Lars Klingbeil und Bärbel Bas: Wirbel um SPD-Hammer - Vizekanzler und Arbeitsministerin vor dem Aus?

Die SPD bereitet sich angeblich schon auf weitere Wahlniederlagen vor: Während Lars Klingbeil und Bärbel Bas offiziell noch nicht unter Beschuss stehen, sollen hinter den Kulissen bereits Namen möglicher Nachfolger kursieren.

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Droht Bärbel Bas und Lars Klingebil das Aus an der SPD-Spitze? Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Wirbel SPD-Hammer: Klingbeil und Bas vor dem Aus?
  • Spekulationen um neuen SPD-Parteichef - was ist mit Boris Pistorius?
  • Schwesigs Chef-Chancen hängen am Wahlergebnis
  • Hubertus Heil: Ex-Arbeitsminister als stille Reserve

Die SPD-Doppelspitze gerät zunehmend unter Beschuss. Lars Klingbeil (48) und Bärbel Bas (58) sehen sich mit sinkenden Umfragewerten und wachsender Unzufriedenheit in der eigenen Partei konfrontiert. Wie der "Spiegel" berichtet, kursieren bereits Namen potenzieller Nachfolger.

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Wirbel SPD-Hammer: Klingbeil und Bas vor dem Aus?

Die anstehenden Landtagswahlen im September werden zum Schicksalstermin für die beiden Parteichefs. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt müssen die Sozialdemokraten liefern. Enttäuschende Resultate könnten die Diskussion um einen Führungswechsel deutlich beschleunigen.

Besonders kritisch wäre ein Absturz unter die Fünf-Prozent-Marke in Sachsen-Anhalt. Ein solches Debakel würde die Position von Klingbeil und Bas massiv schwächen. In Parteikreisen bereitet man sich offenbar schon auf weitere Niederlagen vor - und diskutiert angeblich über personelle Alternativen an der Spitze. Droht dem Vizekanzler und der Bundesarbeitsministerin das Aus an der SPD-Spitze?

Spekulationen um neuen SPD-Parteichef - was ist mit Boris Pistorius?

In den Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel taucht ein Name besonders häufig auf: Verteidigungsminister Boris Pistorius (66). Der 66-Jährige genießt seit längerer Zeit den Ruf, der populärste Politiker in den Reihen der Sozialdemokraten zu sein. Seine Beliebtheitswerte heben ihn deutlich von anderen Parteikollegen ab.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Haken bei dieser Personalie. Innerhalb der SPD mehren sich die Stimmen, die bezweifeln, dass Pistorius überhaupt den Parteivorsitz anstrebt, wie der "Spiegel" berichtet. Der Verteidigungsminister scheint kein erkennbares Interesse an der Übernahme der Parteiführung zu haben.

Trotz seiner Popularität in der Öffentlichkeit gilt Pistorius damit nicht als wahrscheinlicher Kandidat für die Nachfolge. Die Suche nach einer echten Alternative zu Klingbeil und Bas muss sich daher auf andere Namen konzentrieren.

Saar-Regierungschefin mit Wahlerfolgen im Fokus

Als aussichtsreiche Option gilt die saarländische Regierungschefin Anke Rehlinger (50). Die 50-Jährige kann auf erfolgreiche Wahlkämpfe in ihrem Bundesland verweisen und verfügt über breite Unterstützung innerhalb der Partei. Diese Kombination macht sie zu einer interessanten Personalreserve für die Bundesebene.

Doch ein Wechsel in die Bundeshauptstadt steht offenbar nicht auf Rehlingers aktueller Agenda. Nach Informationen des "Spiegel" plant sie derzeit keinen Umzug nach Berlin. Die Ministerpräsidentin will sich zunächst auf ihre Aufgaben im Saarland konzentrieren.

Ein weiterer Faktor spricht gegen einen baldigen Führungswechsel: Im nächsten Jahr muss sich Rehlinger selbst der Landtagswahl in ihrem Bundesland stellen. Diese Herausforderung dürfte ihre Priorität haben. Ein zeitgleicher Vorstoß an die Parteispitze erscheint unter diesen Umständen wenig realistisch.

Schwesigs Chef-Chancen hängen am Wahlergebnis

Auch die mecklenburg-vorpommerische Regierungschefin Manuela Schwesig (52) zählt zum Kreis der diskutierten Nachfolgekandidaten. Die 52-Jährige bringt aus ihrer Zeit als Bundesministerin Erfahrung auf der bundespolitischen Bühne mit. Ihr wird zudem zugetraut, sich durchzusetzen und eigene Positionen zu vertreten.

Allerdings steht auch Schwesigs Eignung für die Parteispitze unter Vorbehalt. Ihr weiterer Aufstieg hängt entscheidend davon ab, wie die SPD bei der Landtagswahl in ihrem Bundesland im September abschneidet. Ein schwaches Ergebnis würde ihre Ambitionen erheblich dämpfen.

Ebenfalls im Gespräch ist Alexander Schweitzer (52), der als Vizechef der Bundespartei und Fraktionsvorsitzender im rheinland-pfälzischen Landtag fungiert. Der einstige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wird nach seiner verlorenen Wahl jedoch eher als Kandidat mit geringen Erfolgschancen eingestuft. Seine Niederlage bei der Landtagswahl belastet seine Ambitionen erheblich.

Hubertus Heil: Ex-Arbeitsminister als stille Reserve trotz Klingbeil-Konflikt

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf den ehemaligen Arbeitsminister Hubertus Heil (53). Dem 53-Jährigen trauen zahlreiche Parteigenossen eine Rückkehr an die Spitze der Partei zu, wie der "Spiegel" schreibt. In innerparteilichen Diskussionen wird er als potenzieller Kandidat für eine Führungsposition gehandelt.

Allerdings gilt Heil als loyales Parteimitglied, der sich nicht als aktiver Herausforderer der aktuellen Führung positioniert. Dennoch gibt es Spannungen: Das Verhältnis zwischen ihm und Parteichef Klingbeil soll belastet sein. Diese persönlichen Differenzen könnten bei einer künftigen Neuaufstellung eine Rolle spielen.

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