Donald Trump: "Verdammter Lügner" - US-Präsident entsetzt mit Aussage zu Benzinpreisen

Donald Trump ist der Meinung, dass die Benzinpreise in den USA derzeit "relativ betrachtet gar nicht so hoch" sind. In den sozialen Netzwerken sorgt diese Aussage, die von der Lebensrealität unzähliger US-Bürger kaum weiter entfernt sein könnte, für massive Empörung.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump sorgte mit seiner Benzinpreis-Aussage für Empörung. (Foto) Suche
Donald Trump sorgte mit seiner Benzinpreis-Aussage für Empörung. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
  • Donald Trump entsetzt mit Aussage zu Benzinpreisen
  • Benzinpreise laut US-Präsident "relativ gesehen gar nicht so hoch"
  • Trump als "verdammter Lügner" beschimpft

Donald Trump wird nicht müde, zu behaupten, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten dank ihm einen historischen Aufschwung erlebt hat. Nach Überzeugung des US-Präsidenten, der unlängst eine unerwartete Umfrage-Wende hinnehmen musste, sind die Lebensmittelpreise durch die Entscheidungen seiner Regierung gesunken, die Einkommen sind gestiegen und die Inflation wurde besiegt.

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Donald Trump entsetzt mit Aussage zu Benzinpreisen

Auch auf die in Folge des Iran-Krieges nachweislich gestiegenen Benzinpreise hat Donald Trump eine ganz eigene Sichtweise. Von Reportern vor dem Einsteigen in die Air Force One nach seiner Meinung zu den Preisen für Benzin gefragt, erklärte der US-Präsident plötzlich, der Preis sei gar nicht so hoch, wenn man das Ganze "relativ betrachtet". "Wenn man genau hinschaut, ist der Preis relativ gesehen gar nicht so hoch. Er ist niedriger als unter der Biden-Regierung", so der 79-Jährige.

"Verdammter Lügner" - Donald Trump kassiert erzürnte Reaktionen für Benzinpreis-Aussage

Der entsprechende Ausschnitt des Interviews, welchen der US-Journalist Aaron Rupar auf seinem X-Account teilte, sorgte im Netz umgehend für massive Empörung. Etliche Userinnen und User können nicht fassen, was Donald Trump da von sich gegeben hat. "Verdammter Lügner! Ich bin wieder mal stinksauer, dass mein Geldbeutel so strapaziert wird. (...) Er hat diesen Krieg angefangen, wie kann er da einfach über die Preise lügen?", zeigt sich ein X-User aufgebracht. Andere schlugen in die gleiche Kerbe:

  • "Er weiß nicht einmal, wie viel Benzin kostet – so völlig realitätsfern ist er..."
  • "Dieser orangefarbene Clown sollte sich dazu überhaupt nicht äußern. Wir bezahlen sein Benzin für die Autos, die ihn herumfahren. Er hat keine Ahnung von Benzinpreisen. Also sollte er einfach die Klappe halten."
  • "Ich habe kürzlich auf einer Reise 120 Dollar getankt – etwas, das ich noch nie zuvor erlebt habe. Ich bin mir sicher, dass die meisten Wähler sich der Auswirkungen von Trumps Entscheidungen auf ihr tägliches Leben bewusst sind, ungeachtet dessen, was er sagt."

Andere wiederum wollten wissen, in welcher Relation man die aktuellen Benzinpreise betrachten muss, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. "'Relativ gesehen' – im Vergleich zu was, Donald? Den Kosten für Raketentreibstoff, um dein Ego zum Mars zu befördern?", motzte ein X-Nutzer.

Donald Trump als Lügner entlarvt - Schwindel des US-Präsidenten aufgeflogen

Tatsächlich kommt es darauf an, welchen Vergleichsmaßstab Donald Trump für seine Behauptung anlegt. Der landesweite Durchschnittspreis für Regular-Benzin liegt aktuell bei etwa 4,16 US-Dollar pro Gallone. Das entspricht ungefähr 1,00 bis 1,10 Euro pro Liter. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland oder Frankreich sind die US-Benzinpreise damit weiterhin recht niedrig. Allerdings liegen die Preise dennoch deutlich über dem Niveau von 2024 und 2025, als der Durchschnittspreis in den USA bei etwa 3,10 bis 3,30 Dollar pro Gallone lag. Heißt: Die Benzinpreise sind höher als unter der Biden-Regierung. Schlimmer noch: Sie befinden sich auf dem höchsten Niveau seit der Energiekrise von 2022. Damit hat Donald Trump erneut gelogen.

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