Donald Trump: Trump-Prahlerei um Geheim-Mission geht nach hinten los

Donald Trump feiert eine angeblich geheime Militärmission in der Straße von Hormus als großen Erfolg der USA. Doch seine Darstellung sorgt in Washington für heftige Zweifel. Ein führender Demokrat wirft dem Präsidenten vor, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen – und spricht ihm in der Iran-Frage jede Glaubwürdigkeit ab.

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Der US-Präsident brüstet sich auf Truth Social mit einer angeblich geheimen Militäroperation in der Straße von Hormus – doch ein führender Demokrat zerlegt die Behauptung mit einem simplen Argument. (Foto) Suche
Der US-Präsident brüstet sich auf Truth Social mit einer angeblich geheimen Militäroperation in der Straße von Hormus – doch ein führender Demokrat zerlegt die Behauptung mit einem simplen Argument. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Trump behauptet, das US-Militär habe in einer geheimen Mission mehr als 100 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus gesichert
  • US-Präsident erklärt, die USA kontrollierten die strategisch wichtige Meerenge – nicht der Iran
  • Demokrat Jim Himes widerspricht scharf und nennt Trumps Darstellung "schlicht unwahr"

Donald Trump verkündete am Mittwoch auf Truth Social, er habe das US-Militär mit einer "geheimen Mission" in der Straße von Hormus beauftragt. Der Präsident behauptete, diese Operation habe dazu geführt, dass mehr als 100 Millionen Barrel Öl sicher durch die strategisch wichtige Meerenge transportiert worden seien.

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Donald Trump prahlt mit "geheimer Mission" im Persischen Golf

"Letzten Monat habe ich unser großartiges US-Militär angewiesen, eine geheime Mission durchzuführen, um Öltanker und andere Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu unterstützen", schrieb Trump. Das Ergebnis dieser angeblich "überaus erfolgreichen" Aktion: Das Öl habe seinen Weg auf den offenen Markt gefunden. Doch ein führender Demokrat im Geheimdienstausschuss widerspricht dieser Darstellung vehement.

"Es ist vorbei für den Iran!" - Donald Trump gibt sich siegessicher

In seinem Post ging Trump noch deutlich weiter. Er erklärte, die Vereinigten Staaten würden die Straße von Hormus kontrollieren – nicht der Iran. Mehr als 200 Handelsschiffe hätten die Meerenge sicher passiert.

Der Präsident zeichnete dabei ein Bild der totalen amerikanischen Dominanz: "Ihr Militär ist besiegt, und ihre Wirtschaft ist verloren", schrieb er über den Iran. Seine Botschaft schloss er mit den Worten: "Es ist vorbei für den Iran!"

"Schlicht unwahr" - Demokrat rechnet bei CNN mit Trump ab

Der demokratische Abgeordnete Jim Himes, ranghöchstes Mitglied seiner Partei im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses, wies Trumps Darstellung bei CNN entschieden zurück. Die Behauptung des Präsidenten sei "schlicht unwahr", erklärte Himes "Raw Story" zufolge.

Der Politiker machte deutlich, warum eine geheime Operation in dieser Region schlichtweg unmöglich sei: "Man muss kein Geheimdienstexperte sein, um zu verstehen, dass man in der Straße von Hormus nichts im Verborgenen bewegt", sagte er. Mit einem guten Fernglas von beiden Küsten aus könne man beobachten, was dort geschehe – ganz abgesehen von den Satellitenbildern, die verfügbar seien.

Null Glaubwürdigkeit beim Thema Iran

Himes stellte Trumps Aussagen in einen größeren Kontext mangelnder Verlässlichkeit. Der Demokrat erinnerte daran, dass der Präsident ursprünglich versprochen hatte, der Konflikt werde innerhalb weniger Tage beendet sein. Zudem habe Trump in den vergangenen drei Monaten wiederholt behauptet, die Iraner stünden kurz vor einem Abkommen – mal in einer Woche, mal in zwei Wochen.

"Einigen wir uns also darauf, dass der Präsident in Bezug auf alles, was er über den Iran-Krieg sagt, absolut null Glaubwürdigkeit besitzt", fasste Himes seine Einschätzung zusammen.

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