Donald Trump: Trump außer sich im Oval Office - dieser Vorwurf wird ihn zum Verhängnis

Donald Trump beschimpft einen neuen Gegner als "Ganoven" und wirft ihm vor, sein Geschäft mit der Hilfe seiner Eltern aufgebaut zu haben. Eine Analystin vermutet: Die Ironie dieses Vorwurfs will der US-Präsident nicht erkennen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump droht eine möglicherweise entscheidende Niederlage. (Foto) Suche
Donald Trump droht eine möglicherweise entscheidende Niederlage. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump wütet gegen "Ganoven"-Demokraten
  • Donald Trump offenbar in Sorge wegen neuem Gegner
  • Donald Trump erkennt Ironie seines Vorwurfs nicht

US-Präsident Donald Trump bekam sich im Oval Office kaum wieder ein, als er in einer andauernden Tirade über demokratische Senatskandidaten schimpfte. Dabei richtete sich sein Zorn besonders gegen Graham Platner aus Maine, wie die Analystin Jen Psaki in ihrer Sendung auf MSNBC im Anschluss noch einmal herausstellte.

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Donald Trump wütet gegen "Ganoven"-Demokraten

Der Präsident bezeichnete den Veteranen und Austernzüchter wiederholt als "Ganove".

  • "Ja, dieser Ganove da oben in Maine, er ist ein Ganove. Er ist ein Ganove", sagte Trump. "Ich kenne Ganoven. Ich musste mit Ganoven umgehen. Ich habe viele Gebäude gebaut. Ich hatte es mit Schlimmeren als Ganoven zu tun. Dieser Typ ist ein Ganove. Er ist ein Ganove der unteren Klasse", tobte Trump.

Trump warf Platner zudem vor, kein Geschäftsmann zu sein und fügte hinzu:

  • "Seine Eltern haben ihn unterstützt. Er ist ein Verlierer."

Donald Trump offenbar in Sorge wegen neuem Gegner

Analystin Jen Psaki interpretierte Trumps Verhalten als eindeutiges Indiz für wachsende Bedenken im Weißen Haus.

  • "Trump ist eindeutig besorgt wegen des Senats. Er ist eindeutig besorgt wegen Graham", erklärte Psaki in ihrer MSNBC-Sendung.

Die ungewöhnliche Konzentration des Präsidenten auf einzelne Senatskandidaten spreche Bände über seine Einschätzung der politischen Lage. Trump richte seine Aufmerksamkeit nicht nur auf Platner, sondern auch auf andere demokratische Kandidaten wie James Talarico in Texas, betonte Psaki. Dies deute darauf hin, dass das Weiße Haus die republikanische Senatsmehrheit als gefährdet ansehe.

Die Sorge sei nicht unbegründet, so die Analystin:

  • Ein internes Memo des National Republican Senatorial Committee habe bereits gewarnt, dass die amtierende Senatorin Susan Collins in Maine verwundbar gegenüber einer Herausforderung durch Platner sei. "Und er ist nicht der Einzige" mit solchen Bedenken, fügte Psaki hinzu.

Donald Trump erkennt Ironie seines Vorwurfs nicht

Jen Psaki zeigte sich besonders von der Heuchelei in Trumps Angriffslinie beeindruckt.

  • "Das ist Trumps neue Angriffslinie gegen Graham Platner. Er ist ein Ganove, die Art von Ganove, der - warten Sie - Hilfe von seinen Eltern braucht, um ein Geschäft zu gründen, wie Ganoven das eben tun", kommentierte sie sarkastisch.

Die Analystin wies ausdrücklich darauf hin, dass Donald Trump selbst massiv auf finanzielle Unterstützung seines Vaters angewiesen war, um sein Immobilienimperium aufzubauen. Dieser Vergleich wird ihm in der Analyse zum Verhängnis.

  • Der US-Präsident hatte bekanntlich umfangreiche Mittel und Verbindungen von seinem Vater Fred Trump erhalten, um seine Geschäftskarriere zu starten.
  • Dass ausgerechnet Trump einem Kandidaten vorwerfe, elterliche Unterstützung erhalten zu haben, sei deshalb bemerkenswert.
  • Die Parallele zwischen seinem eigenen Werdegang und dem Vorwurf gegen Platner könnte kaum deutlicher sein, betonte Psaki in ihrer Sendung.

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