Kim Yo Jong: Neue Eskalation im Atomstreit - Diktatoren-Schwester attackiert den Westen

Kurz vor einem wichtigen Staatsbesuch aus China verschärft Nordkorea den Ton. Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong erklärt den Atomwaffenstatus ihres Landes für unumkehrbar und fordert die Gegner des Regimes auf, die Abrüstungspläne endgültig zu begraben.

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Kim Yo Jong: Die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. (Foto) Suche
Kim Yo Jong: Die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Bild: 朝鮮通信社/KCNA via KNS/AP/dpa/dpa
  • Kim Yo Jong erklärt Nordkoreas Atomwaffenstatus für nicht verhandelbar
  • Die USA halten weiterhin an einer vollständigen Denuklearisierung fest
  • Die Aussagen erfolgen unmittelbar vor dem Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping
  • Nordkorea steht wegen seines Atomprogramms seit Jahren unter internationalen Sanktionen

Nordkorea hat diplomatischen Hoffnungen auf eine atomare Abrüstung erneut einen schweren Dämpfer verpasst. Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong Un, erklärte über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA, dass der Status ihres Landes als Atomwaffenmacht nicht zur Diskussion stehe.

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Kim Yo Jong: Diktatoren-Schwester mit scharfer Ansage an USA

"Nordkoreas Status als Nuklearwaffenstaat ist eine unumkehrbare Realität – unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht", sagte Kim Yo Jong. Mit dieser Aussage machte sie deutlich, dass Pjöngjang keinerlei Bereitschaft zeigt, sein Atomarsenal aufzugeben. Besonders deutlich richtete sich die Botschaft gegen Washington. Kim Yo Jong forderte die Gegner Nordkoreas auf, ihre Hoffnungen auf eine atomare Abrüstung endgültig zu begraben. "Feindliche Kräfte sollten ihre Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben." Die Erklärung erfolgte nur wenige Tage, nachdem das US-Außenministerium erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert hatte.

Erst am Freitag hatte ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums betont, die Vereinigten Staaten seien weiterhin zu Gesprächen mit Nordkorea bereit. Demnach wolle Washington einen Dialog "ohne Vorbedingungen" führen. Gleichzeitig bekräftigten die USA ihr langfristiges Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas. Genau diesem Ansatz erteilte Kim Yo Jong nun eine klare Absage.

China und Russland schützen Nordkorea

Der Zeitpunkt der Erklärung ist kein Zufall. Bereits am Montag wird Chinas Staatschef Xi Jinping erstmals seit mehreren Jahren zu einem Staatsbesuch nach Nordkorea reisen. Es handelt sich um seinen ersten Besuch in dem isolierten Land seit 2019. China gilt als wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner Nordkoreas und ist zugleich dessen einziger formeller Bündnispartner.

Trotz internationaler Kritik konnte Nordkorea in den vergangenen Jahren auf die Unterstützung Pekings und Moskaus zählen. Beide Staaten blockierten im UN-Sicherheitsrat wiederholt weitere Strafmaßnahmen gegen das Regime. Außerdem verhinderten China und Russland die Verlängerung des Mandats eines UN-Expertengremiums, das die Einhaltung der Sanktionen überwachen sollte.

Nordkorea steht wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms seit rund zwei Jahrzehnten unter umfangreichen Sanktionen der Vereinten Nationen. Dennoch hat das Regime seine militärischen Programme kontinuierlich ausgebaut und wiederholt neue Raketen- und Waffensysteme vorgestellt. Mit den jüngsten Aussagen macht die Führung in Pjöngjang nun erneut deutlich, dass sie ihr Atomprogramm nicht als Verhandlungsmasse betrachtet.

Die Botschaft aus Pjöngjang ist unmissverständlich. Während die USA weiterhin auf Verhandlungen und Abrüstung setzen, erklärt Nordkorea seinen Atomwaffenstatus für endgültig und unumkehrbar. Kurz vor dem Besuch von Xi Jinping sendet das Regime damit ein Signal an die Welt: An seinem nuklearen Kurs will es nicht rütteln.

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/news.de/dpa/stg

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