Donald Trump: Niemand hört mehr auf ihn – US-Präsident verkommt zur "lahmen Ente"
Donald Trump wollte Stärke demonstrieren. Doch immer häufiger erlebt der US-Präsident offene Widersprüche. Ob im Nahen Osten, im Kongress oder auf der internationalen Bühne: Kritiker sehen Anzeichen dafür, dass Trumps Einfluss rapide schwindet.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Israel ignorierte offenbar Trumps Wunsch nach Zurückhaltung und griff den Iran trotzdem an
- Selbst Republikaner stellen sich zunehmend gegen den US-Präsidenten
- Im Iran- und Ukraine-Krieg schwindet Trumps Einfluss sichtbar
In einem Telefoninterview sagte Donald Trump: "Ich gebe hier den Ton an, nicht er." Doch niemand scheint mehr zuzuhören. Als der Iran am Sonntag erneut Raketen auf Israel abfeuerte, versuchte der US-Präsident verzweifelt, eine weitere Eskalation zu verhindern. Er behauptete, dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu einen Vergeltungsschlag untersagt zu haben. Doch der engste Verbündete der USA ignorierte die Anweisung aus Washington schlichtweg. Israel schoss Raketen auf den Westen des Iran zurück. Trump stand düpiert da. Dieser Vorfall fügt sich in ein beunruhigendes Muster ein: Die Autorität des US-Präsidenten bröckelt in atemberaubendem Tempo. Nach 100 Tagen Iran-Krieg scheint Trump die Kontrolle über den von ihm selbst angeordneten Militäreinsatz verloren zu haben, schreibt die "Bild".
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Trump sucht Ausweg im Iran-Krieg
Donald Trump will offensichtlich aus dem Iran-Konflikt heraus. Weitere amerikanische Bombenangriffe schließt er aus – die Risiken für die Weltwirtschaft und seine eigenen Beliebtheitswerte erscheinen ihm zu hoch. Seit Wochen betont Trump daher, wie gut die Friedensgespräche angeblich vorankämen. Die Realität sieht anders aus: Das Mullah-Regime provoziert weiter und greift sowohl Kuwait als auch Israel an. Nach hundert Tagen militärischer Auseinandersetzung steht Teheran strategisch gestärkt da, während Trumps Appelle wirkungslos verpuffen.
Die Nato-Staaten in Europa haben dem Präsidenten bereits die Unterstützung im Iran-Konflikt versagt. Mittlerweile widersprechen europäische Regierungschefs ihm sogar öffentlich. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni konterte seine Angriffe auf den Papst direkt – ein deutliches Zeichen des schwindenden Respekts.
Republikaner rebellieren gegen den US-Präsidenten
Auch innerhalb seiner Partei formiert sich Widerstand gegen Trump. Ein geplanter Milliardenfonds zur "Entschädigung" von Trump-Loyalen – möglicherweise auch Beteiligte des Kapitol-Sturms vom 6. Januar 2021 – löste eine offene Revolte unter den Republikanern aus. Immer häufiger stimmen konservative Abgeordnete gemeinsam mit den Demokraten ab. So unterstützten sie eine Initiative zur Einschränkung von Trumps Kriegsvollmachten im Iran-Konflikt sowie mehr Waffenlieferungen an die Ukraine.
Außenpolitik-Experte Scott Erb von der University of Maine at Farmington sieht Trump bereits in einer kritischen Phase: "Für Trump beginnt nun die Phase als 'lahme Ente'. Das bedeutet, dass er sich nicht mehr wie zuvor auf die Unterstützung des Kongresses verlassen kann." Als Gründe nennt der Professor den Fehlschlag im Iran-Krieg und Trumps Fokus auf Prestigeprojekte wie einen pompösen Ballsaal im Weißen Haus.
Donald Trump wird auch im Ukraine-Krieg zur Nebenfigur
Auch im Ukraine-Konflikt schwindet Trumps Einfluss dramatisch. Der Präsident hatte versprochen, den Krieg bereits an seinem ersten Tag im Oval Office zu beenden. Mehr als 500 Tage später zeigt sich Kremlchef Wladimir Putin (73) trotz Gipfeltreffen und Telefonaten unnachgiebig. Die Ukraine steht mittlerweile nicht mehr als Bittsteller da – dank ihrer Drohnen hat Kiew sogar die Oberhand gewonnen.
Trumps Beliebtheitswerte sind laut Umfragen auf historische Tiefstände gesunken. Wie angespannt seine Nerven sind, zeigte ein Interview mit NBC-Moderatorin Kristen Welker (49): Trump brach das Gespräch abrupt ab mit den Worten "Ich habe genug", stand auf und verließ den Raum. Seine als MAGA-Revolution geplante zweite Amtszeit steckt an allen Fronten fest.
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