und umfasste rund 180 Millionen Barrel - bis heute die größte einzelne Entnahme in der 50-jährigen Geschichte der Reserve. Dies stieß auf Widerstand bei republikanischen Abgeordneten und Donald Trump. Vor dem Iran-Krieg hatte die Trump-Regierung erklärt, die Reserve nach Bidens "rücksichtsloser Entleerung für politische Zwecke" erfolgreich wieder aufzufüllen - jetzt nutzte Trump den Öl-Plan selbst. Seine Kritik von damals scheint vergessen zu sein.
- Bob McNally von der Rapidan Energy Group warnte gegenüber "Newsweek", die Reserve sei schon vor der Hormus-Krise jahrelang unverantwortlich geleert worden. Die Wiederauffüllung werde Jahre dauern und Mittelzuweisungen durch den Kongress erfordern.
Trump-Deal könnte Öl-Kollaps stoppen
Derweil haben die USA und der Iran eine vorläufige Vereinbarung zur Beendigung ihres fast viermonatigen Konflikts ausgehandelt - vielleicht gerade noch rechtzeitig, um den Öl-Kollaps in den USA zu verhindern. Vertreter beider Seiten gaben bekannt, dass die offizielle Unterzeichnung nach Abschluss technischer Beratungen in der Schweiz erfolgen soll. Zentrale Aspekte wie Durchsetzungsmechanismen und langfristige Fragen zu Sanktionen sowie Atomverhandlungen bleiben jedoch ungeklärt.
Die Straße von Hormus, die kritische Engstelle für globale Öltransporte, ist trotz der Wiedereröffnungspläne noch nicht voll funktionsfähig. Regierungsvertreter kündigten an, die Wasserstraße nach formeller Vertragsunterzeichnung zu öffnen, räumen aber Verzögerungen bei der Umsetzung ein. In einigen Bereichen hat die Schifffahrt teilweise wieder begonnen. Vertreter der Branche warnen allerdings, dass die Räumung von Minen und die Wiederherstellung des Vertrauens bei Versicherern und Tankerbetreibern noch Wochen dauern könnte, bevor der normale Verkehr zurückkehrt.
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rut/news.de/stg
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