Donald Trump völlig ahnunglos?: Buch enthüllt geheimes Krisentreffen - Weißes Haus jagt Insider-Maulwurf
Ein brisanter Buchauszug bringt Trump-Berater in Bedrängnis. Sie sollen sich heimlich getroffen haben, um die Folgen des Epstein-Skandals einzudämmen. Trump wusste davon nichts. Nun läuft im Weißen Haus offenbar die Suche nach dem Maulwurf.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
Suche
- Neues Enthüllungsbuch beschreibt geheime Krisentreffen im Situation Room
- Donald Trump soll von den Beratungen seiner engsten Vertrauten nichts gewusst haben
- Nach Veröffentlichung des Buchauszugs läuft offenbar eine Maulwurf-Jagd im Weißen Haus
Im Weißen Haus läuft eine groß angelegte Suche nach einem Maulwurf. Auslöser ist ein Buchauszug der "New York Times"-Reporter Maggie Haberman und Jonathan Swan, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Darin werden geheime Krisentreffen im Situation Room beschrieben, bei denen hochrangige Berater ohne Wissen von Donald Trump über die Eindämmung des Epstein-Skandals berieten.
Das demnächst erscheinende Buch trägt den Titel "Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump". CNN-Reporter Brian Stelter bestätigte, dass nach Erscheinen des Auszugs eine "massive Jagd nach dem Informanten" eingeleitet wurde. Eine Person, die von der Suche erfahren hatte, bestätigte dem Sender die laufenden Ermittlungen innerhalb der Regierung.
Weitere aktuelle Meldungen aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.
Geheimes Krisentreffen ohne den US-Präsidenten
Am 17. Juli 2025 versammelten sich Trumps engste Berater im Situation Room – ohne dass der US-Präsident davon wusste oder daran teilnahm. Das Treffen fand zehn Tage nach einer brisanten Mitteilung des Justizministeriums und des FBI statt, in der erklärt wurde, es gebe keine Epstein-Kundenliste und der in Ungnade gefallene Finanzier habe sich im Gefängnis selbst getötet.
Zu den Anwesenden gehörten Vizepräsident JD Vance, Stabschefin Susie Wiles, Kommunikationsdirektor Steven Cheung und Pressesprecherin Karoline Leavitt. Auch die damalige Justizministerin Pam Bondi, der damalige stellvertretende Justizminister Todd Blanche sowie FBI-Direktor Kash Patel nahmen teil – teils persönlich, teils per Telefon. Ziel der Zusammenkunft war es, eine Strategie zur Schadensbegrenzung zu entwickeln und der MAGA-Basis Transparenz zu signalisieren.
Vance in Panik wegen gespaltener Trump-Anhänger
Laut dem Buchauszug wirkte Vizepräsident Vance während des Treffens "panisch" angesichts der Spaltung, die der Epstein-Fall in der Anhängerschaft des Präsidenten verursachte. Die Gruppe versuchte, eine Geste der Transparenz zu entwickeln, die Trumps Basis überzeugen sollte. "Was an sich schon ein Problem war, weil er das offensichtlich nicht war", schreiben Haberman und Swan. Vance brachte einen ungewöhnlichen Vorschlag ein: Tucker Carlson solle die inhaftierte Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell interviewen. Die Hoffnung dahinter war, dass Maxwell öffentlich erklären würde, Trump sei nicht in Epsteins Verbrechen verwickelt gewesen.
Einige hochrangige Beamte in der Trump-Regierung hatten laut den Autoren den Eindruck, dass Vance selbst an die düstersten Theorien über Epstein und eine Kabale von Tätern in der herrschenden Klasse glaubte.
Republikanerin bricht mit Trump wegen Epstein-Akten
Der Umgang der Trump-Regierung mit dem Epstein-Fall führte zu erheblichen Spannungen innerhalb der Republikanischen Partei. Selbst treue Unterstützer wie die ehemalige Abgeordnete Marjorie Taylor Greene wandten sich gegen den Präsidenten und kritisierten die Geheimniskrämerei rund um die Aktenfreigabe.
In einem Interview im Februar bezeichnete Greene Trumps Vorgehen als die "größte politische Fehlkalkulation" seiner gesamten Karriere. "Er hat am härtesten gekämpft, um die Veröffentlichung dieser Akten zu verhindern", sagte Greene dem Podcaster Owen Shroyer. Sie kritisierte, dass Trump die Angelegenheit als Schwindel abgetan und die Freigabe blockiert habe. Zudem warf sie dem Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson vor, den entsprechenden Gesetzentwurf nicht zur Abstimmung gebracht zu haben.
Millionen Seiten der Epstein-Akten unter Verschluss gehalten
Das Justizministerium gab letztlich rund 3,5 Millionen Seiten zu dem Fall frei – deutlich weniger als die 6 Millionen Seiten, die als Beweismaterial vorlagen. Dies führte zu Vorwürfen einer Vertuschung. Der damalige stellvertretende Justizminister Todd Blanche erklärte im Januar nach der zweiten Veröffentlichungswelle, dass die Behörde ihre Verpflichtungen aus dem Epstein Files Transparency Act erfüllt habe. Dieses Gesetz war im November verabschiedet worden und zwang das Justizministerium zur Freigabe der Akten. Auch FBI-Direktor Kash Patel hatte zuvor Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit Epstein verbreitet. Er behauptete unter anderem, die Regierung halte die Kundenliste zurück, um mächtige Personen zu schützen.
Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie hier:
- Trump schweift ständig ab – Experte sieht darin Anzeichen für Demenz
- Niemand hört mehr auf ihn – US-Präsident verkommt zur "lahmen Ente"
- Trump unabsichtlich entlarvt? US-Außenminister offenbart "kognitives" Problem
- Schlaganfall vor laufender Kamera? Experte erkennt Hinweise in Trump-Video
- Besorgniserregende Aufnahmen - neue Trump-Bilder geben Rätsel auf
bua/gom/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.